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Donskoi Held der Verlängerung für San Jose

von Stefan Herget / NHL.com

ie San Jose Sharks haben mit einem 3-2 Erfolg in der Verlängerung in Spiel 3 des Stanley Cup Finales gegen die Pittsburgh Penguins die Serie auf 2-1 verkürzt und können diese am Montag in Spiel 4 wieder zu Hause ausgleichen. Held der Verlängerung war Joonas Donskoi nach 12:18 Minuten mit dem Siegtreffer.

Zum ersten Mal in ihrer 25-jährigen Franchisegeschichte trug San Jose ein Heimspiel in einem Stanley Cup Finale aus und dementsprechend gut und ohrenbetäubend war die Stimmung im SAP Center, unterstützt durch eine spektakuläre Lichtshow.

Der erwartete Anfangselan der Sharks blieb trotzdem aus, ein Bemühen war zu sehen mehr jedoch nicht. Dabei spielte den Penguins in die Karten, dass sie nach knapp drei Minuten durch einen hohen Stock von Joel Ward in Überzahl kamen.

Das Powerplay blieb wirkungslos, außer dass den Hausherren gänzlich der Schwung genommen wurde. Pittsburgh kam immer besser ins Spiel und ging bei 5:29 Minuten durch einen Schuss von Ben Lovejov, der von Sharks Verteidiger Roman Polaks Bein unglücklich ins eigene Netz abgefälscht wurde, mit 1-0 in Führung.

„Mir hat heute vieles gefallen, was wir gemacht haben“, sagte Pittsburgh Trainer Mike Sullivan. „Sie sind ein gutes Team und es war ein enges Match.“

Der Rückstand war ein kleiner Schock für die Fans im weiten Rund. Ihre Mannschaft benötigte etwas Zeit, um den Rückschlag wegzustecken. Ab der 9. Minute wurden sie jedoch zunehmend besser und wurden nach 9:34 mit dem Ausgleich belohnt. Der insgesamt erst zweite Torschuss der Sharks fand sein Ziel. Justin Braun zog ab und Penguins Torhüter Matt Murray war durch Kris Letang die Sicht versperrt, so dass der Puck ungehindert ins linke Eck einschlagen konnte.

San Jose war nun besser im Spiel und konnte sich etliche Male in der gegnerischen Zone festsetzen, aber Pittsburgh hatte die klareren Spielzüge. So scheiterte Phil Kessel in der 11. Minute alleine durch an Martin Jones. Mit weiteren Chancen auf beiden Seiten, aber ohne zusätzliche Tore endete das erste Drittel mit einem Torschussverhältnis von 14 zu 6 zu Gunsten von Pittsburgh.

Es dauerte etwas bis sich die Aktiven die Erholung der Pause aus den Beinen spielten. Tom Kuhnhackl hatte bei 23:28 den ersten Torschuss des Drittels. Die Sharks hatten in der Folge durch Brent Burns und Ward zwei dicke Chancen in Führung zu gehen, aber Murray blieb Sieger.

Jubel nach acht Minuten in der Arena, doch Logan Couture hatte nur den Pfosten des langen Ecks getroffen. In der 31. Minute kamen die Sharks zum ersten Mal in Überzahl. Carl Hagelin war wegen Beinstellen der Übeltäter.

Die Gäste überstanden diese Phase, sie taten sich aber danach weiter schwer offensive Akzente zu setzen. San Jose war nun näher an der Führung. Diese fiel jedoch auf der anderen Seite. Erneut zog Lovejoy ab und Patric Hornqvist fälschte 52,9 Sekunden vor der Sirene zum 2-1 ab. Sharks Joonas Donskoi hätte noch vor der Pause wieder ausgleichen können, doch er schoss freistehend über die Latte.

„Wir waren zu diesem Zeitpunkt kein einziges Mal in dieser Serie in Führung“, sagte San Jose Trainer Peter DeBoer bei der Pressekonferenz. „Das ist definitiv etwas, worüber wir reden müssen.“

Fast fünf Minuten waren im vermeintlichen Schlussabschnitt gespielt, da musste Nick Bonino wegen hohen Stocks für vier Minuten auf die Strafbank. Was für eine Chance für San Jose? Die Formation fand schnell zu ihrem Spiel und belagerte das Gehäuse vom Murray. Die Scheibe wollte aber nicht rein. Kurz vor Ablauf ging Ward nach vorne und zog beherzt ab. Murray ließ den Schuss trotz freier Sicht zum 2-2 durchrutschen.

„Es war so wichtig“, betonte auch DeBoer wohlwissend, dass es sonst hätte knapp werden können. „Das war unsere Chance und wir haben sie zum Glück genutzt.“

Die Begegnung war nun auf des Messers Schneide. Zehn Sekunden vor dem Ende musste Jones eine Großtat verrichten, um die Partie in die Verlängerung zu bringen.

Dort wurde es zunehmend ein Kampfspiel. Joe Thornton hatte die Entscheidung zwei Mal am Schläger, aber Pittsburgh war insgesamt überlegen und schnürte die Sharks mehrmals in deren Drittel ein. Schließlich fasst sich Donskoi bei einem Entlastungsangriff ein Herz und versenkte den Puck zur Entscheidung.

„Ich versuche schon die ganze Zeit in dieser Serie zu treffen“, sagte Donskoi anschließend. „Ich finde es war ein guter Zeitpunkt es zu tun.“

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