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Petterson und Hischier im Vergleich

Beide wurden beim NHL Draft 2017 ausgewählt, doch der Schwede punktet mehr als der Schweizer

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Mit dem Schweizer Nico Hischier wurde beim NHL Draft 2017 von den New Jersey Devils zum ersten Mal in der Geschichte ein deutschsprachiger Spieler an der Nummer 1 ausgewählt. NHL.com/de wird auch in seiner zweiten NHL-Saison 2018/19 im vierzehntägigen Rhythmus in der Rubrik "Tracking Hischier" verschiedene Bereiche der beginnenden Karriere des jungen Centers besonders unter die Lupe nehmen.

Die New Jersey Devils konnten ihre drei Spiele nach der Weihnachtspause gewinnen und haben sich dadurch in der Tabelle der Eastern Conference ein paar Plätze nach oben arbeiten können. Der Rückstand zu den Wildcard-Plätzen beträgt zehn Punkte, aber er war auch schon einmal größer.

Nico Hischier konnte insbesondere im ersten dieser Spiele gegen die Boston Bruins glänzen und steuerte zum 5:2-Erfolg bei den heimstarken Bruins in deren TD Garden ein Tor und einen Assist bei. Immerhin mussten die Devils bereits in diesem Spiel auf ihren Topscorer Taylor Hall wegen einer Verletzung am unteren Körperbereich verzichten. Am 1. Januar setzten sie ihn schließlich auf die Verletztenliste.

Video: NJD@BOS: Hischier trifft nach einem schönen Move

Im Fokus der drei Spiele stand insbesondere das Duell mit den Vancouver Canucks am Silvesterabend im Prudential Center. Die Kanadier waren mit Elias Pettersson in ihren Reihen zu Gast und damit kam es zum ersten direkten Aufeinandertreffen von Hischier als Nummer-1-Draft vom NHL Draft 2017 und Pettersson, dem insgesamt fünften Zug im selben Jahr.

Interessant wird der Vergleich dadurch, dass Pettersson in dieser Saison alle Rookies in der NHL mit einer Ausbeute von 19 Toren und 20 Vorlagen zu 39 Punkten in 36 Spielen anführt und damit derzeit eine bessere Quote als Hischier vorzuweisen hat, der auf zehn Tore und 16 Assists zu 26 Punkten in 34 Spielen kommt, aber selbst kein Rookie mehr ist.

Während Hischier direkt nach dem Draft in den Kader der Devils kam und dort in der abgelaufenen NHL-Saison 2017/18 alle 82 Spiele der Hauptrunde absolvierte und 20 Tore sowie 32 Assists zu 52 Punkten verbuchte, blieb Pettersson eine weitere Spielzeit in Schweden beim HC Växjö Lakers und markierte in 44 Spielen 24 Tore und 32 Vorlagen zu 56 Punkten. Dort spielte der 20-jährige Schwede übrigens zeitweise mit Deutschlands nächster Sturm-Hoffnung Dominik Bokk zusammen, der im NHL Draft 2018 von den St. Louis Blues an insgesamt 25. Stelle in der 1. Runde gedraftet wurde und weiterhin in Schweden spielt.

Video: VAN@NJD: Zacha zieht scharf ab

Doch zurück zum Duell Hischier-Pettersson an Silvester. Zwar konnten beide jungen Spieler der Partie nicht ihren Stempel aufdrücken und keine Punkte verbuchen, doch am Ende hatten die Devils mit 4:0 die Oberhand behalten. Ein Zeichen dafür, dass trotz der bisherigen Saisonleistungen Hischier in 2017 zurecht an eins "über den Tisch ging"?

Mitnichten! Aber die Punkte in dieser Saison bedeuten auch nicht, dass eigentlich Pettersson vor Hischer hätte von New Jersey gezogen werden sollen. Schließlich bewegen wir uns in einer Mannschaftssportart, wo viel von den Mitspieler abhängt. Ein Fazit oder eine Bilanz lässt sich frühestens nach ein paar Jahren ziehen, doch zu hundert Prozent vergleichbar bleibt die Situation nie.

 

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Die erste Abrechnung, wenn man doch vergleichen will, kann erst nach der Saison erfolgen, denn 44 Spiele in einem Jahr in Schweden sind das eine, aber eine NHL-Saison mit 82 Spielen und den vielen langen Reisen ist eine besondere Herausforderung, die erst einmal verkraftet werden muss.

Hischier hat diese Feuertaufe bereits bestanden und erste Erfahrungen damit in der vergangen Spielzeit gesammelt. Pettersson hat dieses Abenteuer in der kommenden zweiten Saisonhälfte noch vor sich. Man darf gespannt sein, ob sich diese physische Belastung negativ auf seine Ausbeute auswirken wird.

 

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Unabhängig von diesen Gedankenspielen dürften die Devils ihre Wahl mit Hischier nicht bereuen, denn der Schweizer erfüllt ihre Erwartungen voll und ganz, unabhängig davon, dass er nicht mit den Zahlen von Pettersson in dieser Saison aufwarten kann. Jede Mannschaft hat seine unterschiedlichen Vorstellungen und Wünsche, denn nicht umsonst kommt es immer wieder vor, dass sich Spieler bei einem Team wohler fühlen und besser sind, als es vielleicht woanders der Fall ist.

Es scheint demnach so, dass sowohl New Jersey mit Hischier, als auch Vancouver mit Pettersson die richtige Wahl getroffen haben. Vergleiche hin oder her. Das Thema wird aber noch häufiger durch die Medien verfolgt werden. Spätestens beim nächsten Duell am 15. März in Vancouver. Die Saison ist dann auch schon weiter fortgeschritten.

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