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Einzigartige Struktur stärkt Panthers Kampf

von Arpon Basu / NHL.com

MONTREAL - Die Florida Panthers sind dabei, zum ersten Mal seit 2012 die Playoffs zu erreichen, aber das ist ihnen nicht gut genug.

Diese Panthers wollen mehr.

„Die Playoffs sind eine große Sache, aber wissen Sie, wir wollen so weit wie möglich kommen“, sagte Trainer Gerard Gallant. „Wir wollen erster in der Atlantic Division werden. Da waren wir schon die meiste Zeit über, in der zweiten Hälfte der Saison waren wir dann oft auf dem dritten Platz. Es wäre wirklich schön, die Saison auf dem ersten Platz zu beenden.“

Die Panthers machten am Dienstag mit dem 4-1 Sieg gegen die Montreal Canadiens im Bell Center einen Schritt in die richtige Richtung, gegen das Team, dass sie am 2. Januar mit ihrem 3-0 Sieg gegen die New York Rangers von Platz eins der Atlantic Division verdrängten.

Die Panthers blieben zwei Monate lang an der Spitze der Division, bis sie durch eine 3-2 Niederlage gegen die Colorado Avalanche am 3. März hinter die Tamba Bay Lightning zurückfielen. Aber der Sieg am Dienstag erlaubte es ihnen, in Kombination mit Niederlagen der Lightning gegen die Boston Bruins, wieder auf den ersten Platz zu ziehen.

Es war Floridas sechster Sieg in 13 Spielen (6-4-3), der am Abend nach einer 3-2 Niederlage, trotz einer 2-0 Führung, acht Minuten vor Spielende gegen die New York Islanders kam. Das war Beispielhaft, für die Unbeständigkeit, die laut Gallant in letzter Zeit das Problem der Panthers ist, etwas das sie vor den Playoffs korrigieren müssen.

„Es geht nicht darum etwas zu verstärken, es geht darum über 60 Minuten beständig zu spielen, weil wir sowohl großartiges, als auch schlechtes Eishockey gespielt haben“, sagte Gallant. „Beständigkeit ist für mich das wichtigste.“

  • Um diese Beständigkeit zu erreichen, wird Gallant sich auf einender ungewöhnlicheren Kader der NHL stützen.

Die Panthers haben sechs Spieler, die mindestens 35 Jahre alt sind, angeführt von Jaromir Jagr mit seinen 44 Jahren und neun Spieler, die höchsten 24 sind.

Stürmer Shawn Thornton, 38, sagte Gallant habe seine alten Veteranen vor der Saison versammelt und ihnen gesagt, sie hätten das Sagen in der Kabine. Das Ergebnis: wenn einer der jüngeren Spieler ein Problem hat, geht er zu einem der Veteranen, der sich entweder darum kümmert, oder im Namen des Spielers damit zum Trainer geht.

Das ist normalerweise aber nicht nötig.

„Unsere jungen Spieler sind ultratalentiert, haben eine großartige Persönlichkeit und einen großartigen Charakter“, sagte Thornton, der am 25. Februar einen Vertrag über ein Jahr für nächste Saison unterschrieb. „Sie hören zu, wenn man etwas sagt. Wenn jemand etwas sagt, nehmen sie es auf, verarbeiten es und reagieren darauf.“

Gallant weigerte sich zu sagen, die Unbeständigkeit der Panthers habe etwas mit ihrer Jugend zu tun, weil er so viel Vertrauen darin setzt, dass die Veteranen die jungen Spieler anführen.

„Ich gehe nicht in die Kabine und mische mich bei den Spielern ein“, sagte Gallant. „Sie führen unser Team in der Kabine und kümmern sich darum, deshalb haben wir so viel Erfolg. Wir haben gute Veteranen und sie helfen den jungen Spielern sehr. Wir haben nicht wirklich jemanden in der Mitte, wir haben die älteren Spieler und einen Haufen großartiger junger Spieler.“

Jagr scherzte beim NHL All-Star Spiel in Nashville vor sechs Wochen, dass das Erfolgsgeheimnis der Panthers sei eben nicht diese Mitte zu haben. Zumindest schien es ein Scherz zu sein.

„Das war kein Scherz, das war die Wahrheit. So ist es“, sagte Jagr lachend. „Meiner Erfahrung nach sind die jungen Spieler immer noch hungrig und die älteren müssen weiter hungrig bleiben, sonst fliegen sie aus der Liga. So ist es bei uns, also sind wir ein ehrgeiziges Team.“

Der Ehrgeiz ist jetzt auf den Sieg in der Atlantic Division gerichtet, aber nicht unbedingt für Jagr.

„Klar ist es schön die Division zu gewinnen, keine Frage, aber ich denke, das wichtigste ist gut in die Playoffs zu kommen, wenn wir es schaffen“, sagte er. „Ich habe viele Teams gesehen, die sich bereits fünf oder 10 Spiele vor Ende der Saison qualifiziert hatten; sie schonten ihre Spieler und verloren dann gegen Teams, die bis zum letzten Spiel kämpfen mussten, weil sie nicht bereit waren.“

„Manchmal ist es gut zu gewinnen, aber andererseits ist es auch gut zu kämpfen.“

Das ist genau die Perspektive, auf die sich Gallant die ganze Saison verlassen hat. Und die war noch nie so wichtig wie jetzt.

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