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Verletzungen und viele endende Verträge

Für etliche deutschsprachige Spieler wird die zweite Saisonhälfte aus persönlichen Gründen wichtig

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Nach dem All-Star Game ist vor der zweiten und heißen Saisonphase in der NHL, die am Dienstag mit 12 Partien eingeleitet wird. Im Fokus stehen dabei für die Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die deutschsprachigen Akteure aus ihren Ländern. Gerade für diese läuft es in dieser Spielzeit nicht unbedingt rund. Hinzu kommt, dass die Verträge von immerhin acht von ihnen Ende Juni auslaufen.

Sven Baertschi (Vancouver Canucks), Tom Kuhnhackl (Pittsburgh Penguins), Tobias Rieder (Arizona Coyotes) und Philipp Grubauer (Washington Capitals) werden zu sogenannten Restricted Free Agents, das heißt ihr jetziges Team behält die Rechte. Die kleinsten Sorgen unter ihnen muss sich wohl der Schweizer Bärtschi machen, für den es mit 21 Punkten (10 Tore, 11 Assists) in 38 Spielen hervorragend läuft und der sicher ein gutes Angebot erhalten wird.

Für die drei Deutschen hingegen sind die Voraussetzungen etwas anders, weil die Werte in dieser Saison bisher nicht unbedingt überzeugend sind. Von daher heißt es gerade für sie im weiteren Verlauf ordentlich Gas zu geben und mögliche Rückstände wettzumachen.

Video: PIT@BUF: Kuhnhackl bezwingt Lehner beim Penalty

Kühnhackl kommt auf sieben Punkte (zwei Tore, fünf Assists) in 46 Spielen. Doch das gute Zeichen ist, dass er zu den Stammkräften in Pittsburgh gehört, was in den abgelaufenen Jahren nicht immer der Fall war.

Grubauer ist weiterhin der Backup von Braden Holtby im Tor der Capitals. Doch im Gegensatz zu den Vorjahren sind seine Werte gesunken. Der Gegentorschnitt von 2,56 ist der schlechteste seiner Karriere. Allerdings zeigte sich der Rosenheimer zuletzt bereits verbessert und konnte seine Fangquote auf 91,7 % steigern. Wichtig für ihn, denn Grubauer möchte sich schließlich für einen Nummer-1-Posten bei einem anderen NHL-Team bewerben.

Rieder kann in 50 Spielen sechs Tore und acht Vorlagen vorweisen und liegt damit im Schnitt (0,28 Pkt./Sp.) deutlich unter seinen Werten von 2015/16 (0,45) und 2016/17 (0,425). Der Niederbayer muss sich also in den nächsten Wochen mehr in den Vordergrund spielen und sich häufiger einmal auf dem Spielberichtsbogen als Torschütze und Vorlagengeber eintragen.

Die anderen auslaufenden Verträge von Thomas Vanek (Vancouver), Dennis Seidenberg (New York Islanders), Luca Sbisa (Vegas Golden Knights) und Michael Grabner (New York Rangers) machen sie zu Unrestricted Free Agents im Sommer.

Große Fragezeichen, ob seine Karriere ein Ende finden wird, umgeben Seidenberg. Der deutsche Verteidiger ist nur sporadisch bei den Islanders im Einsatz, so dass eine Verlängerung dort unwahrscheinlich wird und ihm andererseits die Möglichkeit geraubt wird, sich für andere Teams zu empfehlen.

Die Österreicher Grabner und Vanek betreiben in dieser Saison Werbung in eigener Sache. Ersterer ist mit Abstand der beste Torschütze der Rangers mit 21 Treffer und auf dem Weg zu einer neuen Karriere-Bestleistung, während letzterer bei den Canucks schon 35 Punkte in 49 Spielen verbuchen konnte.

Bei Sbisa läuft es gut - bis auf die Tatsache, dass er zum dritten Mal in dieser Saison verletzt ist und bis Ende Februar ausfällt. Er etablierte sich in der Verteidigung als Stammkraft bei einem der besten Teams und größten Überraschungen der NHL, den Golden Knights. Es bleibt abzuwarten, wie er aus seiner neuesten Pause herauskommt.

Von jüngsten Verletzungen zurückkommen müssen auch Nino Niederreiter (Minnesota Wild), Sven Andrighetto (Colorado Avalanche) und Michael Raffl (Philadelphia Flyers). Nicht nur für sie werden die nächsten Wochen zur Bewährungsprobe.

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