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Pittsburgh Penguins weiterhin an der Spitze

Die Penguins können sich knapp an der Spitze des Powerrankings halten. Canadiens und Capitals sind jedoch in Lauerstellung

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Auf dem ersten Platz gab es in der aktuellen Ausgabe keine Bewegung. Trotz einer knappen Niederlage in der Overtime gegen die Los Angeles Kings am Donnerstag, konnten die Pittsburgh Penguins ihre Spitzenstellung behaupten. Ihnen dicht auf den Fersen liegen die Montreal Canadiens. Auch die New York Rangers schließen dank hervorragender Leistungen peu á peu auf. Einen großen Satz machten die Washington Capitals. Sie behielten in der vergangenen Woche eine blütenweiße Weste und stehen auf dem vierten Rang in Lauerstellung auf das Treppchen. Die hinteren Plätze des Powerrankings wurden hingegen wild durcheinandergeworfen. Am schlimmsten traf es in der vergangenen Woche die Detroit Red Wings. Drei Niederlagen in Folge waren zu viel, sie mussten ihren Platz in den Top-Ten abgeben. In der heimischen Joe Louis Arena mussten sie sich am Samstag gegen die Boston Bruins (1-0) und am Sonntag gegen die Florida Panthers (5-2) geschlagen geben. Am Mittwoch folgte dann ein weiterer Punktverlust in Philadelphia (4-3 OT).

1. Pittsburgh Penguins (7-2-2, Vorwoche: 1)

Mit einem achtbaren 5-4 Erfolg über die Philadelphia Flyers, die zur Zeit ebenfalls gut in Tritt sind, starteten die Penguins am Samstag in die vergangene Woche. Es folgte eine Kalifornienreise, die für die Pinguine am Mittwoch erfreulich mit einem 5-1 Sieg über die Anaheim Ducks startete. Ein kleiner Dämpfer folgte so dann am darauffolgenden Tag gegen die Los Angeles Kings. Nach 2:37 Minuten in der Overtime traf Nic Dowd mitten ins Herz der Penguins zum 3-2 für die Kings. Dennoch blieben die Penguins in der aktuellen Spielzeit nur zwei Mal ohne eigenen Punkt. Auch wenn Sie mit einer Tordifferenz von +1 aktuell den schlechtesten Wert in der Spitzengruppe haben, ist es ihnen zuzutrauen, dass sie noch mehr Zähler aus ihrer Westküstenreise mitnehmen werden. Am Samstag gastieren Sie bei den San Jose Sharks, die zuletzt zuhause gegen die Calgary Flames schwächelten. Man kann gespannt sein, ob der erst 22-jährige Matt Murray erneut für Marc-Andre Fleury zwischen den Pfosten stehen darf. Bei seinem Saison-Debüt gegen die Anaheim Ducks machte er 22 Saves und holte seinen zehnten Karrieresieg im 14. Spiel.

Aus der Western Conference folgen den Penguins dann die Edmonton Oilers und die Minnesota Wild in die PPG Paints Arena. Am Dienstag gastieren die Oilers, am Donnerstag die Wild.

Video: PIT@LAK: Crosby verwertet Nachschuss zur Führung

2. Montreal Canadiens (9-0-1, Vorwoche: 2)

Nur haarscharf hinter den Penguins rangieren die Canadiens wie schon in der Vorwoche auf dem zweiten Powerranking-Platz. Sie bauten ihre Erfolgsserie in der vergangenen Woche weiter aus und sind seit dem 15. Oktober Verlustpunktfrei. Am Samstag setzten sie sich im prestigeträchtigen Derby gegen die Toronto Maple Leafs knapp mit 2-1 durch. Shea Weber avancierte mit seinem Siegtreffer zum Machwinner. Zusammen mit Center Alex Galchenyuk führt der 31-jährige Verteidiger Weber mit zehn Punkten weiterhin die interne Scorerwertung an. Am Mittwoch folgte sodann ein 3-0 Heimsieg gegen die Vancouver Canucks. Carey Price zeichnete sich mit einem fabelhaften Shutout (42 Saves) aus. Als Patentrezept haben die Canadiens einen schnellen ersten Abschnitt ausgemacht. Sie überrennen ihre Gegner förmlich (31-11 Tore im Eröffnungsdrittel).

Am Samstag reisen die Canadiens nach Columbus zu den Blue Jackets (6. In der Metropolitan). Danach folgt eine herausfordernde Heimspielserie gegen die Flyers, die Boston Bruins, die Kings und die Red Wings.

3. New York Rangers (8-2-0, Vorwoche: 5)

Prächtig ist die Laune weiterhin in Manhattan. Nach einem wackeligen Auftritt bei den Carolina Hurricanes am Freitag, die Rangers mussten sich mit 3-2 geschlagen geben, fanden sie am Montag gegen die Tampa Bay Lightning mit einem 6-1 Kantersieg prompt wieder in die Erfolgsspur zurück. Nachdem noch am Samstag Jeff Skinner einen Beinnahehattrick gegen die Rangers erzielte, machte Michael Grabner am Montag den Dreierpack für die Blauweißroten perfekt. Der Schweizer Außenstürmer traf in der 27., 50., und 55. Spielminute gegen die Lightning und schnürte damit seinen ersten Hattrick seit über fünfeinhalb Jahren. Weitere hohe Siege folgten im Madison Square Garden am Dienstag gegen die St. Louis Blues (5-0) und am Donnerstag gegen die Edmonton Oilers (5-3). Mit nun insgesamt 45 Toren sind die Rangers das treffsicherste Team der Liga. Grabner, Rick Nash und Chris Kraider (alle 6) sind zurzeit die erfolgreichsten Schützen des Teams.

Nach einem Gastspiel bei den Bruins aus der Atlantic Division, werden die Rangers fünf Spiele in Folge gegen kanadische Mannschaften absolvieren. Los geht's am Sonntag zuhause gegen die Winnipeg Jets und am Mittwoch gegen die Canucks.

4. Washington Capitals (7-2-1, Vorwoche: 8)

Nachdem zur letzten Ausgabe des Powerrankings noch Auswärtsniederlagen gegen die Oilers und die Rangers auf die Gemütslage der Washington Capitals drückten, starteten sie in der vergangenen Woche eine Siegesserie. Drei Mal in Folge setzten sich die Capitals auswärts durch. Am Samstag sicherten sie sich gegen die Canucks mit einem souveränen 5-2 Sieg zwei Punkte an der Pazifikküste. Am Sonntag folgte gegen die Calgary Flames ein weiterer Sieg (3-1). Zum Abschluss der Kanadatour folgte ein Stopp in Winnipeg (3-2). Dort nahmen sie neben dem Sieg gleich auch die Jets mit. Diese gastierten am Donnerstag im Verizon Center zu Washington und mussten sich in der Overtime mit 4-3 geschlagen geben. Kapitän Alex Ovechkin ließ es sich nicht nehmen, nach 3:21 Minuten im Extradrittel selbst einzunetzen (6. Saisontor). Doch nichtsdestotrotz war Mann der letzten Woche bei den Capitals zweifellos Marcus Johansson. Der 26-jährige Schwede traf sowohl am 29. Oktober gegen die Canucks als auch am 30. Oktober gegen die Flames doppelt und führt nun die interne Scorerwertung mit 11 Punkten an.

In der kommenden Woche müssen die Capitals nicht auswärts ran. In zwei Heimspielen gegen die Panthers und die Sharks haben sie die Gelegenheit, ihre Siegesserie weiter auszubauen.

Video: Ovechkin gewinnt das Spiel in Overtime

5. Chicago Blackhawks (7-3-1, Vorwoche: -)

Bei den Chicago Blackhawks geht es wieder aufwärts. Nachdem der Motor in den ersten Saisonwochen noch etwas stotterte, läuft die Angriffsmaschinerie bei den Indianern wieder wie geschmiert. Dem 3-2 Overtimesieg bei den New Jersey Devils folgten Heimsiege gegen die Kings (3-0), die Flames (5-1) und die Colorado Avalanche (4-0). Neben einem ausgezeichneten Corey Crawford, der in der abgelaufenen Woche sage und schreibe 136 Saves machte und zwei Shutouts einfuhr, spielten sich vor allem die beiden Slovaken Marian Hossa und Richard Panik ins Rampenlicht. Der nimmermüde 37-jährige Hossa, dem der 500. Karrieretreffer gelang, war in drei der letzten vier Spiele erfolgreich. Gegen die Avalanche traf er sogar doppelt. Einen großen Beitrag zu der jüngsten Erfolgsserie hatte sicherlich auch das überzeugende Unterzahlspiel. Nachdem sie zum Saisonauftakt in sieben Spielen 12-zu-26 waren, verbesserten sie sich in den letzten drei Spielen auf 9-zu-10.

Das Team aus der Windy City hat nun die oberen Plätze im Visier, in den beiden Aufeinandertreffen mit den Dallas Stars am Samstag und am Sonntag werden sie diese angreifen können. Am Mittwoch wird es dann nach St. Louis gehen, ehe sie am Freitag die Capitals im United Center empfangen werden.

6. Ottawa Senators (7-3-0, Vorwoche: 10)

Nachdem die Ottawa Senators im Powerranking der Vorwoche dank glänzender Leistungen erstmalig den Sprung in die Top-Ten schafften, überzeugten sie auch in der vergangenen Woche. Gleich viermal wurden die kanadischen Hauptstädter auf das Eis gebeten, drei Mal waren sie erfolgreich. Einer Niederlage gegen die Flames (5-2) folgte am 30. Oktober ein 2-0 Sieg bei den Edmonton Oilers. Senators Goalie Craig Anderson glänzte nach seiner familiär bedingten Auszeit mit 37 Saves und einem Shutout gegen die Oilers (sein fünfter in 17 Spielen gegen Edmonton). Eine enge Kiste konnten die Fans im Canadian Tire Centre am Dienstag gegen die Hurricanes bestaunen. Kyle Turris beendete eine ausgeglichene Partie in der dritten Minute der Overtime (2-1). Am Donnerstag durfte sich Mike Condon im Kasten gegen die Canucks auszeichnen. In seinem Debüt für die Senators gelang ihm just ein Shutout mit 27 Saves (1-0). Ungleich des überragenden Torwartspiels der Senators, ist die Offensive weiterhin verbesserungsfähig. In den vergangenen fünf Spielen gelangen dem Senatorsangriff lediglich zehn Tore.

Damit es im nächsten Powerranking weiter nach oben gehen kann, muss Coach Guy Boucher hier an den Stellschrauben drehen. Vielleicht können die Offensivspieler schon in der nächsten Woche das nötige Selbstvertrauen tanken. Mit den Buffalo Sabres und den Nashville Predators stehen jedenfalls zwei Kellerkinder der Tabelle auf dem Programm.

7. San Jose Sharks (6-5-0, Vorwoche: 4)

Ein paar Plätze runter ging es für die San Jose Sharks. Zwar holten sie am Samstag gegen die Nashville Predators noch ihren sechsten Saisonsieg (4-1), doch danach war ihnen das Glück nicht mehr hold. Am Dienstag mussten die Sharks eine bittere Pille schlucken, als sie in der Gila River Arena eine 3-2 Quittung von den Arizona Coyotes bekamen. Tobias Rieder sicherte sich hier mit der Vorlage zum ersten Tor seinen dritten Saisonassist. Keine Punkte gab es dann auch am Donnerstag gegen die Calgary Flames. Die Tore von Brent Burns und Melker Karlsson kamen zu spät um den 3-2 Sieg der Flames zu verhindern. Wie noch in der Vorwoche sind bei den Sharks weiterhin Joe Pavelski (12 Punkte) und Burns die erfolgreichsten Scorer.

In den kommenden Spielen wird es schwer für die Sharks, die Wende einzuleiten. Am Sonntag gastieren die Pittsburgh Penguins in San Jose, am Dienstag und Donnerstag folgen dann undankbare Gastspiele bei den Capitals und den Panthers.

8. Tampa Bay Lightning (6-4-1, Vorwoche: 3)

Abgerutscht sind in der aktuellen Ausgabe des Powerrankings auch die Tampa Bay Lightning. Lagen sie in der Vorwoche noch auf dem dritten Rang, ging es aufgrund dreier Niederlagen in der vergangenen Woche fünf Plätze runter. Eine magere Ausbeute aus der Reise in den Großraum stand letztendlich zu Buche. Am Samstag gab es eine 3-1 Niederlage, ehe es am darauffolgenden Sonntag eine 6-1 Klatsche in Manhattan bei den Rangers setzte. Zwar fanden sie am Dienstag mit einem 6-1 Sieg gegen die New York Islanders die richtige Antwort, doch war dieser Erfolg nicht von Dauer: Am Donnerstag gingen den Lightning gegen die Bruins in der Overtime die Kräfte aus (4-3 OT). Lichtblicke bei den Lightning sind weiterhin Center Steven Stamkos und Rechtsaußen Nikita Kucherov, die mit 13 Punkten auf dem zweiten Platz der NHL-Scorerwertung stehen.

Nicht nur ihre persönliche Statistik weiter ausbauen, sondern auch ihre Lightning wieder auf den rechten Pfad bringen, können sie am Samstag zuhause gegen die Devils. Am Montag folgt dann ein Gastspiel bei den Lokalrivalen aus Fort Lauderdale, den Panthers.

Video: TBL@NYI: Kucherov trifft bereits zum zweiten Mal

9. St. Louis Blues (5-4-2, Vorwoche: 6)

Eine durchwachsene Woche lag hinter den St. Lois Blues. Deshalb mussten auch sie drei Plätze im Powerranking lassen. Zwar gelang ihnen am Samstag ein hauchdünner 1-0 Erfolg gegen die Kings, doch es folgten zwei viel zu hohe Niederlagen. Am Dienstag blieben sie gegen die Rangers ganz ohne eigenen Treffer (5-0), in Dallas trafen sie am Donnerstag lediglich zwei Mal (6-2). oalie Jake Allen, der gegen die Kings noch hervorragend aufgelegt war und 27 Schüsse hielt, stoppte gegen die Stars nur 21. Zu wenig Unterstützung erhielt er auch von seinen Vorderleuten um Verteidiger Jay Bouwmeester, der gegen die Rangers sein 1.000. NHL Spiel machte.
 
In der kommenden Woche dürfen die Blues zuhause gegen die Blue Jackets, die Avalanche und die Blackhawks ran, ehe es am Donnerstag nach Nashville geht.

10. Edmonton Oilers (7-3-1, Vorwoche: 9)

Bis zum vergangenen Sonntag war die Stimmung im Lager der Edmonton Oilers noch ausgelassen, dann setzte es eine 2-0 Niederlage gegen die Senators, die eine kleine Niederlagenserie einleiten sollte. Die Senators beendeten den besten Saisonauftakt der Oilers seit 1985-86, als sie 8-1-0 starteten. In der ersten Novemberwoche sollten weitere Niederlagen im Air Canada Center bei den Maple Leafs am Dienstag (3-2) und im Madison Square Garden bei den Rangers am Donnerstag (5-3) folgen. Die interne Scorerwertung führt weiterhin Jungstar Connor McDavid an (13 Punkte). Die ihm folgenden Spieler Milan Lucic und Jordan Eberle haben jeweils sieben Punkte. Leon Draisaitl liegt aktuell bei sechs Punkten (2 Tore, 4 Assists).

Am Samstag haben die Oilers gegen die Islanders die Gelegenheit, ihre Niederlagenserie zu stoppen und wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden. Weitere Auswärtsspiele folgen zu Beginn der kommenden Woche gegen die Red Wings und die Penguins.

Die Verfolger: Minnesota Wild, Philadelphia Flyers, Detroit Red Wings, Boston Bruins, Calgary Flames

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Detroit Red Wings (Vorwoche: 7)

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