Skip to main content

David Backes ein Führungsspieler der Blues

von Shawn Roarke / NHL.com

ST. LOUIS -- Der Bart ist etwas länger geworden und die Augen schauen etwas leerer aus, als man es von St. Louis Kapitän David Backes in der Vergangenheit gewohnt war.

Doch er hat jenes harsche Aussehen, für das es steht: Ein Platz für ihn und seine Blues unter den letzten vier Mannschaften, welche die Chance auf den Gewinn des Stanley Cups haben. Spiel 1 des Western Conference Finales findet am Sonntag im Scottrade Center gegen die San Jose Sharks statt (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports).

"Eine dieser vier Mannschaften wird den Cup gewinnen und wir glauben in diesem Raum 'Warum nicht wir?'", sagte Backes am Freitag. "Wir werden rausgehen und alles anstellen, was in unserer Macht ist, darauf Einfluss zu nehmen."

Backes wird die Blues bei diesem Streben anführen. Mit seinem Rauf-und-Runter Spiel, seinem Zieh-zum-Tor Spiel, Lass-die-Bande-krachen Spiel ist er wie für die Playoffs gemacht. Ihn zog es nach St. Louis während der Saison 2006/07, doch bis jetzt kamen die Blues nie über die zweite Playoffrunde hinaus.

Backes hat während dieses Jahrzehnts der Frustration alles mitgemacht. Er kam zu den Blues als sie sich inmitten eines Umbaus befanden. Er lernte von den besten Spielern bevor er 2011 zum Kapitän ernannt wurde. Er war der Führungsspieler, der die Kritik abbekam, als die Blues in den letzten drei Jahren jeweils in der ersten Runde der Playoffs scheiterten.

Diese Misserfolge waren hart für die Blues - sie waren entsetzlich für Backes.

"Wir hatten wirklich einige gute Saisons und Enttäuschungen in den Playoffs", sagte Stürmer Ryan Reaves. "Das war für alle schwer, doch am schwersten war es für den Anführer unseres Teams. Klar ist es nicht dein Fehler, doch wenn du der Leader bist und es misslingt etwas, dann trägst du mehr Last auf deinen Schultern."

"Du kannst sagen, dass er alles auf sich genommen hat, damit wir besser spielen."

Diese Lektionen waren oft schmerzlich, doch sie waren für Backes wichtig, damit er sich zu einem Spieler und zu einer solchen Führungspersönlichkeit entwickeln konnte, wie er sie jetzt in der Postseason darstellt. Sie waren auch für die Blues notwendig, damit aus ihnen ein Team entsteht, das um die Meisterschaft mitspielen kann.

"Es scheint so, als wären wir jetzt an einem Punkt angekommen, wo sich all das, der Ärger, die harten Lektionen durch die wir gegangen sind, auszeichnet. Nun haben wir die Chance, das zu schaffen, was wir uns in den letzten zehn Jahren vorgenommen hatten", sagte Backes. "Die Besprechungen die ganze Zeit, die Misserfolge die wir hatten, haben uns hierhergebracht - acht Siege bis zum Gewinn des Cups."

"Doch wir müssen die Chance auch einmal am Schopfe packen."

Sein Blick auf den nächsten Schritt ist die größte Veränderung von Backes, sagen seine Teamkollegen. Er fürchtet sich nicht mehr vor dem, was er nicht beeinflussen kann.


"Er ist ein Kerl, der das ganze Jahr über das Boot im tiefen Gewässer hält", sagte Verteidiger Alex Pietrangelo. "Das macht aus ihm eine gute Führungspersönlichkeit. Persönliche Leistungsschwankungen berühren ihn nicht mehr.

"Es ist klasse ihn in der Kabine zu haben, da Kerle wie er und [Alexander Steen] und [Troy Brouwer] alles im Lot halten, besonders zu dieser Zeit im Jahr. du gehst in sieben Spiele, du brauchst es und du hast bei jedem Spiel die gleiche Einstellung."

Backes' Einfluss in der Kabine ist unbestreitbar, doch er hat in den Playoffs auch große Fortschritte auf dem Eis gemacht. Er belegt mit sechs Toren und zwölf Scorerpunkten den zweiten Platz bei den Blues und teilt sich mit 57 Hits den ersten.

"Er ist der Inbegriff eines Playoffspielers", sagte Reaves, "und einer, von dem du dir wünscht, dass er dein Team in den Playoffs anführt."

Mehr anzeigen