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Eric Staal fühlt sich bei den Rangers wohl

von Dan Rosen / NHL.com

NHL.com's Frage&Antwort Rubrik "Fünf Fragen an…" läuft über die Saison hinweg. Wir sprechen mit Schlüsselfiguren des Sports und stellen ihnen Fragen, um Einblick in ihr Leben, ihre Karriere und die neuesten Schlagzeilen zu erlangen.

Die neueste Ausgabe mit New York Rangers Center Eric Staal:


NEW YORK -- New York Rangers Trainer Alain Vigneault versucht sich das Dilemma vorzustellen, das er den gegnerischen Trainern bereitet, wenn er Eric Staal und Rick Nash, nach seiner Genesung, in derselben Reihe spielen lässt.

Das sind zusammen 3,86m und 192,7kg Erfahrung, Können und Körperstärke von Staal (1,93m ,93kg) und Nash (1,93m, 99,7kg). Das sind zusammen 713 Tore, 1507 Scorerpunkte und 1.820 Spiele der beiden 31-jährigen Stürmer.

Das ist mit Sicherheit eine faszinierende und verlockende Option für Vigneault.

"Ich spiele tatsächlich mit diesem Gedanken", sagte Vigneault. "Ich kann ihn [Nash] mit Eric aufstellen. Das könnte eine größere Herausforderung für den Gegner sein, soweit sie zusammenpassen. Wenn wir alle beisammen haben, jeder spielen kann, werden wir es herausfinden."

Nash wird am Dienstag gegen die Buffalo Sabres (7 p.m. ET; NHL.TV) sein 20. Spiel in Folge aufgrund einer Knochenprellung am linken Bein versäumen. Er geht bereits wieder aufs Eis und hofft bald wieder spielen zu können.

Staal wird sein fünftes Spiel für die Rangers bestreiten, nachdem er am 28. Februar in einem Trade mit den Carolina Hurricanes geholt wurde. Er absolvierte am Sonntag bei der 4-6 Niederlage gegen die New York Islanders seine beste Partie bei seinem neuen Team.

Staal kam zu seinen ersten zwei Scorerpunkten (ein Tor, ein Assist) bei den Rangers, gewann erstaunliche 20 von 22 Faceoffs, schoss viermal aufs Tor und hatte insgesamt sieben Schussversuche. Vigneault lobte seine Formation mit den Flügelstürmern Oscar Lindberg und Viktor Stalberg, als die einzige gute Sturmreihe der Rangers in diesem Spiel.

In dieser Partie konnte man sehen, warum die Rangers zur NHL Trade Deadline 2016 Staal begehrt haben, und warum sie glauben, dass er das fehlende Puzzlestück zum Stanley Cup Titel sein könnte.

"Wenn wir nach vorne schauen, dann geht es nur darum besser zu werden", sagte Vigneault. "Ich meine, dass wir einen großen Spieler gebraucht haben.

Wir brauchen ihn auf beiden Seiten der Eisfläche, um den Puck abzudecken und um den Puck schneller zurückzugewinnen. Wenn er sich an seine Mitspieler gewöhnt hat, auch das haben wir bedacht, wird er sehr effektiv für uns sein."

Staal sprach mit NHL.com darüber, was er erwartet, nachdem sein Leben, durch den Trade von der einzigen Franchise für die er bisher gespielt hatte und die ihn beim NHL Draft 2003 an Nummer 2 gezogen hatte, auf den Kopf gestellt wurde. Er brachte das Gespräch auch auf Nash.

"Fünf Fragen an…" Eric Staal:

Ich bin mir nicht sicher, ob du jetzt schon diese Frage beantworten kannst, aber fühlst du dich schon als Ranger?

"Ohne Zweifel, ich beginne damit. Ich fühle mich wohl. Es war schon ein anderes Gefühl, als ich dieses Trikot zum ersten Mal angezogen hatte, doch jedes weitere Mal, wenn ich es mir überzog, fühlte ich mich besser, mich mehr dieser Gruppe zugehörig und das ist aufregend. Die Jungs haben mich extrem freundlich willkommen geheißen, wollten mich integrieren und mir ein Zugehörigkeitsgefühl geben. Das ist eindrucksvoll. Ohne Zweifel, ich fühle mich als Ranger."

Was ist der Grund, dass du dich hier so wohlfühlst? Was ist dir besonders wichtig?

"Zum einen geht es hier sehr familiär zu, in der Kabine, bei Meetings und in der Vorbereitung. Das ist zweifellos Punkt Nummer 1. Da ich nun schon ein paar Spiele gespielt habe, ist der zweite Grund auf dem Eis. Ich komme gut mit den Jungs zurecht, wie sie spielen, wie ihr Spielsystem aufgebaut ist - klug und defensiv. Ich selbst fühle mich auch in der eigenen Zone wohler. Du beginnst dort, weil du kein Risiko eingehen willst, wenn du auf dem Eis stehst. Man möchte zeigen, dass man sich auf dich in jeder Situation verlassen kann, wenn du auf dem Eis bist. Ich denke, dass ich an dieser Stelle immer besser werde, danach geht es darum mehr für die Offensive zu tun, Chancen zu generieren. Jedes Spiel wird es besser werden und das ist gut so. Darauf lässt sich hoffentlich aufbauen."

Du kommst von einer Mannschaft, die Jahr für Jahr nach oben schaute und versuchte seinen Tabellenrang zu verbessern, und du trugst das 'C'. Nun bist du hier, hast keinen Buchstaben auf der Brust und kannst schließlich in der Tabelle nach unten schauen. Ist das für dich beruhigender?

"Du brauchst Vertrauen und Stolz bei diesem Spiel und vom ersten Tag an habe ich das bei diesem Team gespürt. Mein erstes Spiel hier, war kein gutes Spiel von uns, aber wir haben 2-1 gewonnen. Ich konnte das spüren. Man fühlt sich gut in dieser Gruppe. Wir sind eine Mannschaft, die jeden Abend gegen jeden wettbewerbsfähig sein werden und die siegen kann. Ich möchte damit nicht behaupten, dass dies in Carolina nicht der Fall war, aber es ist eine jüngere Mannschaft und eben anders. Es gibt viele Spieler, die etwas zum ersten Mal ausprobieren und dann hast du eben nicht das selbe Vertrauen. Vertrauen ist so wichtig im Sport, bei diesem Sport, und du fühlst es hier. Es kommt darauf an vorbereitet zu sein und es abrufen zu können. Es macht viel Spaß auf dieser Seite zu stehen."

Als du nach New York kamst, sagte Vigneault sofort, dass er sich dich als Center vorstellen könnte. Wie fandest du das?

"Ich sagte ihm, dass ich glaube hier [auf der Außenposition] besser zu sein, dass ich aber alles spielen kann. Ich sagte zu ihm, dass dieses Team Spieler hat, die gut genug sind, zu denen ich passen werde und dass ich unabhängig davon, in welcher Reihe er mich einsetzt, ich meinen Beitrag leisten werden. Wenn [Nash] wieder zurückkommt, werden unsere Reihen etwas anders aussehen und einiges wird optimiert sein. Ich bin damit zufrieden, wo auch immer ich spielen werde. Ich glaube Mannschaften, die hinter allem stehen und es umsetzen, sind in ihren Reihen sehr ausgeglichen und verschiedene Spieler leisten ihren Beitrag. Unabhängig davon, wo ich landen werde, ich steuere meinen Anteil dazu bei und das ist für mich auch so in Ordnung. Zurzeit fühle ich mich erst einmal im eigenen Drittel wohl, spiele Center und werde in dieser Hinsicht besser, doch sollte er mich auf außen einsetzen, wäre das für mich auch ok."

Wie reagierte deine Familie darauf, dass du, nach über einem Jahrzehnt an einem Ort, getradet wurdest. Kannst du dich darauf einstellen? Ich könnte mir vorstellen, dass deine drei Kinder das nicht können.

"Man bereitet sich vor. Ich meine, das ganze Jahr über war es uns gegenwärtig, dass es passieren könnte bis es passiert ist. Aber man ist niemals völlig vorbereitet, wenn es tatsächlich eintritt. Ich habe davon gehört, doch wenn du es selbst erlebst - es ist wahr. Du glaubst du bist darauf eingestellt, doch wenn es eintritt prallen haufenweise Emotionen auf dich ein. Es war hart, aber auch gleichzeitig aufregend, dass ich diese Chance bei diesem großen Team erhalten habe und ich versuche diesen großen Vorteil wahrzunehmen."

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