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"Einer dieser Abende" für Pens in Spiel 5

von Dan Rosen / NHL.com

Pittsburgh -- Für fünf Minuten lang beklagten sich die Pittsburgh Penguins, doch selbst das war noch übertrieben.

Sie wurden in Spiel 5 des Stanley Cup Finales im Consol Energy Center am Donnerstag gegen die San Jose Sharks in den ersten drei Minuten geschlagen. Sie waren das bessere Team und dominierten über nahezu die restlichen 57 Minuten. Es zählt kein bisschen.

Jones mutierte zu San Joses Superman zu exakt der Zeit, in der sie ihn dringend in die höhesteigen brauchten. Er machte 44 Saves und rettete einige Male in größter Not, während die Sharks die Party in Pittsburgh ruinierten und das Cup Finale mit einem 4-2 Sieg zurück nach Nordkalifornien holten.

Die Penguins führen in der best-of-7 Serie immer noch mit 3-2. Spiel 6 findet am Sonntag (02:00 Uhr MESZ) im SAP Center statt.

"So ist das Leben", sagte Penguins Stürmer Patric Hornqvist.

So ist Eishockey. Es kann ein spaßiges und manchmal auch ein grausames Spiel sein. So war es in dieser Nacht zu den Penguins, als ihre Stadt bereit war, die Korken für die Stanley Cup Party knallen zu lassen.

18.680 Menschen in der Arena, vielleicht doppelt so viele, wenn nicht sogar mehr, davor. Innen war die Lautstärke ohrenbetäubend und draußen, wo die Fans die Straßen um die Arena säumten und sich nebenan beim Marktplatz vor von der Stadt aufgestellten Bildschirmen zusammenzwängten, wahrscheinlich noch lauter.

Sie sahen ihre Penguins im wohl schlechtesten Start seit Spiel 5 des Eastern Conference Finales gegen die Tampa Bay Lightning, wo sie vier Tore kassierten, mit 2-0 ins Hintertreffen geraten. Es war das erste Mal im Cup Finale, dass sie einem Rückstand hinterherlaufen mussten.

Das Problem: Die Nerven und eine durchwachsene Leistung von Rookie Keeper Matt Murray zu einer Zeit, in der ihn seine Teamkameraden wirklich brauchten.

"Ich denke, unser gesamtes Team war in der ersten Phase des Spiels etwas unsicher", analysierte Penguins Coach Mike Sullivan, "aber wir haben uns schnell gefangen."

Die Fans sahen dann, wie ihre Penguins die 2-0 Führung der Sharks noch im Eröffnungsdrittel innerhalb von 22 Sekunden zunichtemachten. Evgeni Malkin traf nach 4:44 Minuten im Powerplay, Hagelin glich nach 5:06 Minuten aus, jeweils das sechste Playofftor.

Danach dominierten sie überall nur nicht auf dem Ergebnisbrett.

Ja, Sharks Stürmer Melker Karlsson scorte in der 15. Spielminute des ersten Drittels nach schönem One-Touch Pass von Logan Couture, doch das Tor wurde nur durch Jones Brillanz fast zum Gamewinner.

Hätte er heute nicht das Spiel seines Lebens gemacht, wäre der Stanley Cup ausgehändigt worden.

"Jones war heiß", sagte Hornqvist. "Wir müssen im nächsten Spiel exakt das Gleiche tun, abgesehen von den ersten fünf Minuten. Sie haben das Spiel in den ersten fünf Minuten gewonnen. Abgesehen davon, waren wir das bessere Team."

Die Penguins schossen deutlich öfter aufs Tor als die Sharks (46-22). Sie hatten insgesamt 76 Schussversuche, 40 mehr als San Jose. Wenn man darüber nachdenkt, ist es erstaunlich, dass die Penguins das Spiel verloren haben. Wenn du beim Verlassen Hände schütteln kannst, bist du nicht alleine.

"Wir hatten so viele Chancen, aber er war unglaublich", sagte Hornqvist über Jones. "Er machte einige Saves, ich denke, er hat selbst nicht geglaubt, dass er die Dinger hält. Die haben bestimmt wehgetan. ... Wir müssen im nächsten Spiel exakt so spielen. Wenn wir so spielen, gewinnen wir das Spiel."

Und daran müssen sich die Penguins erinnern. Das müssen sie mitnehmen. Das Positive sind die Chancen, die sie hatten, einige erstklassige Einschussmöglichkeiten.

Die "HBK Reihe" hatte drei Minuten nach Hagelins Ausgleichstreffer einen dominanten Wechsel in der Offensivzone. Phil Kessel hatte bei einem Abpraller freie Sicht und das leere Tor vor ihm. Sie kreierten eine Überzahlgelegenheit.

Chris Kunitzs Schuss klirrte am linken Pfosten. Kessels Schuss schepperte an beide Pfosten.

Sekunden später bediente Matt Cullen Tom Kuhnhackl mustergültig im Slot, doch Jones parierte die Elitechance.

Jones stoppte Eric Fehrs Schuss nach einem Konterlauf, 51 Sekunde bevor Karlsson traf.

Die Penguins hatten im zweiten Spielabschnitt 17 Schüsse aufs Tor. Jones hielt alle, darunter einen spinnenartigen Save gegen Nick Bonino in Minute 36. Es war sein 26. Save des Abends.

"Einer dieser Abende", sagte Penguins Rechtsaußen Bryan Rust.

Die Penguins wollten das Spiel im dritten Drittel endlich drehen, sie gaben noch weitere 14 Schüsse ab, erhöhten auf insgesamt 46 im Spiel, die meisten seit dem 4-2 Sieg in Spiel 3 gegen die Lightning am 18. Mai.

Jones verdutzte Hornqvist bei zwei Schüssen gegen den rechten Pfosten und raubte Conor Sheary die Gelegenheit am linken Pfosten, genug für ein Leben, nach 5:45 Minuten im Schlussabschnitt.

Auch bekam er noch ein Stück an Sidney Crosbys Schuss 7:30 Minuten vor dem Ende ran. Er benutzte seine Maske, um Rusts Rückhandschuss 3:37 Minuten vor dem Abpfiff abzuwehren.

"Wir haben alles von oben gemacht", sagte Sullivan. "Wir hatten Verkehr vor dem Tor. Wir brachten die Pucks aufs Netz. Die Leute waren bereit. Wir hatten Nachschussmöglichkeiten. Wir haben nur das dritte Tor nicht gefunden."

Jones ließ sie es nicht. Er war überragend, er musste es. Die Sharks mussten siegen, um im Cup Finale zu bleiben. Die Penguins hatten einen Freischuss. Sie haben noch einen weiteren. Und sie haben auch noch das Selbstvertrauen.

Crosby wurde gefragt, ob die Penguins eher gewinnen oder verlieren würden, wenn sie exakt so spielen würden, wie in Spiel 5.

"Wir glauben daran", sagte er

Also sieht der Gameplan für das Spiel in San Jose bis auf eine, keine Änderung vor.

"Einen bisschen besseren Start haben", sagte Rust.

Fair.

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