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Howe verdiente sich den Namen "Mr. Hockey"

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

Gordie Howe war mehr als einer der größten Spieler aller Zeiten. Er war "Mr. Hockey."

Er war ein Botschafter des Sports, ein Volksheld. So viele von uns kennen seine Geschichte: Ob man ihn bei einer Autogrammstunde, bei einem Spiel, oder einer wohltätigen Veranstaltung getroffen hat. Ob er einen Witz erzählt hat, einem die Hand geschüttelt hat oder für ein Bild posiert hat.

Selbst als er in den letzten Monaten gesundheitliche Probleme hatte,war er gerne in der Öffentlichkeit. Sein Sohn Murray, ein Radiologe in Sylvania, Ohio, nahm ihn mit in den Park, den Laden oder den Zoo.. Er nahm ihn mit zu einer letzten wohltätigen Veranstaltung in einem Vorort von Detroit. Er nahm ihn mit zu einem letzten Red Wings Spiel. Das war die "beste Medizin".

"Er liebt es "Mr. Hockey zu sein", sagte Murray im Oktober. "Er macht gerne Menschen glücklich."


Gordie Howe starb am Freitag im Alter von 88 Jahren, aber die Legende de "Mr. Hockey" lebt in den Büchern der NHL weiter, in all den Geschichten und Photos. Er war eine Ikone, ein Denkmal, benahm sich aber nie so. Er war hart auf dem Eis, aber freundlich zu den Fans und hatte einen Sinn für Humor.

Sein Ursprung formte ihn als Spieler und Mensch. Er wurde in Floral, Saskatchewan geboren und wuchs während der Wirtschaftskrise in Saskatoon auf, als das sechste von neun Kindern. Er lernte das Schlittschuhlaufen auf vereisten Straßen, im Hinterhof und auf dem Fluss. Er baute seine Muskeln durch das Tragen von Wasser au, in ein Haus ohne Anschluss.

Seine Leistungen waren legendär. Er machte sein Debüt in der NHL mit 18, sein letztes Spiel mit 52. dazwischen machte er 801 Tore und 1.850 Punkte in der NHL und 174 Tore und 508 Punkte in der World Hockey Association. Er gewann je sechs Mal die Art Ross Trophy als Topscorer der NHL und die Hart Trophy als wertvollster Spieler. Er gewann vier Mal den Stanley Cup.

Bobby Hull war 10, als er Howe zum ersten Mal sah. Es war 1949 und er wartete mit seinen Eltern draußen im Regen, vor dem Maple Leaf Gardens, damit er sich auf die Tribüne schleichen konnte. Gegen Ende des ersten Drittels kam Howe über die blaue Linie und Torwart Al Rollins musste hinter sich greifen.

"Robert", sagte Hulls Vater, "wenn du schießen kannst, kannst du in der Liga spielen."

Hull holte sich nach dem Spiel Howes Autogramm auf der Packung Zigaretten seines Vaters. Hull nannte ihn einst "Meine Inspiration."

Gretzky traf ihn, als er 11 war. 1972 traf er Howe in einem Hotel vor einem Bankett. Ein Fotograf aus Gretzkys Heimat in Ontario, fragte nach einem Bild. Howe legte die Schaufel des Schlägers um Gretzkys Hals. Es war ein Klassiker, eins der Bilder, die Gretzky am häufigsten signieren musste.

"Er war netter, besser und größer als ich gedacht hätte", sagte Gretzky einst. "Jedes Mal wenn ich das Bild sehe oder unterschreibe, ist das eine großartige Erinnerung."

Gretzky wurde "The Great One", aber seine Nummer 99 war in Ehren von Howes 9.

"Er ist der größte und wird es immer bleiben", erklärte Gretzky einmal.

Howe hatte diesen Einfluss auf so viele Leute, selbst als er nicht mehr spielte. Howe verdiente nie so viel Geld wie die Spieler heute. Er war unterbezahlt, selbst für seine Zeit. Deshalb trat er nach seiner Karriere sowohl zu wohltätigen Zwecken auf, als auch um Geld zu verdienen. Ansonsten hatte er einfach nur Spaß und zeigte sich wie er war.

Erst vor kurzem fragten wir Fans nach ihren besten Gordie Geschichten. Wir erhielten viele Einsendungen und die Detroit Free Press veröffentlichte einige davon. Schön, wenn man sie alle erzählen könnte.

Tim Jordan aus Glastonbury, Conn., erinnerte sich daran mit Howe im Aufzug gewesen zu sein, als er 15 oder 16 war. Sein Bruder war Torwart bei einem Turnier mit Howes Enkel. Howe sah Jordans Bruder an und sagte: "Wenn min Enkel heute nicht gegen dich trifft, zeige ich dir, was mich berühmt gemacht hat." Er zeigte mit einem lächeln auf seinen Ellbogen.

Kevin Wojtaszek aus Hopatcong, N.J., erinnert sich an Howe und seine Frau Colleen, "Mrs. Hockey," in einem Denny's vor Detroit. Er wartete bis sie fertig gegessen hatten, ging hinüber und stellte sich vor. Die Howes schüttelten ihm nicht nur die Hand, sie verbrachten einige Zeit im Gespräch mit ihm. "Eigentlich sagt man, man sollte seine Vorbilder nicht treffen, weil sie die Vorstellung nicht erfüllen würden. Sie bewiesen das Gegenteil."

Mark Burns aus Atlanta erinnert sich, wie sein Vater ihn zu einem Treffen mit Howe mitnahm, zur Eröffnung der Mall in Chicago. Sie brauchten zweieinhalb Stunden dorthin. Sie kamen an, als die Autogrammstunde endete und und Howe gehen wollte. Sein Vater sprach mit den Securities. "Und dann hebt mich dieser Hall of Famer hoch und wir machen Photos mit ihm und Colleen", schrieb Burns.

Mary Beth Busto aus Royal Oak, Mich., erinnert sich daran für ein Steak zu Chuck Joseph's Place zu gehen, einem beliebten Restaurant nach Spielen. Es wurde bekannt, dass es eine Howe Party im Hinterzimmer gab.Als Gordie und seine Söhne Mark und Marty ankamen, applaudierten die Gäste. Howe ging ins Hinterzimmer und blieb dort. Ein paar Minuten später kam er wieder, mit einem Bier in der Hand und unterhielt sich mit allen. "Er hätte sich verstecken können", schrieb Busto. "Aber so war Gordie nie."

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