Die Aktion stellte ein Novum in der langen Geschichte des Klubs aus Manhattan dar. Noch nie zuvor hatte sich ein Rangers-Torwart als Torschütze in den Spielberichtsbogen eingetragen. Shesterkin ist nunmehr der 18. Akteur seiner Branche, der einen Treffer in der NHL erzielt hat. 21-mal schlugen Torleute in der Historie der Liga zu, 19-mal in der regulären Saison und zweimal in den Stanley Cup Playoffs.
„Ich hatte mir das schon lange im Kopf ausgemalt und dachte, ich würde auf eine besondere Art und Weise jubeln. Aber wie gesagt: Ich habe nicht gesehen, wie der Puck die Linie überquerte und war deshalb etwas zurückhaltend. Beim nächsten Mal reagiere ich hoffentlich gleich etwas emotionaler. Ich werde auf jeden Fall versuchen, noch einmal ein Tor zu schießen. Denn das macht wirklich viel Spaß“, sagte Shesterkin.
Rangers-Stürmer Mika Zibanejad hat schon seit längerer Zeit mit diesem speziellen Erfolgserlebnis des Torhüters gerechnet. „Ich saß dutzende Male auf der Bank und habe bei seinen Schüssen gedacht: ‚Okay, der geht rein.‘ Aber jedes Mal rutschte er knapp vorbei.“ Nun durfte er sich endlich über einen Treffer von Shesterkin freuen.
Nach Ansicht von New Yorks Trainer Mike Sullivan ist es kein Wunder, dass der Keeper mit einer derart spektakulären Tat von sich reden gemacht hat. „Der Umgang mit dem Puck gehört zu seinen Stärken“, betonte der Coach. „Das war ein großer Moment für ihn und die gesamte Mannschaft. Das konnte man an den Emotionen der Spieler erkennen. ‚Shesty‘ ist ein herausragender Goalie. Er zeigt so viele Paraden genau zum richtigen Zeitpunkt“, fügte Sullivan hinzu.
Rangers-Angreifer Pavel Dorofeyev zeigte sich nicht minder angetan von Shesterkins Darbietung. „Er ist nicht nur ein exzellenter Torhüter, sondern jetzt auch noch ein bedeutender Torschütze“, sagte der Rechtsaußen. „Ich habe mit ihm nun einen ernsthaften Konkurrenten und werde deshalb ein Auge auf ihn werfen“, scherzte Dorofeyev.