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Colorado Altstars geben Detroit das Nachsehen

von Stefan Herget / NHL.com

Das Coors Light NHL Stadium Series 2016 Spiel zwischen der heimischen Colorado Avalanche und den Detroit Red Wings in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2 Uhr MEZ (8 p.m. ET) warf bereits am Freitag einen großen Schatten. Während die aktuellen Profis das Eis testeten und für eine halbe Stunde jeweils trainieren durften, gaben sich die Altstars im Alumni Spiel die Ehre.

Keine Rivalität war Ende der Neunziger und Anfang der 2000er Jahre ausgeprägter als die zwischen Colorado und Detroit. Beide Mannschaften holten schließlich zwischen 1996 und 2002 fünf der sieben Stanley Cup Meisterschaften und trafen in diesen Jahren fünf Mal in den Playoffs aufeinander.

Hinzu kam, dass es keine normalen Spiele waren, sondern die Aufeinandertreffen waren regelmäßig geprägt von unbändigem Kampf und aggressivem Spiel auf beiden Seiten, was nicht selten in harten Fouls und Schlägereien mit zahlreichen Strafzeiten endete.

Das gestrige Alumni Spiel könnte sozusagen ein Schlussstrich unter dieses Kapitel gewesen sein, denn obwohl zu Beginn der Partie in Denver die Red Wings Spieler von damals noch mit Buhrufen von den 43.319 Zuschauern aus dem weiten Runde des Coors Fields empfangen wurden, erhielten am Ende alle Protagonisten stehende Ovationen und Jubelgeschrei vom begeisternden Publikum.

Zur Versöhnung der Fans trug vielleicht bei, dass die Avalanche am Ende mit 5-2 die Oberhand behielten und dem wenig geliebten Gast das Nachsehen gaben.

Valery Kamensky traf nach gut fünf Minuten auf Vorlage von Peter Forsberg und Claude Lemieux zur 1-0 Führung der Avalanche, die Steve Yzerman in der 10. Minute im Nachfassen nach einem Schuss von Mathieu Dandenault für die Red Wings egalisieren konnte. Doug Brown erhielt den zweiten Assist.

Avalanche Kapitän und der heutige General Manager des Teams Joe Sakic ließ gute vier Minuten später seine Klasse aufblitzen, indem er das 2-1 markierte. Ray Bourque konnte sich durch seine Hilfe dazu in die Scorerliste eintragen. Das erste Drittel endete mit einem Schussverhältnis von 11 zu 5 für die Gäste.

Im Mittelabschnitt musste Detroits Tomas Holmstrom, der ansonsten vor dem Tor arbeitet, einen Check hinter dem Gehäuse nehmen. Manny Legace durfte zur Mitte der Begegnung den Platz zwischen den Pfosten bei den Red Wings von Ty Conklin übernehmen.

In der 36. Minute musste Legace erstmals hinter sich greifen, als Milan Hejduk assistiert von Mike Ricci und Sakic das 3-1 erzielen konnte. Eine große Rettungstat vollbrachte Patrick Roy in der 38. Minute, als er elegant abtauchte und Dino Ciccarelli mit seinem Schläger gerade noch den Anschlusstreffer verwehrte.

Detroit war das insgesamt aktivere Team, aber Roy konnte 20 Saves in den 40 Minuten verbuchen und dürfte sich so als aktueller Cheftrainer der Avs gegenüber seiner jetzigen Mannschaft keine Blöße gegeben haben. Colorado hatte lediglich insgesamt elf Torschüsse.

Im dritten Drittel wurde Roy durch Craig Billington ersetzt, der seine Aufgabe ebenfalls gut verrichtete und in der 46. Minute sogar einen Penalty von Holmstrom gekonnt abwehrte.

Zuvor hatte Bourque 61 Sekunden nach Wiederbeginn mit einem Schuss von der linken Seite auf Vorarbeit von Dan Hinote und Shjon Podein die Führung auf 4-1 ausbauen können.

Ricci bekam schließlich ebenfalls seine Chance mit einem Penalty zu treffen, doch auch er scheiterte mit seinem Versuch an Legace.

In der 55. Minute konnte Brendan Shanahan auf 4-2 verkürzen, in dem er im Nachfassen den Puck über die Linie drückte. Stephane Yelle war es gut drei Minuten später vorbehalten, den 5-2 Endstand herzustellen, als er nach einem 2 auf 1 Konter seinen eigenen Nachschuss verwertete.

Billington machte in den 20 Minuten 16 Saves und die Partie endete mit einem Torschussverhältnis von 38 zu 19 für die Red Wings.

Bereits am Vormittag hatten die jetzigen Mannschaften, die am Samstag aufeinandertreffen die Möglichkeit das Eis und die Gegebenheiten mit einer Trainingseinheit zu testen. Bei strahlend blauem Himmel trugen die meisten gegen die Blendung einen schwarzen Strich Farbe unter den Augen.

Die Sonne trug dazu bei, dass das Eis schnell weich wurde. Aber alle Beteiligten sahen darin kein Problem, wie Roy betonte. „Es wird in der Nacht kühler und im Verlauf des Spiels wird es noch kühler, also sollte das Eis wirklich gut sein“, sagte er. „Ich war beeindruckt. Ich glaube die NHL hat mit dem Eis wirklich eine gute Arbeit verrichtet. Sie arbeiten daran und Denver hat nicht die einfachsten Konditionen für sie, aber am Ende haben sie eine sehr gute Arbeit gemacht.“

Fazit: Das Eis für den großen Showdown am Samstag ist alles bereitet und die Altstars haben große Versöhnung gefeiert.

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