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Doppelpack von Michael Raffl reicht nicht aus

Österreich verliert bei der WM mit 3:4 nach Penaltyschießen gegen Italien und steigt ab

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Österreich hat bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei den Klassenerhalt verpasst. Im letzten Gruppenspiel unterlag die Mannschaft in einem dramatischen Match mit 3:4 nach Penaltyschießen gegen Italien. Die Italiener retteten sich durch den Sieg im direkten Vergleich in Gruppe B vor dem Abstieg. Beide Teams hatten ihre sechs vorangegangenen Begegnungen allesamt verloren.

Bei den Österreichern fehlte Verteidiger Raphael Wolf, der nach einem Daumenbruch passen musste. Im Tor stand David Kickert, dessen Einsatz lange Zeit fraglich war. Von Beginn an entwickelte sich in der Ondrej Nepela Arena von Bratislava eine flotte Partie. Österreich hatte zunächst mehr Spielanteile, konnte sich aber vor dem Gehäuse von Italiens Schlussmann Andreas Bernard nicht entscheidend in Szene setzen.

Die erste wirklich hochkarätige Chance besaßen die Italiener. Angelo Miceli dribbelte sich durch die Defensive der Österreicher, doch Kickert war beim Schuss des Stürmers auf dem Posten und verhinderte den Rückstand (8.). Wenig musste sich Österreichs Torhüter allerdings geschlagen geben. Anthony Bardaro eroberte die Scheibe, ließ Verteidiger Dominique Heinrich aussteigen und vollendete zur 1:0-Führung für Italien (10.).

Die Österreicher zeigten sich keineswegs geschockt und kamen bereits zwei Minuten später zum Ausgleich. Nach einem Distanzschuss von Clemens Unterweger ließ Bernard die Scheibe auf die rechte Seite abprallen. Dort stand Manuel Ganahl goldrichtig. Er beförderte den Puck aus spitzem Winkel zum 1:1 ins Netz (10.).

In der 17. Minute legte Michael Raffl nach. Gekonnt umkurvte er Bernard und bugsierte die Scheibe im Fallen zum 2:1 über die Linie (17.). 60 Sekunden später hatte Ganahl die große Gelegenheit, den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. Er scheiterte jedoch mit einem Alleingang an Italiens Keeper.

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In der Anfangsphase des zweiten Drittels schwächten sich beide Teams durch Strafzeiten selbst. Allerdings überstanden sowohl die Österreicher als auch die Italiener die Unterzahl ohne Gegentor. Raffl verpasste im weiteren Verlauf eine gute Möglichkeit bei einer 2-gegen-1-Situation (28.). Mitte des zweiten Abschnitts bekamen die Italiener zusehends Oberwasser. Sean McMonagle traf mit einem Schlenzer das Aluminium (32.). Besser machte es wenig später Kostner, der auf Pass von Miceli das 2:2 erzielte (35.). Österreich verlor nun völlig den Faden und kassierte prompt das 2:3. Marco Rosa tauchte völlig frei vor Kickert auf und jagte den Puck in den Winkel (40.).

Das letzte Drittel begann mit einem Paukenschlag. Michael Raffl machte mit dem 3:3 seinen Doppelpack perfekt (42.). In der Folge hielten die Österreicher den Druck aufrecht und hatten mehrfach den Siegtreffer auf dem Schläger. Doch die Italiener retteten das Unentschieden über die Zeit. Nachdem die Verlängerung torlos blieb, ging es ins Penaltyschießen. Dort hatte Italien das glücklichere Ende für sich. McMonagle verwertete den entscheidenden Versuch und besiegelte Österreichs Abstieg.

Die weiteren Spiele vom Montag:

In der Gruppe A sicherte sich Großbritannien am Nachmittag durch einen 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen Frankreich überraschend den Klassenerhalt. Die Franzosen lagen nach 28 Minuten durch Tore von Anthony Rech (2) und Florian Chakiachvili mit 3:0 vorne und wähnten sich bereits als sicherer Sieger. Doch die Briten steckten nicht auf und kamen durch Treffer von Robert Dowd, Mike Hammond und Robert Farmer zum Ausgleich. In der dritten Minute der Overtime gelang Benjamin Davies der vielumjubelte Siegtreffer für den Außenseiter. Durch den verlorenen direkten Vergleich muss Frankreich nun den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten und spielt nächstes Jahr erstmals seit 2007 wieder in der Division I A.

Im Abendspiel der Gruppe A behielt Kanada gegen Dänemark klar mit 5:0 die Oberhand. Die Grundlage für den deutlichen Sieg schufen die Kanadier mit einem Blitzstart im Anfangsdrittel. Nach acht Minuten lagen sie durch Tore von Pierre-Luc Dubios, Jared McCann und Jonathan Marchessault mit 3:0 in Front. Sam Reinhart traf in den folgenden Dritteln jeweils einmal und stellte so den Endstand her.

Wesentlich mehr Mühe als erwartet hatte Schweden im Nachmittagsduell der Gruppe B gegen Lettland. Die Skandinavier setzten sich erst in der Schlussminute durch einen Treffer von Dennis Rasmussen mit 5:4 durch. Die Letten büßten durch die Niederlage die letzte Chance aufs Viertelfinale ein. Die weiteren Tore für Schweden schossen Elias Pettersson, Adrian Kempe, Anton Lander und Patric Hornqvist. Bei Lettland trugen sich Roberts Bukarts (2) und Janis Jaks in die Torschützenliste ein.

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