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GM über die Effekt des Sommers auf Canadiens

von Dave Stubbs / NHL.com

MONTREAL -- Marc Bergevin, General Manager der Montreal Canadiens, sprach am Donnerstag mit NHL.com über verschiedene Themen.

Über den neuen Free Agent Stürmer Alexander Radulov: Wenn ein Spieler vier Jahre nicht in der NHL war, obwohl er gerade erst 30 wurde und er in der NHL gespielt hat, gibt es immer Zweifel. Das ist klar.

Am ersten Juli ging jeder Risiken ein, der auf dem Markt zuschlug. Wenn man am ersten Juli arbeiten will, muss man verstehen, dass es ein Risiko gibt. Wir gingen ein Risiko ein, aber uns gefallen unsere Chancen. Wird es das Wert sein? Ich hoffe es. Das hoffe ich für die Montreal Canadiens und den Spieler.

Radulov bringt große Fähigkeiten mit sich. Wir haben ihn letztes Jahr in Europa beobachtet. Er war einen Blick wert. Ich habe lange mit Sergei Fedorov gesprochen. Was Radulov 2012 bei den Nashville Predators gemacht hat, und das hat er zugegeben, ist dass er ein paar Mal zu spät ins Hotel zurückkam. Das darf nicht passieren. Aber ich sage euch, das haben schon viele Spieler gemacht, ohne dass wir davon wissen.

Also … es gibt schlimmeres. Er hat an einem schlechten Zeitpunkt einen schweren Fehler gemacht. Er hat seinem Team geschadet. Er war sich selbst wichtiger, als das Team und das weiß er. Ich glaube zu diesem Punkt in seinem Leben wird er das nicht wiederholen.

Über die Rückkehr von Kirk Muller als Assistenztrainer: Kirk war schon mal bei uns (als Assistenztrainer 2006-11). Unsere Special Teams, besonders das Powerplay, waren letztes Jahr nicht gut. Wir hatten einen guten Start, kamen dann aber ins straucheln.

Kirk verließ uns 2011 und ging als Trainer nach Carolina, dann nach St. Louis um unter Ken Hitchcock zu arbeiten. Er kommt mit viel Erfahrung zurück. Mein Job ist es unser Team zu verbessern, unseren Trainerstab zu verbessern. Ich glaube Kirk macht (Cheftrainer) Michel Therrien besser, er macht (Assistenztrainer) J.J. Daigneault und Dan Lacroix besser, er macht unseren Trainerstab mit seiner Erfahrung besser. Und er will hier sein.

Darüber GM in Montreal zu sein: In dieser Stadt dreht sich alles um Eishockey, 12 Monate pro Jahr. Ihr habt unser Trainingsspiel der Jungs im Develop Camp gesehen, das Stadion war voll. Die Leute lieben ihr Team.

Was ich in den letzten vier Jahren in Montreal gelernt habe ist, dass Montreal keine Eishockeystadt ist, sondern eine Montreal Canadiens Stadt. Es geht nur um die Canadiens. Sie lieben Eishockey, aber wenn es um ihr Team geht, ist das nochmal ein anderes Level.

Über den P.K. Subban Transfer: Ich habe bei der Pressekonferenz am 29. Juni gesagt, dass es eine der schwierigsten Entscheidungen war die ich je als GM der Canadiens treffen musste, P.K. Abzugeben. Es war die schwierigste Entscheidung. Aber es ist immer hart einen Spieler abzugeben. Man sagt ihm er muss seine Sachen packen. Manchmal hat er Kinder in der Schule, sie haben ein Haus...

Die Leute werden sagen, „Die verdienen viel Geld, damit müssen sie klar kommen.“ Ja, zu einem gewissen Grad. Aber das muss man auch als Mensch sehen. Deshalb ist es für mich wichtig, persönlich mit dem Spieler zu sprechen. Ich habe das auch erlebt, an einen anderen Verein abgegeben zu werden.

Über die Reaktion der Fans auf den Transfer: Ich war sehr beschäftigt mit den Free Agents am 1. Juli un bis heute mit unserem Development Camp. Seit ich hier angefangen habe, versuche ich nichts über das Team zu lesen. Selbst als wir 2014 im Eastern Conference Finale waren, habe ich nichts gelesen. Ich versuche mich zu konzentrieren.

Ist es das Wert, sich über jemanden aufzuregen, weil er etwas geschrieben hat? Sie wissen nicht alles. Man kann niemandem vorwerfen, dass er schreibt woran er glaubt, aber...

Ich mag Football. Ich sehe es mir gerne an. Aber ich bin kein Experte und weiß nicht, was hinter den Kulissen abläuft. Wenn es einen Transfer gibt, wird es einen Grund dafür geben und ich kenne ihn nicht. Wüsste ich warum, dann könnte ich mir eine Meinung bilden. Ansonsten rate ich nur.

Über die, die behaupten die Stimmung in der Kabine zu kennen: Ich habe 20 Jahre in der NHL gespielt. Ich rate nicht. Ich weiß, wie es in der Kabine abläuft.

Über Vergleiche des Transfers mit dem Transfer von Patrick Roy zu den Colorado Avalanche 1995: Was hat Patrick in Montreal gewonnen, zwei Stanley Cups? Ich hab immer geglaubt, dass ein Stanley Cup alles ändert.

Über diesen Sommer: Ich will mich ausklinken. Das will ich wirklich, besonders dieses Jahr. Das muss ich. Es war körperlich anstrengend. Nicht weil ich viel gelaufen bin, sondern weil die Nächte kurz waren, die Tage lang in Kopf immer gearbeitet hat. Manchmal ist es anstrengender mental ausgelaugt zu sein. Ich würde sagen, seit Ende Juni war es wirklich hart.

Darüber, dass er Michel Therrien als "foxhole guy" bezeichnet hat (foxhole=Schützengraben): Was ich damit meinte ist folgendes: Ich habe es als ehemaliger Spieler schon öfter gesehen, dass ein Trainer den GM bei den Spielern schlecht macht, damit er bei den Spielern gut dasteht.

Mit "foxhole guy" meinte ich, dass ein Trainer Seite an Seite mit seinem GM kämpfen muss. Ein Trainer muss an das gleiche glauben wie der GM. Der GM gibt ihm die Spieler und manchmal bekommt er Spieler, die ihm nicht gefallen, selbst wenn man ständig mit ihm spricht und ihn fragt, „Was brauchen wir deiner Meinung nach?“

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