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Crosbys Training als Schlüssel zu seinem Spiel

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

CRANBERRY, Pa. - Es war der erste Tag nach Spiel 1 des Stanley Cup Finales oder auch der erste Tag nach 99 Spielen in der regulären Saison und in den Stanley Cup Playoffs für Sidney Crosby.

Der Kapitän der Pittsburgh Penguins hatte einen guten Auftritt beim 3-2 Sieg gegen die San Jose Sharks, so gut, dass ihn Coach Mike Sullivan "begeisternd" nannte.

Aber niemand, nicht seine Trainer, nicht seine Teamkollegen und auch nicht seine Familie, war darüber überrascht Crosby auf dem Eis zusehen.

"Ich bin damit aufgewachsen", sagte seine Schwester Taylor, eine Torhüterin bei der St. Cloud State University, die zusammen mit ihren Eltern auf der Tribüne saß. "das ist für mich ziemlich normal."

Was für Sidney Crosby normal ist, ist es nicht für die meisten NHL-Spieler, die es lieber bleiben lassen. Darum hat er das maximale aus seinem Talent herausgeholt und wurde zu einem zweifachen Hart Trophy Gewinner und ist auch in diesem Jahr nominiert, für die Auszeichnung wertvollster Spieler der Saison. Darum gibt es diese Geschichten über seine Arbeitseinstellung.

Es ist nicht nur, dass er trainiert, wenn er es nicht müsste. Es ist nicht nur die Gewohnheit einen Tag nach dem Spiel aufs Eis zu gehen und dann am Spieltag nicht am Morning Skate teilzunehmen, auch nicht in den Playoffs.

Er geht auf das Eis mit der Absicht bestimmte Fertigkeiten, die er zu bestimmten Zeiten anwenden kann, zu verbessern. Das kann er dann machen, wenn weniger Spieler auf dem Eis sind und nicht das Teamsystem im Vordergrund steht.

"In einem Spiel passieren Sachen und du möchtest dich in gewissen Situationen wohlfühlen", sagte Crosby. "Manchmal passiert etwas mehrere Male, was einige Spiele lang nicht passiert ist und wenn es erneut passiert, dann musst du sicher gehen, dass du ein Gespür dafür hast."

Coach Rick Tocchet erklärte es: "Es gibt Dinge, die haben wir vor einer oder zwei Wochen trainiert, weil er dachte, dass könne gegen die Sharks hilfreich sein. Darum haben wir einiges von dem gemacht, was er sich gewünscht hat."

Während am Dienstag andere Spieler auf der gegenüberliegenden Seite des Eises waren, nahm Tocchet Pucks, spielte sie an die rechte Bande innerhalb der blauen Linie und stand wie ein Verteidiger, während Crosby als Linksschütze an seinem Schussverhalten arbeitete. Er sprang vor Toccet in einer Bewegung von der Rück- auf die Vorhand und schoss - immer und immer wieder.

"Jedermann kann einfach nur Pucks schießen", sagte Tocchet. "Er macht das mit einer bestimmten Körperspannung. Er geht von hier nach da."

Tocchet nahm Pucks und spielte sie an die hintere Bande, passte zu Crosby an der rechten Hash Mark und der zog direkt ab, obwohl Tocchet nicht direkt auf die Kelle passte und Crosby auch nicht die Mitte des Tores anvisierte. Tocchet passte hart auf schwierige Stellen, z.B. zwischen Crosbys Schlittschuhe oder weit von seinem Körper weg, und Crosby versuchte ins obere rechte Toreck, in die untere linke Ecke oder knapp unter das Quergestänge zu treffen.

"Jeder kann hier drei Sekunden stehen, den Puck massieren und hart schießen", sagte Tocchet. "Diese Jungs schießen schnell, auch aus ungewöhnlichen Positionen. Ich glaube fest daran, dass man das üben muss, denn im Eishockey gibt es immer wieder ungewöhnliche Positionen. Es ist nicht alles perfekt."

Tocchet nahm Pucks und spielte sie gegen die linke Bande innerhalb der blauen Linie, stand da wie ein Verteidiger und streckte seinen Schläger raus, wenn Crosby mit der Scheibe in die Mitte zog und aufs Tor schoss.

"Es gibt vielleicht noch zehn weitere Übungen, die wir machen könnten, doch wir müssen ihn jetzt vom Eis bringen", sagte Toccet. "Manchmal schaue ich auf die Uhr. Er kennt auch seinen Körper, aber man muss darauf achten, dass er nicht zu lange auf dem Eis steht. Er lässt eine Menge Körner auf dem Eis und du musst sicherstellen, dass er auch Erholungszeiten bekommt."

Das ist Sid. Das war schon immer Sid. Seine Schwester ist acht Jahre und sieben Monate jünger als er. sie war sechs Jahre alt, als er seine Heimat Cole Harbour, Nova Scotia, verließ, und sie begann mit dem Eishockey nicht bevor sie 10 war. Sie hat vom Zusehen nicht nur sein Spiel sondern auch seine Disziplin gelernt.

"Ob er früh aufstand um zu arbeiten oder die richtigen Dinge aß oder früh ins Bett ging, es hatte für ihn immer Priorität", sagte Taylor Crosby. "Ich erinnere mich daran und versuche auch das umzusetzen."

Als 2008/09 die Penguins Stürmer Bill Guerin holten, war Crosby 21 und in seiner vierten NHL-Saison - Guerin war 38 und in seiner 17. Crosby ging zu ihm und wollte zusätzlich trainieren. Als sie noch zusammen spielten waren sie auf derselben Wellenlänge.

"Ich war eine Generation vor ihm", sagte Guerin, der jetzige Assistant General Manager der Penguins. "Ich habe auf verschiedene Weise mit ihm trainiert, hatte Regeln und er puschte mich. Die Art wie er herangeht, da steckt ein Plan dahinter. Ich glaube an diesem arbeitet er jeden Tag. … er arbeitet an Sachen, da glaubst du nicht, dass das ein Superstar machen würde - eben auch an Grundlagen. Er arbeitet immer an seinem Spiel."

Das Ergebnis siehst du im Allgemeinen, sei es am Bullypunkt, bei seinem Rückhandschuss, wie er den Puck mit dem Schlittschuh auf seinen Schläger spielt, besser als jeder andere im Eishockey. Man sieht es auch im Speziellen, wie beim Überzahltor in Spiel 3 des Eastern Conference Finales gegen die Tampa Bay Lightning, als sein Schuss vom rechten Punkt unter dem Quergestänge einschlug.

"Das macht die Onetimerübung aus", sagte Tocchet.

Dann das Tor, dass er in Spiel 6 gegen die Lightning geschossen hatte, als er sich gegen drei Verteidiger durchsetzen konnte, in Richtung Tor zog und dann den Puck durch die Schoner des Torwarts schob.

"Auch diese Übung mit Aufziehen, Verschieben und Abschließen haben wir drauf", sagte Tocchet.

Am Sonntag, auf dem Stanley Cup Media Day, sagte Sharks Center Joe Thornton harte Arbeit, "sei eine Sucht, die er habe und welche die meisten guten Spieler haben." Sidney Crosby hat niemals das Wort Sucht verwendet und auch seine Schwester tat es nicht. Es war für ihn der Tag nach Spiel 99 der regulären Saison und der Playoffs, was bedeutet, dass es der Tag nach Spiel 1 des Stanley Cup Finales war. Die Penguins führen 1-0 in der Best-of-7 Serie. Spiel 2 findet am Mittwoch im Consol Energy Center statt (8 p.m. ET, NBCSN, CBC, TVA Sports). Sie sind drei Siege vom Cup-Gewinn entfernt.

"Es bleiben noch ein paar Wochen, dann ist die Saison vorüber", sagte Crosby. "Diese sind sehr wichtig, wichtige Spiele und wenn du etwas machen kannst, womit du besser wirst und womit du sicherstellen kannst, dass du bereit bist, wenn es in einem Spiel vorkommt, dann sollte man die Chance nutzen, es zu tun."

Zeit zum Ausruhen gibt es danach.

"Er kennt seine Grenzen

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