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Caps vor größtem Test nach Niederlage

von Tom Gulitti / NHL.com

PITTSBURGH – Immer wieder sprachen die Washington Capitals darüber, wie sie den Widrigkeiten der Saison widerstanden haben.

Was auch immer diese Truppe während der Saison überstand, in der sie die Presidents Trophy gewannen und nie zwei Spiele in Folge in der regulären Spielzeit verloren, war nichts im Vergleich zu der Situation, vor der sie jetzt stehen. Jetzt wird es ernst.

Eine 3-2 Niederlage gegen Die Pittsburgh Penguins am Mittwoch nach Verlängerung im Consol Energy Center, war ihre dritte Niederlage in Folge und sorgte für einen 3-1 Rückstand in der Best-of-7 Serie. Noch eine Niederlage in Spiel fünf am Samstag im Verizon Center und ihre Saison endet deutlich früher als erwartet. Mal wieder.

"Es ist ein ganz besonderes Jahr", betont Kapitän Alex Ovechkin.

Das ist die Chance der Capitals sich zu beweisen, oder wieder an der zweiten Playoffrunde zu scheitern. Das letzte Mal kamen sie 1998 weiter, als sie das einzige Mal im Finale standen.

Während die Capitals mit 56 Siegen in der regulären Saison einen Vereinsrekord aufstellten, sah es so aus, als könnten sie endlich wieder so weit kommen und endlich zu gewinne, in den Playoffs konnten sie diesen Eindruck aber nicht aufrecht erhalten.

Trotz eines deutlichen Vorteils was die Tiefe des Kaders und das Talent im Team angeht, hatten sie in der ersten Runde Probleme die Flyers zu besiegen, bis sie die Serie in Spiel sechs mit einem 1-0 Sieg entschieden. In dieser Serie erlaubten sie den Penguins zu oft das Spiel zu gestalten und ihren Vorteil an Größe und Gewicht auszunutzen.

Das einzige Spiel in dem die Capitals das über einen längeren Zeitraum schafften, war bei der 3-2 Niederlage in Spiel 3 am Montag. Sie waren überzeugt, das würde sich in Spiel vier fortsetzen und sie würden mit einem Sieg belohnt, der die Serie ausgleicht.

Die Gelegenheit schien am Mittwoch da zu sein, als Die Penguins ohne Topverteidiger Kris Letang antraten, der für seinen späten Check gegen Marcus Johanson in Spiel drei gesperrt war. Olli Maatta ein weiterer Verteidiger fehlt noch wegen einer Verletzung. Aber die Capitals setzten Pittsburghs Abwehr nicht genug unter Druck und sie konnten eine Führung durch Jay Beagle nach 2:58 nicht nutzen.

Das ist ein Alarmsignal für jedes Team, das sich Hoffnungen auf eine Meisterschaft macht.

"Wir haben die Führung nicht genutzt", gibt Capitals Trainer Barry Trotz zu. "Ich habe den Jungs gesagt, ich glaube am Dienstag als Kris gesperrt wurde, dass sie zurückkommen werden, das ganze Team."

Die Penguins schlugen zurück und zeigten ihre Comeback Qualitäten indem sie das Spiel zum 2-1 drehten. Die Capitals konnten nach 3:41 im zweiten Drittel durch Verteidiger John Carlson ausgleichen.

Danach setzten sie die Penguins mehr unter Druck, kamen aber nicht an Rookie Torhüter Matt Murray vorbei. In der Verlängerung führte ein Puckverlust von Verteidiger Mike Weber zum Siegtreffer durch Patrick Hornqvist nach 2:34.

"Deshalb heißt es 'Sudden Death'. Danach fühlt es sich an", sagte Trotz. "Damit müssen wir klar kommen. Die Truppe hat schon viel erlebt. Ich denke sie sind das ganze Jahr gut mit Problemen umgegangen, das müssen sie jetzt wieder machen. Wir haben uns eine Grube gegraben, da müssen wir jetzt wieder raus."

Außer Verletzungen, mit denen alle Teams zurechtkommen müssen, war das größte Problem mit dem die Capitals in der zweiten Hälfte der Saison kämpfen mussten, die Bequemlichkeit die mit so einem großen Vorsprung kommt. Sie versuchten in den letzten paar Wochen wieder in die richtige Haltung zu kommen, waren aber nie in einer wirklich ernsten Situation.

Die haben sie jetzt.

"Man kann so eine Situation nicht nachstellen, wie wir es in der regulären Saison versucht hatten, dieses Gefühl wenn man mit dem Rücken zur Wand steht", sagte Verteidiger Karl Alzner. "Das muss echt sein."

Als Inspiration blickte Ovechkin zurück auf die letzten Playoffs, als die Capitals in der zweiten Runde gegen die Rangers 3-1 in Führung lagen und die Serie noch verloren.

"Wir verloren die Serie, also müssen wir die Erfahrung nutzen und es jetzt genauso machen", sagte Ovechkin.

Ein Verein der dafür bekannt ist Führungen in Playoffserien zu verschenken, muss jetzt selbst eine drehen. Als die Capitals das letzte Mal 3-1 zurück lagen, war in der ersten Runde 2009 gegen die Rangers. Sie drehten die Serie und verloren dann gegen die Penguins in der zweiten Runde.

In der ersten Runde der Playoffs 2008, Ovechkins ersten Playoffs, lagen sie gegen die Flyers 3-1 zurück, erzwangen Spiel sieben, dass sie nach Verlängerung verloren.

"Das Team, das General Manager Brian MacLellan zusammengestellt hat ist für die Playoffs geschaffen und die schwierigen letzten Jahre haben uns stärker gemacht", sagte Beagle. "Dieses Jahr haben wir auch unsere Erfahrungen gesammelt und das wird uns helfen. Wir haben eine starke Truppe und geben nicht auf."

Die Capitals haben zwei Tage sich von der Niederlage am Mittwoch zu erholen und für Spiel fünf vorzubereiten. Wenn sie am Samstag zu Hause gewinnen, findet Spiel sechs am Dienstag in Pittsburgh statt.

"Hoffentlich kommen wir wieder auf die Beine, ich weiß wir schaffen das und können die Serie nach Pittsburgh zurückbringen", sagte Trotz. "Das ist unser Ziel. Wir müssen nur da nächste Spiel gewinnen. Darauf konzentrieren wir uns. Nichts anderes. Einfach nur totaler Fokus auf diesen Sieg."

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