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Eis brechend: Mark Streit erzählt über sich

von Stefan Herget / NHL.com

Während der Saison 2015/16 führt Dich NHL.com/de in der 14-tägigen Serie 'Eis brechend' weg vom Eis und gibt Dir einen Einblick in das Leben einiger der besten Spieler der Liga. Ob Veteran oder Rookie, ob Star- oder Vorbildspieler, erfahre mehr über die Protagonisten, die jeden Abend ihre Schlittschuhe schnüren - und erfahre das nicht von uns, sondern von ihnen selbst.


Mark Streit ist ein klassischer Spätzünder, zumindest was das Eishockey und Frauen betrifft. Der gebürtige Berner wurde erst im Alter von 26 Jahren beim NHL Entry Draft 2004 von den Montreal Canadiens in der neunten Runde an insgesamt 262. Position gedraftet und kam ein Jahr später in der Saison 2005-06 in die NHL.

Der Schweizer Verteidiger etablierte sich in Übersee zu einem verlässlichen und offensivstarken Spieler. 2007-08 sammelte Streit für die Canadiens 62 Punkte in 81 Spielen, bis heute ein unerreichter Wert für andere Eidgenossen, sei es Verteidiger oder Stürmer.

Es folgte der Wechsel zu den New York Islanders, wo er schließlich sogar zum Kapitän ernannt wurde. Eine seltene Ehre für einen Spieler aus Europa.

Seit 2013 gehört Streit den Philadelphia Flyers an. Dort absolvierte er am Sonntag gegen die Tampa Bay Lightning sein 700. NHL-Spiel, natürlich auch Schweizer Rekord. Durch erreichte 402 Punkte liegt sein Schnitt deutlich über 0,5.

Spät ist der 38-jährige NHL-Spieler auch in Liebesdingen unterwegs. Erst vor zwei Jahren im Sommer 2014 hat er seine ganz große Liebe getroffen und ihr im Februar diesen Jahres einen Heiratsantrag gemacht. Das blonde Schweizer Model und jetzige Sprecherin von Swiss-Ski Fabienne Kropf ist die Auserwählte des "ewigen" Junggesellen.

Nicht nur die Tatsache, dass sich beide während der Wintersaison wenig sehen können, sondern auch, dass beide als gehandeltes Traumpaar der Schweiz im Fokus der Öffentlichkeit und im Interesse der Boulevardpresse stehen, ist keine einfache Geschichte für ihre Beziehung.

Hierzu und zu weiteren Themen äußerte sich der sympathische Streit in seiner gewohnt ruhigen und sachlichen Art bei unseren fünf Fragen:

Fangen wir mit einer für Schweizer schwierigen Frage an: Magst Du lieber Berge oder Strand?

(lacht) "Diplomatisch gesagt beides. Nach einer langen und anstrengenden Saison bevorzuge ich erst einmal den erholsamen Strand, weil es dort flach und nicht mit körperlicher Anstrengung verbunden ist. Aber danach liebe ich natürlich die Berge in meiner Heimat."

Am Morgen, bevorzugst Du da eher den schnellen Kaffee oder ein ausgiebiges Frühstück?

"Ganz klar das ausgiebige Frühstück. Ich bin kein Morgenmuffel und liebe es mit einem tollen Frühstück in den Tag zu starten. Auf den Tisch kommt meist ein deftiges American Breakfast mit Rühr- oder Spiegeleier bzw. Omlette, ab und zu dürfen es auch einmal Pancakes oder Croissants sein, wenn ich es mir erlauben darf. Dazu gibt es viel Kaffee und Orangensaft."

Was machst Du in der Freizeit so?

"Während des Winters ist es schwierig. Da dreht sich viel um Erholung und vor allem Entspannung ist angesagt. Ich gehe dann gerne zur Massage. Im Sommer spiele ich Tennis und Golf. Gerne verbringe ich dann auch viel Zeit in der Natur und gehe auch hin und wieder Fischen."

Was vermisst Du in den USA am meisten?

"Natürlich die Familie und die Freundin, aber auch die hohe Lebensqualität in der Schweiz, die einfach einzigartig ist. Ich schätze den Lifestyle in den USA eigentlich auch. Ich habe ihn schon in der Zeit, in der ich hier bin, lieben gelernt, aber die Heimat ist eindeutig schöner."

Wie belastend ist es für Dich, dass Deine Beziehung so in der Öffentlichkeit steht?

"Ja, schwer zu sagen. Es bringt natürlich die Gegebenheit mit sich, dass ich eine öffentliche Person in der Schweiz bin. Die Medien lieben einfach darüber zu diskutieren und zu schreiben. Das gehört irgendwo dazu, aber es gibt sicherlich schöneres. Letztendlich wichtig ist aber nur, dass ich überglücklich bin, so eine tolle Frau gefunden zu haben. Alles andere müssen wir so hinnehmen und das ist halt so."

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