Skip to main content

Erfahrene Lightning auf ihrer Mission

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

NEW YORK -- Es war beim Warmup als New York Islanders Verteidiger Travis Hamonic Tampa Bay Lightning Center Brian Boyle an der roten Linie anrempelte und sie Worte austauschten. Es eskalierte im zweiten Drittel, als Islanders Verteidiger Thomas Hickey mit einem harten, fairen Check Lightning Stürmer Jonathan Drouin zerlegte. Er landete auf dem Rücken und dann ging's für ihn in Richtung Umkleidekabine.

Das war Brooklyn. Das war das erste Zweitrunden Stanley Cup Playoff Spiel bei den Islanders seit 1993. Und unter der Anfeuerung der Fans, wollten die Islanders mit ihrer mutigen Herangehensweise beeindrucken, landeten Checks, machten Verkehr, brachten Pucks zum Tor und zeigten wie schwer es sein kann gegen sie anzutreten.

Aber ahnen Sie was? Mut und Härte sind auch Eigenschaften der Lightning, ebenso wie Erfahrung, die sie vergangenes Jahr auf ihrem Weg in das Stanley Cup Finale sammeln konnten. Glauben Sie sie hätten sich im Barclays Center einschüchtern oder erschüttern oder entmutigen lassen, nach dem was sie ein Jahr zuvor in der Joe Louis Arena, im Bell Centre, im Madison Square Garden und im United Center erlebt haben? Glauben Sie sie werden klein beigeben?

Die Lightning haben nicht nur am Dienstag 5-4 nach Verlängerung gewonnen und die 2-1 Führung in der Best-of-7 Eastern Conference Zweitrundenserie übernommen. Die Islanders haben ihr Bestes gegeben und die Lightning hatten eine Antwort parat, siegten nach einem 0-1, 2-3 und 3-4 Rückstand.

Es war Drouin, den Hickey zerlegt hatte, der zum dritten Drittel zurückkam und das Ausgleichstor, als noch 38,4 Sekunden in der regulären Spielzeit zu spielen waren, auflegte. Es war Boyle, den Hamonic angerempelt hatte, der in der Overtime Hickey checkte - was Islanders Coach Jack Capuano, der der Meinung war, dass diese Aktion strafwürdig war, sehr verärgerte - und dann das Siegtor nach 2:48 Minuten schoss.

"Wir glauben daran, dass wir niemals aufgeben und ich denke, das hat eine Menge mit unserer Erfahrung zu tun", sagte Lightning Center Tyler Johnson. "Wir haben viel davon im vergangenem Jahr gelernt. Es ist niemals vorbei, bevor es vorbei ist. Sie haben ein gutes Spiel abgeliefert. Das war die ganze Zeit ein Kampf. Wir hatten das Glück auf unserer Seite, dass wir das letzte Tor geschossen haben. Es hätte auch andersherum ausgehen können."

Vor etwas mehr als einem Jahr war die Erfahrung das große Fragezeichen bei Tampa Bay. Die Lightning hatten in den Playoffs 2014 mit einem Sweep gegen die Montreal Canadiens verloren. Was wussten sie schon über Siege? Wie können sie mit Widrigkeiten umgehen?

Dann fanden sie sich, angesichts eines 1-2 Rückstandes in der Serie und einem 0-2 im dritten Drittel in Spiel 4 auswärts gegen die Detroit Red Wings, selbst. Johnson und Ondrej Palat trafen, retteten sie in die Overtime, in der Johnson das Siegtor gelang. Sie verloren zuhause Spiel 5 mit 0-4 und lagen in der Serie 2-3 zurück, doch sie gewannen die folgenden zwei Partien und die Serie in sieben Spielen.

Auf diesem Weg lieh sich Coach Jon Cooper, ein Fan der Oakland Raiders, den alten Spruch von Al Davis: "Just win, baby." Sie haben sich diesen auf T-Shirts drucken lassen und nutzten ihn als Schlachtruf. Als die Canadiens in der zweiten Runde die 3-0 Führung auf 3-2 verkürzt hatten, haben sie nur noch gewonnen und in sechs Spielen die Serie entschieden, Baby. Nachdem sie von den New York Rangers in Spiel 6 des Eastern Conference Finales mit 3-7 bezwungen wurden, gewannen sie Spiel 7, Baby.

Gegen die Chicago Blackhawks konnten sie im Stanley Cup Finale nicht mithalten, doch sie haben daraus gelernt und Selbstvertrauen gewonnen.

Erfahrung ist nicht alles. Im vergangenen Jahr hatten sie die Lightning auf ihrem Weg nicht gebraucht, doch wenn du über welche verfügst, dann ist sie dir sicher eine Hilfe.

"Es ist beeindruckend, welche Ruhe das Team ausstrahlt, wenn es schon einmal eine solche Situation erlebt hat", sagte Cooper. Ich glaube, da saß keiner auf unserer Spielerbank, der nicht daran geglaubt hatte, dass wir es in die Overtime schaffen werden. Zum Glück für uns ging das auf."

Boyle war unbeeindruckt von Hamonic’s Rempelei beim Warmup. Er drehte sich um, lief zu Hamonic rüber und schaute mit seinen 2,00 Metern auf den um 13 Zentimeter Kleineren herab. Das Torschussverhältnis lautete im ersten Drittel 17-9 zu Ungunsten der Lightning, doch ihnen gelang 12,5 Sekunden vor Drittelende aus einem Powerplay heraus der Ausgleich. Man muss zugeben es war kein schönes Tor, abgefälscht von Ryan Callahan.

Hickey’s Check gegen Drouin ließ die Fans ihn feiern und die Lightning mussten während Drouin's Abwesenheit, aufgrund seiner Gehirnerschütterungsuntersuchung irgendwo in den Katakomben, mit zehn Stürmern auskommen. Die Lightning kamen damit zurecht. Drouin bestand die Tests und kehrte zum dritten Drittel wieder zurück.

Nachdem Josh Bailey die Islanders im dritten Drittel 3-2 in Führung gebracht hatte, hatte Vladislav Namestnikov keine Minute später die Antwort parat. Nachdem Cal Clutterbuck die Islanders später im Drittel 4-3 in Führung gebracht hatte, verhinderte Lightning Torwart Ben Bishop mit einer tollen Fanghandparade, dass sie Bailey weiter ausbauen konnte.

Als sich die reguläre Spielzeit dem Ende zuneigte, nahm Cooper Bishop aus dem Tor, Drouin passte von links zuckersüß in den Slot zu Nikita Kucherov, der den Ausgleichstreffer markieren konnte. Und schließlich in der Overtime sprang der Puck von der Bande zurück und traf rechts vorm Tor Boyle's rechten Schlittschuh. Er spielte ganz gelassen die Scheibe von der Rück- auf die Vorhand und schob sie rein.

"Belastbar", sagte Boyle. "ich denke, das ist das wichtige Wort nach diesem Sieg. Wir haben durch einen Abpraller gewonnen, ein guter Abpraller für uns. Es hätte auch anders enden können, vor allem in einer Overtime wie dieser. Wir brauchten ein paar große Saves von [Bishop]. Diese Serie ist noch lange nicht vorüber."

Tatsächlich ist sie noch lange nicht vorüber. Aber, Mann, wenn du die Islanders bist, dann musst du noch länger und härter arbeiten, um die Lightning bezwingen zu können.

"Wir glauben an uns", sagte Boyle. "Wir sind niemals raus."

Mehr anzeigen