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Fünf Fragen an U.S. Coach John Hynes

von Dan Rosen / NHL.com



NHL.com's Frage&Antwort Rubrik "Fünf Fragen an..." läuft über die Saison hinweg. Wir sprechen mit Schlüsselfiguren des Sports und stellen ihnen Fragen, um Einblick in ihr Leben, ihre Karriere und die neuesten Schlagzeilen zu erlangen.

Die neuste Ausgabe mit New Jersey Devils Coach John Hynes:


John Hynes genießt es, die Stanley Cup Playoffs zu verfolgen, insbesondere, da einige Akteure, die er schon in der American Hockey League trainiert hatte, nun entscheidende Rollen bei den Pittsburgh Penguins spielen.

Für Hynes, der als Trainer des Team USA bei der IIHF Weltmeisterschaft in Russland antreten wird, war es zuletzt sehr ruhig und entspannend.

Die USA, die im vergangenen Jahr die Bronze Medaille nach Hause brachten, werden planmäßig am Freitag in St. Petersburg das Eröffnungsspiel gegen Kanada bestreiten.

Hynes trainierte schon einmal in Russland. Im Jahr 2008 betreute er die US-amerikanische U18 Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Kazan. Schon am Samstag machte er sich auf die Reise nach Russland, um sich an den Zeit- und Kulturunterschied zu gewöhnen.

"Es ist eine deutliche Umstellung. Das Essen, der Zeitunterschied und die andere Kultur in der Stadt", erklärte Hynes während eines Telephoninterviews noch vor der Abreise aus den Vereinigten Staaten. "Es gibt auch Unterschiede bei den Hotels und dem Leben in den Städten. Es ist nicht so, wie man es aus Nordamerika gewohnt ist."

Hynes blickte erwartungsvoll auf die Erfahrung, bei einem bedeutenden internationalen Turnier in Russland zu trainieren. Die Spiele finden in St. Petersburg und Moskau statt. Ab dem Halbfinale werden alle Partien vom 21.-22. Mai in Moskau ausgetragen.

"Es ist eine große Hockeynation", schwärmte Hynes. "Das Publikum ist üblicherweise fantastisch. Die Turniere in Russland sind immer sehr gut organisiert. Unsere Behandlung ist erste Klasse. Es gibt großartige Arenen und super Unterstützung von den Fans. Russland ist einfach eine Macht im Eishockey. Es ist immer Aufregend, dort bei solchen Events teilzunehmen."

Hynes sprach viel darüber, wie es ist, die Vereinigten Staaten bei der Weltmeisterschaft zu trainieren. Er sprach auch darüber, wer in Russland für den größten Rummel sorgen und wer wahrscheinlich der Nr. 1 Pick beim NHL Draft 2016 sein wird.

Hier sind Fünf Fragen mit ... John Hynes:

Auston Matthews steht in deinem Aufgebot. Wie neugierig bist du auf ihn?

"Weißt du was, ich freue mich riesig darauf, mit ihm zu arbeiten. Ich hatte bisher noch nicht die Gelegenheit, ihn beim Spielen zu beobachten, da er aus dem US-Programm in die Schweiz wechselte. Ich konnte bisher nur Bruchstücke seines Könnens begutachten, so zum Beispiel bei der Juniorenweltmeisterschaft, aber ich habe Marc Crawford angerufen und mit ihm über ihn geredet. Ich habe mich viel über ihn schlau gemacht, aber ich bin wirklich erfreut, die Möglichkeit zu bekommen, mit ihm zu arbeiten und ihn zu einem besseren Spieler zu machen. Hoffentlich kann er ein großer Baustein unseres Teams werden, das wird ihn bestimmt sehr helfen."

Crawford trainierte Matthews dieses Jahr in der Schweiz. Was hat er dir über ihn erzählt?

"Er mochte ihn sehr. Was mir im Gedächtnis geblieben ist, war, dass er sagte, dass er offensiv sehr talentiert ist. Er ist ein Shooter und hat eine exzellente Scheibenbehandlung, er kommt auch oft in Situationen, in denen er ansatzlos schießen könnte, stattdessen legt er noch mal zurück und schießt verdeckt. Er besitzt die Fähigkeit zu scoren. Aber auch interessant war, dass er erwähnte, dass er schon sehr reif für so einen jungen Kerl ist, sein Wille trainiert zu werden und sein Antrieb sich zu verbessern. Er weiß, dass er ein guter Spieler ist, er weiß, dass er vor allem in der Offensive Stärken hat, er versteht aber auch, dass er sich auf der anderen Seite des Spielfeldes verbessern muss. Das war sehr vielversprechend zu hören.

Ein Blick auf deinen Kader zeigt, dass er sehr jung ist. Was ist der Zweck dahinter?

"Ich denke, ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass versucht wird, mehr junge Spieler an dieses internationale Level heranzuführen. Natürlich kommt auch hinzu, dass man die Verfügbarkeit der Spieler berücksichtigen muss, ob es Verletzungen oder Verträge sind. Nach Auskunft von Jim Johansson und weiteren Mitgliedern des Managements, scheint es auch für die Motivation ein gutes Rezept zu sein, auf junge Spieler zu setzen. Aber die Jungs bringen auch Geschwindigkeit ins Spiel. Mit Nick Foligno und Matt Hendricks haben wir auch Routiniers an Bord, die das Schiff steuern können. Wir bauen darauf, dass diese Jungs ihre Führungsrolle annehmen werden. Foligno war schon Kapitän und hat eine starke Persönlichkeit. Und Hendricks hat schon vergangenes Jahr die Bronze Medaille gewonnen und war ein großer Teil der Führungsriege aus älteren Spielern, die das Schiff auf Kurs halten konnten. Ich finde, dass es gut ist, zwei solche Spieler dabei zu haben, besonders Hendricks bringt viel Erfahrung mit. Das wird uns von Nutzen sein. Aber die jungen Spieler sind schon sehr aufgeregt und werden viel Freude daran haben, zu spielen. Das Management ist der Meinung, dass wir einen guten Mix haben. Wir werden sehen, wie wir uns dieses Jahr schlagen."



Ein weiterer Name in der Spielerliste,
Miles Wood, ist ein Talent der Devils. Wie wichtig ist es für dich, zusätzliche Zeit zu haben, um mit ihm zu arbeiten?

"Oh ja, sicherlich. Mike ist einer dieser Jungs, die wenn man ihr Talent betrachtet, noch roh sind, aber er ist groß und verfügt über sehr viel Geschwindigkeit. Selbstverständlich wird er auch im kommenden Jahr für die Devils auflaufen, aber das ist nicht der Grund, weshalb wir ihn ins Team genommen haben. Er ist ein Zukunftsspieler des amerikanischen Eishockeys, und das mögen wir. Er ist genau so ein Spieler, den wir mit zu der Weltmeisterschaft nehmen wollen, aber du liegst richtig, ich bin sehr erfreut darüber, die Möglichkeit zu bekommen, mit ihm zu arbeiten, da er einer dieser Kerle ist, die mit viel Potenzial und Athletik ausgestattet sind. Lass uns versuchen, ihm zu helfen, das alles Einzusetzen, um Profi zu werden. Er ist schlank, kein Gramm Fett an ihm. Seine Beine sind stark, aber sein Oberkörper ist nicht wirklich mächtig, trotzdem ist er stark wie ein Bulle.



Eine Frage zu den vier Jungs bei den Penguins, die du letztes Jahr trainiert hattest --
Conor Sheary, Tom Kuhnhackl, Bryan Rust und Matt Murray. Wie fühlt es sich an, sie jetzt in den Playoffs zu sehen, nachdem du so einen großen Einfluss auf ihre Entwicklung hattest?

"Ehrlich gesagt macht es richtig Spaß, sie zu beobachten. Es ist eine große Ehre für sie. Wir haben in Wilkes-Barre versucht, eine Umgebung zu schaffen, in der zwei Dinge zählten: Wir wollten wettbewerbsfähig sein und haben stets versucht, die Jungs zu NHL-Format zu entwickeln. Diese Jungs aus Pittsburgh, die du angesprochen hast, kamen mit viel Talent und Vorschusslorbeeren und sie zeigten noch mehr Leidenschaft dabei, besser zu werden. Sie waren richtig gute Spieler. Es ist erfreulich, zu sehen, dass sie nun so viel Erfolg haben, da sie, als sie zu uns kamen, nicht im Rampenlicht wie in der NHL standen und tagtäglich hart an sich gearbeitet haben. Es ist sehr schön zu sehen, dass sie jetzt Erfolg haben."

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