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Fiala behebt seine Ladehemmung und schnürt Doppelpack

Der Stürmer der Minnesota Wild unterstreicht gegen die Chicago Blackhawks seine Torgefährlichkeit und den Wert für sein Team

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Fiala versenkt zweites Tor

CHI@MIN: Fiala tunnelt Corey Crawford

Kevin Fiala läuft nach vorne und tunnelt Corey Crawford mit einem Handgelenksschuss zu seinem zweiten Tor des Abends

  • 00:39 •

Kevin Fiala von den Minnesota Wild hat seine Ladehemmung überwunden. Beim 3:2 n. V. am Dienstag gegen die Chicago Blackhawks im heimischen Xcel Energy Center trug er sich gleich doppelt in die Torschützenliste ein. In den vorangegangenen acht Spielen hatte sich der St. Galler vergeblich um einen Treffer bemüht. Um einiges länger dauerte die Durststrecke von Matt Duma an, der in der Overtime zum Matchwinner avancierte. Vor dem Spiel gegen Chicago konnte er zuletzt am 12. November ein eigenes Tor bejubeln. Danach war er 33-mal leer ausgegangen.

Die Hausherren dominierten die Partie im ersten Drittel. Doch trotz bester Chancen bei einem Schussverhältnis von 12:4 fand der Puck einfach nicht den Weg in das von Corey Crawford gehütete Gäste-Gehäuse. Das änderte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts. Fiala eroberte die Scheibe in der gegnerischen Zone, zog in den Slot und vollendete mit einem platzierten Handgelenkschuss zur Führung. Zwölf Minuten nach dieser sehenswerten Aktion war der Flügelstürmer im Powerplay zur Stelle und schloss einen Slalomlauf mit einem Schuss durch die Beine von Chicagos Schlussmann zum 2:0 ab.

Video: CHI@MIN: Fiala trifft aus dem Handgelenk

Im Lager der Wild hofft man, dass damit der Knoten bei Fiala geplatzt ist und er in den verbleibenden Wochen der regulären Saison seine Torausbeute regelmäßig steigert. Nach 47 Einsätzen in dieser Spielzeit hat er nunmehr 11 Tore und 19 Assists auf dem Konto. Insgesamt brachte er es bislang in 270 Hauptrunden-Begegnungen für die Nashville Predators und die Wild auf 134 Scorerpunkte (59 Tore, 75 Vorlagen).

Minnesotas Trainer Bruce Boudreau freute sich über die gelungene Vorstellung seines Schützlings gegen die Blackhawks. "Es war einer dieser Abende, an denen Kevin seine ganze Dynamik zur Schau gestellt und die Leute von ihren Sitzen gerissen hat", sagte er. "Wenn er so weitermachen könnte, wäre das prima." Der Coach weiß, wie wichtig Fiala als Goalgetter ist, um die Playoff-Hoffnungen der Mannschaft aus dem State of Hockey am Leben zu erhalten.

Dass die Schlagzeilen dem Schweizer nicht alleine gehörten, lag zum einen am Gegner und zum anderen an seinem Teamkollegen Dumba. Die Blackhawks steckten nicht auf und schafften im letzten Durchgang durch Adam Boqvist und Olli Maatta den Ausgleich. Das Spiel ging deshalb in die Verlängerung, in der dann Dumbas Stunde schlug. In der dritten Minute der Zusatzschicht lupfte er den Puck im Nachsetzen über Crawford hinweg ins Netz und löste dadurch einen Freudentaumel bei sich und seinen Mitspielern aus.

Video: CGY@MIN: Fiala nutzt Überzahl zu erstem Tor

Selbst in der Kabine hüpfte er noch vor lauter Begeisterung über seinen vierten Saisontreffer nach fast dreimonatiger Wartezeit herum. "Das ist einfach der Wahnsinn. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll", sprudelte es aus ihm heraus. "Es hat so lange gedauert. Jetzt habe ich es endlich geschafft und das noch dazu in Overtime."

Fialas Glückwünsche an Dumba fielen besonders herzlich aus. Vielleicht auch deshalb, weil er sich gut in dessen Lage hineinversetzen konnte. "Ihn dabei zu sehen, wie er getroffen hat, war großartig. Er hat es sich redlich verdient, weil er jeden Tag hart arbeitet. Matt ist ein echter Leader", betonte er. "Er war schon länger richtig gut drauf und hatte mitunter einfach Pech mit zahlreichen Pfostenschüssen."

Video: MIN@CHI: Fiala wird Tor nach Abfälschung zugesprochen

Für die Wild kam der doppelte Punktgewinn genau zum richtigen Zeitpunkt. Sie machten dadurch die 1:6-Klatsche vom Samstag zu Hause gegen die Boston Bruins vergessen und verhinderten zugleich, dass sie im Rennen um einen Playoff-Spot in der Western Conference weiter ins Hintertreffen gerieten. Der Rückstand auf die zweite Wildcard, die momentan die Calgary Flames innehaben, beträgt sechs Punkte. Allerdings hat Minnesota zwei Spiele weniger ausgetragen als die Vertretung aus Alberta.

Bis 15. Februar stehen für die Wild sechs Partien auf dem Spielplan, fünf davon vor eigenem Publikum. Nächster Kontrahent im Xcel Energy Center sind am Donnerstag die Vancouver Canucks (Fr. 2 Uhr MEZ; NHL.tv).

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