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Durststrecken sind nicht für die Ewigkeit

Die New York Rangers, Montreal Canadiens und Philadelphia Flyers haben schwierige Phasen überwunden

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Während Teams wie die Tampa Bay Lightning, die St. Louis Blues und die Los Angeles Kings diese Saison konstant an der Spitze der NHL stehen, geht es für andere Vereine auf und ab. Einige starteten mäßig bis katastrophal in die Spielzeit, erholten sich jedoch von ihren Problemen und arbeiteten sich in der Tabelle wieder nach oben. Drei dieser Mannschaften stehen nun in der Eastern Conference sogar vor dem Sprung in die Playoff-Ränge, nachdem sie zuvor bittere Niederlagenserien hinnehmen mussten.

Die Philadelphia Flyers verloren im November und Anfang Dezember zehn Spiele in Folge, zuletzt zeigten sie jedoch überzeugende Leistungen und gewannen die zurückliegenden drei Spiele. Die Montreal Canadiens verloren acht ihrer ersten zehn Spiele, legten in den letzten Wochen aber eine Serie von fünf Siegen hintereinander hin, an deren Ende sie die Detroit Red Wings mit 10:1 vom Eis fegten. Die New York Rangers gewannen im ersten Monat der aktuellen Spielzeit nur vier von 13 Spielen, erholten sich aber bereits Ende Oktober wieder und sind nun eines der stabilsten Teams der Liga. Doch woher kommt diese wundersame Erholung? Wie haben es diese Teams geschafft, ihre teils gewaltigen Schwierigkeiten zu überwinden?

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Für solch eine Wandlung kann man selten nur einen Faktor verantwortlich machen. Manchmal ist es sogar schwierig, überhaupt einen Grund für so eine Verbesserung zu identifizieren. Bei den Montreal Canadiens gibt es allerdings einen Schlüsselspieler, der einen gewaltigen Beitrag zum wiedergefundenen Erfolg des Teams beigetragen hat. Torwart Carey Price, der unbestritten zu den besten Torhütern der Welt gehört, hatte einen ungewöhnlich schlechten Start in die Saison und musste den Puck immer wieder aus dem eigenen Netz holen. Nach einer Verletzungspause im November kehrte er in den Kasten zurück und schien sofort wieder ganz der alte Price zu sein. Er führte die Canadiens zu fünf Siegen in Folge und kassierte dabei nur sechs Gegentore.

Die New York Rangers hingegen kamen über ihre starke Offensive wieder in die Spur. Zu Beginn der Saison, bevor sie ihre Siegesserie starteten, erzielten sie im Durchschnitt 2,8 Tore pro Spiel. Seit sie wieder auf dem aufsteigenden Ast sind, kommen sie auf 3,8 Treffer pro Partie. Doch auch bei dem Team vom Big Apple steigerte die zentrale Figur zwischen den Pfosten ihre Leistungen. Henrik Lundqvist ist das Gesicht der Mannschaft. Doch in der ersten Phase der Saison wurde Kritik an dem schwedischen Superstar laut. Manche stellten gar die Frage, ob er mit seinen 35 Jahren vielleicht zu alt für die NHL sei. Aber auch er ließ seine Kritiker verstummen und senkte den Gegentorschnitt der Rangers von 3,4 auf 2,53.

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Für die Philadelphia Flyers sah es zuletzt besonders düster aus. Sie verloren zehn Spiele nacheinander und befanden sich im freien Fall Richtung Tabellenende, bevor ein Trip von drei Auswärtsspielen in Westkanada anstand. Trainer Dave Hakstol stellte das System für die Auswärtsserie um und eichte das Team auf Sieg.

"Etwas musste sich ändern", erkannte auch Shayne Gostisbehere, der während der drei Begegnungen ein Tor und zwei Assists beisteuerte. "Es ist gut zu sehen, dass unser Team die nötigen Änderungen umsetzen kann. Wir spielen nicht mehr so aggressiv. Wir halten uns mehr zurück und reagieren auf das Spiel unserer Gegner, anstatt selbst Fehler zu machen. Wir wollen die Dinge nicht mehr erzwingen, nicht mehr blind anstürmen. Und es funktioniert."

Die Systemänderung scheint auch einigen Stürmern in die Hände zu spielen. Der Österreicher Michael Raffl traf bei allen drei Siegen und bereitete ein Tor vor. Topscorer Jakub Voracek legte sieben der 13 Tore der Flyers auf.

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Diese drei Teams haben bewiesen, dass jede Serie einmal endet und man sich mit harter Arbeit und der richtigen Einstellung aus jeder Negativserie herauskämpfen kann. Zweifellos hoffen nun auch weitere Mannschaften, diesen Erfolg kopieren zu können. Die Arizona Coyotes und die Buffalo Sabres stehen am Ende ihrer jeweiligen Conference und auch die Edmonton Oilers liefern bisher eine enttäuschende Saison ab. Jetzt sind sie an der Reihe, die nötigen Änderungen durchzuführen, die ihnen die Flyers, Rangers und Canadiens vorgemacht haben.

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