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Crosby, Malkin müssen Offensivspiel verbessern

von Tom Gulitti / NHL.com

PITTSBURGH - Die Pittsburgh Penguins haben in diesem Frühjahr schon eine Stanley Cup Playoff Serie gewinnen können, ohne dass man in der Offensive viel von Sidney Crosby und Evgeni Malkin gesehen hatte.

Die Sache ist jedoch die, dass sie an irgendeinem Punkt einen Durchbruch der beiden Stürmer brauchen, wenn sie die Tampa Bay Lightning im Eastern Conference Finale bezwingen möchten. Es würde Pittsburghs Coach Mike Sullivan, die Aufgabe erleichtern, wenn das bereits in Spiel 2 der Best-of-7 Serie im Consol Energy Center am Montag passieren würde (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports).

"Klar, wenn sie Tore schießen, nimmt die Chance zu, dass wir gewinnen", sagte Sullivan während einer Telefonkonferenz am Samstag. "Ich glaube nicht, dass das eine weltbewegende Neuigkeit ist."

Eine gute Nachricht ist, obwohl die Penguins am Freitag Spiel 1 mit 1-3 verloren haben, dass von Crosby und Malkin ermutigende Aktionen zu erkennen waren.

Crosby, der in den vergangenen sieben Partien bei gleicher Mannstärke auf dem Eis nur einen Punkt erzielen konnte, bereitete Patric Hornqvist's Powerplaytor im zweiten Drittel mit einem raffinierten Pass durch die Beine vor und hatte einige weitere gute Szenen, als die Penguins ein nummerisches Übergewicht auf dem Eis hatten. Bei 5-gegen-5 konnte er aber auf den Spielverlauf nur wenig Einfluss nehmen.

"Ich glaube schon, dass wir zu leichtfertig mit unseren Chancen umgegangen sind", sagte Crosby nach Spiel 1. "Wir haben nicht viel zugelassen, doch die wir zugelassen haben, waren sehr gute Tormöglichkeiten. Sie haben ihre genutzt und wir unsere zu selten."

Malkin, der in den vergangenen fünf Spielen keinen Scorerpunkt verbuchen konnte, war genauso gefährlich wie in Spiel 3 der Erstrundenserie gegen die New York Rangers, als er es auf zwei Tore, zwei Assists und sechs Torschüsse gebracht hatte. Am Freitag hatte er mit sieben Schüssen die meisten aller Spieler, kam zu 17 Schussversuchen und war mit seiner Puckführung sowie beim Spielaufbau eine Wucht.

Malkin blieb dennoch ohne Treffer. Er zog eine dumme Strafzeit wegen Hakens, die zum Powerplaytreffer von Ondrej Palat nach 2:33 Minuten im zweiten Drittel führte und der sich letztendlich als Gamewinner herausstellte.

"Wir haben es versucht", sagte Malkin. "Wir haben ein Tor geschossen, aber wir hatten einiges mehr an Torchancen. Es ist schwer, weil es eben Playoffs sind. Die (verteidigende) Mannschaft hat fünf Spieler in der Nähe des Tores stehen."

Wie schon so oft in ihren Karrieren, ließen es Crosby und Malkin in der ersten Runde leicht aussehen. Crosby, ein Hart Trophy Finalist, erzielte drei Tore und fünf Assists als die Penguins die Rangers in fünf Spielen abfertigten.

Auch Malkin startete stark in die Playoffs mit drei Treffern und sechs Vorlagen in den ersten sechs Spielen nach seiner Genesung von einer Oberkörperverletzung, die ihn dazu gezwungen hatte in Spiel 1 gegen die Rangers zu pausieren.

Doch die Punktusbeute nahm in der zweiten Runde gegen die Washington Capitals ab. Crosby (zwei Assists) und Malkin (ein Tor, ein Assist) kamen zusammen in der Serie nur noch auf vier Scorerpunkte. Die Penguins gewannen die Serie in sechs Spielen hauptsächlich wegen ihres Rookie-Torwarts Matt Murray und wegen der 18 Scorerpunkte ihrer dritten Reihe mit Carl Hagelin (drei Tore, vier Assists), Nick Bonino (zwei Tore, drei Assists) und Phil Kessel (zwei Tore, vier Assists).

Während dieser Serie ließ Sullivan offen, ob Crosby und Malkin den Penguins mehr zu einem Sieg geleistet haben, als ihre Punktausbeute vermuten lässt. Das war auch am Samstag seine Aussage, jedoch mit dem Hinweis, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wann sie ihre Punktausbeute wieder steigern werden, wenn sie weiterhin so spielen.

"Wir glauben daran. Wir haben Sid und Geno immer wieder gesagt, dass sie nur ihr Spiel spielen müssen, dass sie sich nur darauf fokussieren sollen, das Richtige zu machen und nicht zwingend nur den Versuch unternehmen sollen ein Tor zu schießen", sagte Sullivan "Wenn sie aufspielen, dann ist es sehr schwer gegen sie zu verteidigen. Sie helfen uns auf beiden Seiten des Eises und sie sind solche begnadete Spieler, dass wir uns sicher sind, dass sie auch wieder für uns treffen werden."

Crosby und Malkin sind es gewohnt, dass die Gegner alles daran setzen, Tore von ihnen zu verhindern. Am Freitag waren Lightning Verteidiger Victor Hedman und sein Partner Braydon Coburn bei 5-gegen-5 die meiste Zeit gegen Crosby auf dem Eis und wurden durch die dritte Sturmreihe mit Cedric Paquette, Brian Boyle und Ryan Callahan unterstützt.

Dadurch kam Malkin in eine günstigere Position: Er hatte mehr Freiraum auf dem Eis, konnte diesen aber nicht zu einem Treffer nutzen. Wenn die Penguins zum ersten Mal seit 2009 wieder das Stanley Cup Finale erreichen wollen, dann muss er auch seine Chancen in Tore ummünzen.

"Wir glauben daran, dass diese Jungs auch weiterhin für uns alles geben werden", sagte Sullivan. "Wenn sie es machen, dann sind wir ein besseres Team. Sie stehen immer unter Beobachtung der Topspieler und Topchecker unserer Gegner, in jedem Spiel und in jeder Serie. Es ist auch in dieser Serie nicht anders. Das ist ein Teil der Bürde, die ein klasse Spieler in dieser Liga zu tragen hat."

"Diese Jungs sind daran gewöhnt. Wir müssen einen Weg finden, wie wir davon profitieren und erfolgreich sein können."

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