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Crosby will einmalige Gelegenheit nutzen

von Dan Rosen / NHL.com

CFRANBERRY, Pa. -- Die hilflosen Zeiten, in denen Sidney Crosby der talentierteste Zuschauer im Gebäude war, brachten ihn dort hin, wo er jetzt ist. Ein Sieg davon entfernt, der talentierteste Spieler auf dem Eis zu sein, wenn ihm der Stanley Cup überreicht wird.

Crosby und die Pittsburgh Penguins können das am Donnerstag im Consol Energy Center in Spiel 5 (02:00 Uhr MESZ) des Stanley Cup Finales gegen die San Jose Sharks schaffen. Sie führen in der best-of-7 Serie mit 3-1.

"Einfach nur das Spiel spielen, dass du jeden Tag liebst", sagte Crosby nach dem Mittwochstraining. "Bis es dir eines Tages weggenommen wird, kannst du es nicht hoch genug schätzen."

Crosby sprach während der Stanley Cup Playoffs viel von der Anerkennung für das Spiel. Es ist leicht nachzuvollziehen, weshalb.

Sieben Jahre zurück, am 12. Juni 2009, kämpfte sein Team in Spiel 7 des Cup Finales in der Joe Louis Arena gegen die Detroit Red Wings. Wo war Crosby spät im zweiten Drittel und im dritten Drittel? Er war nicht auf dem Eis. Er konnte nicht.

Crosby erlitt im Mittelabschnitt eine Knieverletzung. Zwar versuchte er einen weiteren Wechsel, doch konnte er seinem Team nicht mehr helfen und musste mit der Bank vorlieb nehmen. Er war außer Gefecht gesetzt, als ihm sein Team am meisten brauchte, er war nicht mehr, als der größte Penguins Fan im Gebäude.

Sprech über das Gefühl, machtlos oder hilflos zu sein.

"Ich meine, du weißt nicht, ob du so eine Gelegenheit jemals wieder erhätlst", sagte Crosby. "Es ist Spiel 7. Es ist ein alles oder nichts Deal. Vor einem Jahr hier gewesen zu sein und den Kürzeren gezogen zu haben, macht die Situation nicht leichter. Du versuchst einfach nur, der beste Cheerleader zu sein, der du in dieser Situation sein kannst. Versuch sie zu unterstützen und hoffe, dass sie ein gutes Resultat erreichen."

Die Penguins erreichten das Resultat. Sie gewannen mit 2-1 dank Marc-Andre Fleury, der in den allerletzten Sekunden des Schlussdrittels einen überragenden Save gegen Red Wings Abwehrspieler Nicklas Lidstrom auspackte.

Crosby stemmte den Cup in die Höhe und er kann sich am meisten daran erinnern, dass ein Traum in Erfüllung gegangen ist.

"Es ist nicht die Art und Weise in der du daran denkst, oder das, was in deinem Kopf herumschwirrt, es ist die Traurigkeit darüber, wie es gelaufen ist", sagte Crosby. "Die Erinnerungen wären noch schöner, wenn ich das Spiel beendet hätte."

Aber er hat das Gefühl, das er hatte, als das Spiel noch lief, nicht vergessen. Es motiviert ihn heute. Ebenso tun es seine Gehirnerschütterungsprobleme, die ihm das Spiel beinahe für immer weggenommen haben.

Crosby verpasste die zweite Hälfte der Spielzeit 2010-11 inklusive der Playoffs und nahezu drei Viertel der Saison 2011-12 wegen Gehirnerschütterungsproblemen.

"Die Gehirnerschütterung war hart", sagte Crosby. "Ich meine, in dem Alter, wenn du dich richtig gut fühlst und ein Jahr Eishockey verpasst, es ist nicht ideal, aber jeder macht irgendwelche Dinge durch. Ich denke, weil ich das durchgemacht habe, habe ich für einige Dinge mehr Wertschätzung. Zu der Zeit ist es richtig hart. Wieder zurückzufinden ist hart, aber wenn du es einmal überstanden hast, versuchst du, das Gute darin zu sehen. Das mache ich zumindest."

Er machte es in den Playoffs 2012, aber die Penguins wurden von den Philadelphia Flyers überrannt, verloren ihre Coolness und beinahe die erste Runde in sechs Spielen.

Dann kam der Lockout, der Crosby 34 weitere Spiele wegnahm, viel, wenn man bedenkt, dass ihm seine Gehirnerschütterungsprobleme über zwei Jahre 101 Spiele kosteten.

Die Liga kam zurück und Crosby dominierte in den ersten 36 Spielen der Saison 2012-13. Er hatte 56 Punkte, bevor ihn ein Kieferbruch für die letzten zwölf Hauptrundenspiele und das erste Playoffspiel außer Gefecht setzte.

Er kam zurück und die Penguins schafften es bis ins Eastern Conference Finale, wo sie von den Boston Bruins rausgeworfen wurden.

Im folgenden Jahr vergeigten sie eine 3-1 Serienführung in der ersten Runde gegen die New York Rangers und verloren nach sieben Spielen. General Manager Ray Shero und Coach Dan Bylsma wurden gefeuert, Crosby infrage gestellt.

Im vergangenen Jahr waren sie in der Fünf-Spiele-Serie in der ersten Runde gegen die Rangers Chancenlos. Crosby wurde erneut infrage gestellt

Das alles zählt jetzt für Crosby. Das alles motiviert ihn. Die Verletzungen, die Zeit, die er verpasste, die schweren Niederlagen. Alles hilft ihm, sich für Spiel 5 am Donnerstag vorzubereiten, wenn er den Stanley Cup in die Hand nehmen und nach Pittsburgh holen kann.

"Wenn du in den Playoffs bist, wenn du dich dem Wettbewerb stellst, du würdigst die Möglichkeit, hier zu sein", sagte Crosby. "Sogar in '09 wo man vielleicht dachte, dass es ein jährliches Ding sei. Es ist nicht so einfach."

Crosby weiß nun, wie hart es ist. Das ist Motivation.

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