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Gewohnte Umgebung bereitet Staal ein seltsames Gefühl

von Dan Rosen / NHL.com

Eric Staal versucht sich einzuprägen, welchen Weg er in der PNC Arena zu gehen hat, wenn er am Donnerstag mit den New York Rangers auf die Carolina Hurricanes trifft.

"Ich muss nach links gehen", sagte Staal.

Nach links führt der Weg des Stürmers zur Gästeumkleidekabine, einem fremden Ort für Staal, der die ersten 909 Partien seiner NHL-Karriere für die Hurricanes bestritten hat, darunter 464 Spiele als ihr Kapitän, bevor er am 28. Februar gegen einen Draft Pick der zweiten Runde und gegen Nachwuchsspieler Aleksi Saarela an die Rangers abgegeben wurde.

Für Staal ist Raleigh noch immer seine Heimat, da seine Ehefrau und seine drei Söhne hier leben. Da die Rangers am Sonntag ihre letzte Partie bestritten hatten, verbringt er diese Woche tatsächlich hier. Er reiste früher an, um bei seiner Familie zu sein.

Er hatte sie seit dem 29. Februar, jenem Tag an dem er sein Debüt für die Rangers gegeben hatte, nicht mehr gesehen.

"Ohne Frage, es wird ein anderes Gefühl sein einzulaufen [in die Arena]", sagte Staal. "Ich werde von meinem Haus aus ankommen, mit der gleichen Routine, als wäre es ein Heimspiel. Doch dann drehe ich nach links statt nach rechts ab."

Staal sagte, dass er einen Monat nach seinem Trade nun auch als Ranger, auf dem und abseits des Eises, eine Routine hat. Es hat eine Weile gedauert, da sich seine Welt verändert hatte – seine Eishockeywelt und die Welt zuhause.

Zunächst einmal ist es das Familienleben, oder besser gesagt das nicht vorhandene im letzten Monat, das ihm fehlt. Wie erwartet ist es hart weg zu sein.

"Man hat drei Buben, 6, 4 und 1 Jahr alt, und es ist anders, wenn der Papa nicht da ist", sagte Staal. "Sie wollten das Dad heimkommt, doch er kam nicht. Dementsprechend verbrachte ich viel Zeit auf Facebook und solch einem Zeug. Sie verkraften es aber gut und sie sind aufgeregt."

Sie sind es auch, weil die gesamte Familie am Freitag nach New York reisen und bis zum Ende der Saison dort bleiben wird. Das wurde möglich, da Staal vor kurzem sein eigenes Apartement in New York bezogen hat. In den ersten Wochen nach seinem Wechsel lebte er zusammen mit seinem Bruder, Rangers Verteidiger Marc Staal.

"Wir freuen uns auf das am Freitag beginnende Abenteuer", sagte Staal.

Für Staal persönlich ist es ein Abenteuer sich bei den Rangers zurechtzufinden, die in ihrem Spielsystem das Tempo hochhalten und schnell den Puck weitergeben im Gegensatz zu Carolinas mehr Puckbesitz orientiertem System unter Coach Bill Peters.

Staal spielte die ersten zwölf Partien bei den Rangers als Center und brachte es auf ein Tor und zwei Assists. In den letzten zwei Spielen war er Linksaußen und zeichnete sich als zweifacher Torschütze bei der 2-3 Niederlage gegen die Pittsburgh Penguins aus.

"Es hat seine Zeit gebraucht, länger als ich gehofft hatte. Doch von Spiel zu Spiel, von Tag zu Tag, fühle ich mich besser und zuversichtlicher, dass ich dieser Mannschaft helfen kann", sagte Staal. "Ich merke, dass es vorwärts geht."

Er sollte diese Chance auch in den Stanley Cup Playoffs bekommen, was für Staal eine Rarität in Carolina war.

Er stand seit 2009 nicht mehr in den Playoffs. Damals verhalf er den Hurricanes zum Eastern Conference Finaleinzug. Bei seiner anderen Playoffteilnahme gewann er mit Carolina 2006 den Stanley Cup.

Die Rangers belegen mit 95 Punkten, einem mehr als die Penguins, den zweiten Platz in der Metropolitan Division.

"Darum spielst du", sagte Staal auf die Playoffs angesprochen. "Darum wollte ich in die NHL und darum möchte ich mich jedes Jahr messen. Man möchte in die Playoffs einziehen. Wir sind noch nicht drin, doch wir sind sehr nahe dran und ich glaube, dass es ein anderes Paar Schuhe ist, wenn du zum Warmup in Spiel 1 der Playoffserie rausgehst. Da kommen so viele Emotionen auf mich zu, offen gesagt, auch weil diese Erfahrung für mich schon eine lange Zeit zurückliegt."

Doch zuerst macht er am Donnerstag die einmalige Erfahrung, zum ersten Mal an einer alten Wirkungsstätte anzutreten.

Die Hurricanes planen während einer Spielunterbrechung Staal, das von ihm Vollbrachte und seine Beziehung zu den Fans, mit einer Videoeinspielung zu ehren. Ein Verantwortlicher der Hurricanes teilte mit, dass auf Staal auch noch eine besondere Überraschung wartet, wenn er am Donnerstag zum Morning Skate in der Arena eintrifft.

Staal sagte, dass er hoffe seine Gefühle im Griff zu haben, so dass er dieses Erlebnis genießen und wertschätzen kann, bevor er dann versuchen wird sein ehemaliges Team zu bezwingen.

"Ich vermute, dass es gewisse Situationen und gewisse Dinge gibt, bei denen du nicht weißt, wie du als Spieler darauf reagieren wirst. Du weißt nicht was du fühlen wirst und du weißt nicht, wie du emotional darauf reagierst, bis es eben so weit ist", sagte er.

"Ich glaube, dass auf mich so viele besondere, unterschiedliche Gefühle einwirken, weil ich hier, in diesem Gebäude, so lange zuhause war und eben nicht, wie jetzt, auf der Gegenseite stand. Das wird ganz anders, aber auch etwas Besonderes, sein. Ich weiß nicht welche aufrichtigen Emotionen hochkommen werden."

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