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Einige bekannte Namen beim NHL Draft 2016

von Bernd Roesch / NHL.com

Man kennt sie die Howe's, die Suter's, die Stastny's und die Staal's, oder aus Deutschland stammend die Draisaitl's und Kühnhackl's. Väter und Söhne die herausragende Eishockeyspieler wurden, Brüder, die sich gemeinsam in der besten Eishockeyliga der Welt durchsetzen konnten.

Am Freitag in der ersten Runde des NHL Drafts 2016 im First Niagara Center von Buffalo tauchten mehrfach Namen auf, die einem Eishockeyfan bekannt vorkamen - von Bellows bis Tkachuk. Es befinden sich zehn Spieler unter den ersten 30 Auserwählten, deren Vater bereits die Schlittschuhe für ein NHL-Team geschnürt hat oder deren Bruder noch in der NHL aktiv ist.

Allen zehn Nachwuchscracks ist gleich, dass sie nicht aufgrund ihres Verwandschaftsverhältnisses so weit vorne gezogen wurden, sondern weil sie vielen Spielern in ihrer Altersklasse weit voraus sind - selbstverständlich auch, da sie von Kindesbeinen an eine enge Verbindung zu diesem Sport hatten und von ihren Vätern bei ihrer sportlichen Entwicklung unterstützt wurden.

Wer sind diese Zehn?

Matthew Tkachuk, Stürmer, 1. Runde (Nr. 6), Calgary Flames

Tkachuk liebt das körperbetonte Spiel und ein exzellenter Vorbereiter. In der vergangenen Saison brachte er es bei den London Knights in der OHL auf 107 Scorerpunkte in 57 Spielen. Der 18-jährige US-Amerikaner kann auch schon einige Erfolge vorweisen. Mit dem U18-Team der USA gewann er 2014/15 die Goldmedaille bei der Juniorenweltmeisterschaft und ein Jahr danach durfte er sich bei der U20-WM über Bronze freuen. Den Knights verhalf er zum Gewinn der OHL-Meisterschaft und des Calder Cups.

Vater: Keith Tkachuck

1990 von den Winnipeg Jets in der ersten Runde an Nummer 19 gezogen, bestritt Keith Tkachuk 1201 Spiele für die Jets, Phoenix Coyotes, St. Louis Blues und Atlanta Thrashers. Er brachte es auf insgesamt 538 Tore und 527 Assists. Er holte mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft Gold beim World Cup of Hockey 1996 und die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2002.

Alexander Nylander, Stürmer, 1. Runde (Nr. 8), Buffalo Sabres

Nylander hat schon ein ausgezeichnetes Gespür, er kann ein Spiel lesen und ist dort zur Stelle, wo es gefährlich wird. Bei den Mississauga Steelheads in der OHL war der flinke Außenstürmer an 75 Treffern (28 Tore, 47 Assists) in 57 Partien beteiligt. Er stand in der vergangenen Saison bei Juniorenweltmeisterschaften im Kader der schwedischen U18 und U20-Auswahl. Mit der U18 gewann er die Silbermedaille. Hierbei erzielte er drei Tore und acht Assists in sieben Spielen.

Vater: Michael Nylander

Internationale Erfolge konnte auch Alexanders Vater Michael zu Genüge feiern. Mit der schwedischen Nationalmannschaft wurde er zweimal Weltmeister (1992, 2006), gewann er zweimal Silber (1993, 1997) und dreimal Bronze (1999, 2002, 2010). Der mittlerweile 43-jährige Center wurde beim Draft 1993 von den Hartford Whalers in der dritten Runde (Nr. 59) gezogen. In 920 NHL-Partien brachte es Nylander auf 209 Tore und 470 Assists. Seine Stationen waren Hartford, Calgary, Tampa Bay, Chicago, Washington, Boston und die New York Rangers. Nylander spielte auch in Russland, Finnland, Italien und in der Schweiz (ZSC Lions, Kloten Flyers)

Logan Brown, Stürmer, 1. Runde (Nr. 11), Ottawa Senators

Mit seiner Körpergröße von 1,98m und einem Gewicht von 100kg ist Brown seinen Altersgenossen weit überlegen. Bei den Windsor Spitfires in der OHL kam er auf 21 Tore und 53 Assists in 59 Spielen. Er setzte aber nicht nur vorne Akzente, sondern bewies auch schon, dass er ein sehr guter 2-Wege Spieler. Seinen größten internationalen Erfolg konnte Brown in diesem Jahr mit den US-amerikanischen U18 feiern, die bei der Juniorenweltmeisterschaft Bronze gewannen.

Vater: Jeff Brown

Brown begann seine NHL-Karriere bei den Quebec Nordiques, die sich beim NHL Draft 1984 in der zweiten Runde (Nr. 36) für den offensivstarken Verteidiger entschieden. Brown gab in der Saison 1985/86 sein NHL-Debüt. In den folgenden zwölf Jahren bestritt er 747 NHL-Partien für die Nordiques, Blues, Canucks, Whalers/Hurricanes, Maple Leafs und die Capitals. Er brachte es dabei auf insgesamt 154 Tore und 431 Vorlagen. Mit den Canucks zog er 1994 in das Stanley Cup Finale ein, wo sie den New York Rangers in sieben Spielen unterlagen.

Jakob Chychrun, Verteidiger, 1. Runde (Nr. 16), Arizona Coyotes

Jakob Chychrun ist ein sehr talentierter Verteidiger, der sich in der Defensive nur selten Fehler erlaubt und setzt den Gegner unter Druck. Auch im Spiel nach vorne ist Chychrun sehr effektiv. Bei den Sarnia Sting gelangen ihm in der OHL elf Tore und 38 Vorlagen in 62 Spielen. Sein +/-Wert war mit +23 überragend. Im U18-Team der kanadischen Nationalmannschaft erzielte er bei der Juniorenweltmeisterschaft 2015/16 als Assistenzkapitän ein Tor und drei Assists in sieben Spielen.

Vater: Jeff Chychrun

Auch Jeff Chychrun war ein Spieler für die Defensive. Er wurde 1984 in der zweiten Runde (Nr. 37) von den Philadelphia Flyers gedraftet. Jeff stand während seiner NHL-Karriere insgesamt 262 mal für die Flyers, Kings, Penguins und Oilers auf dem Eis. Seine Ausbeute waren drei Tore und 22 Assists. Als 1992 die Penguins den Stanley Cup gewannen, wurde auch sein Name darauf eingraviert, obwohl er keine einzige Playoffpartie für Pittsburgh bestritten hatte.

Kieffer Bellows, Stürmer, 1. Runde (Nr. 19), New York Islanders

Kieffer Bellows ist ein vielseitig einsetzbarer Stürmer, der sich durchsetzen und Spiele an sich ziehen kann. Er zieht gerne direkt in Richtung Tor und weiß auch wo das Ziel zu finden ist. In 23 Partien für die USNTDP Juniors in der USHL schoss er 16 Tore und bereitete weitere 16 mit vor. Im Jahr zuvor hatte mit den Sioux Falls Stampede USHL Clark Cup Champion. Bei der letzten U18-Juniorenweltmeisterschaft gewann Bellows mit der US-Auswahl die Bronzemedaille. Er steuerte diesem Triumph fünf Treffer und drei Vorlagen in sieben Spielen bei.

Vater: Brian Bellows

Der Name Bellows dürfte auch in der deutschen Hauptstadt Berlin eingefleischten Eishockeyfans bekannt sein. In der Saison 1997/98 ging Kieffer's Vater für 29 Spiele lang für die Berlin Capitals auf die Torejagd bevor er seine aktive Laufbahn bei den Washington Capitals nach der Saison 1998/99 beendete. Gedraftet wurde Bellows im Jahr 1982 an insgesamt zweiter Stelle von den Minnesota North Stars. In seiner 17-jährigen NHL-Karriere brachte er es als Außenstürmer für die North Stars, Canadiens, Lightning, Mighty Ducks und Capitals auf 485 Tore und 537 Vorlagen. 1993 wurde er mit den Montreal Canadiens Stanley Cup Champion. Er nahm an drei Weltmeisterschaften für Team Canada teil und gewann 1989 mit ihnen die Silbermedaille.

Weitere Spieler

Julien Gauthier, Stürmer, 1. Runde (Nr. 21), Carolina Hurricanes (Onkel: Denis Gauthier)

Max Jones, Stürmer, 1. Runde (Nr. 24), Anaheim Ducks (Vater: Brad Jones)

Tage Thompson, Stürmer, 1. Runde (Nr. 26), St. Louis Blues (Vater: Brent Thompson)

Brett Howden, Stürmer, 1. Runde (Nr. 27), Tampa Bay Lightning (Bruder: Quinten Howden)

Lucas Johansen, Verteidiger, 1. Runde (Nr. 28), Washington Capitals (Bruder: Ryan Johansen)

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