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Capitals landen Rekordserie

Washington gewinnt 14 Heimspiele hintereinander und nähert sich der Marke von 100 Punkten

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Die Washington Capitals marschieren mit Riesenschritten auf die 100-Punkte-Marke in der Liga zu. Mit dem 1:0 gegen die New Jersey Devils am Donnerstag feierten sie den 14. Heimsieg in Serie und stellten damit einen Vereinsrekord auf. Mit 93 Punkten sind sie derzeit die mit Abstand punktbeste Mannschaft der NHL.

Kein Team hat in der laufenden Saison so viele Erfolge vor heimischem Publikum aufzuweisen wie die Capitals. 26mal verließen die Spieler um Kapitän Alex Ovechkin das Verizon Center als Gewinner. Nur sieben Partien gingen dort verloren, fünf davon in der regulären Spielzeit. Zehnmal blieb Washington daheim ohne Gegentor. Nach Angaben des Sportstatistik-Büros Elias ist das ebenfalls eine neue Franchise-Bestmarke. Der alte Wert lag bei sieben Heim-Shutouts in einer Saison und datierte von 1995/96.

Stammtorhüter Braden Holtby ist nur noch zwei Spiele von einer persönlichen Bestleistung entfernt. Bei seinen letzten 20 Einsätzen holten die Capitals mindestens einen Punkt. In der vergangenen Spielzeit punktete Washington mit ihm zwischen den Pfosten 22mal hintereinander. Holtby gelangen in der aktuellen Spielzeit acht Shutouts, seinem Torhüter-Kollegen Philipp Grubauer drei.

Washington verfügt momentan über die stärkste Defensive in der NHL. Sie ließ in 63 Begegnungen lediglich 134 Gegentore zu. Das ist nicht nur ein Verdienst der beiden Torleute, sondern auch starker Verteidiger wie Brooks Orpik, Dmitry Orlov, Karl Alzner oder Matt Niskanen. Wie gut vor allem die Special Teams defensiv arbeiten, wurde im Match gegen die Devils deutlich, als Brett Connolly für einen Stockschlag und unsportliches Verhalten vier Strafminuten aufgebrummt bekam. Die Capitals überstanden diese kritische Phase in den letzten sechseinhalb Minuten der Partie schadlos. "Unsere Special Teams haben heute Abend einen großartigen Job gemacht. Vor allem das Spiel in Unterzahl war phänomenal", sagte Neuzugang Kevin Shattenkirk bei seinem Debüt für Washington. Den Defensivspezialisten hatten die Capitals erst in dieser Woche von den St. Louis Blues geholt.

Im Laufe der Saison immer besser in Fahrt gekommen sind Washingtons Sturmreihen. Wenn die großen Drei, Nicklas Backstrom (64 Scorer-Punkte), Alex Ovechkin (54) und Evgeny Kuznetsov (51), einmal einen unproduktiven Tag erwischen, springen eben andere in die Bresche. Gegen New Jersey war dies Rookie Jakub Vrana. Er schloss nach 48 Minuten ein Powerplay mit einem Handgelenkschuss erfolgreich ab und avancierte damit zugleich zum Matchwinner.

"Ich schätze meine Zeit hier sehr. Schließlich sind wir im Moment das beste Team der Liga. Ein Tor vor dieser Kulisse zu schießen, ist ein unglaubliches Gefühl", sagte er in den Katakomben. Es war der zweite Treffer des 21-jährigen Tschechen für die Capitals. Hinzu kommen zwei Vorlagen.

Capitals-Coach Barry Trotz ist sich sicher, dass Vrana eine große Zukunft vor sich hat. "Er passt gut zu unserer Mannschaft und wird uns in den nächsten Jahren hoffentlich noch viel Freude machen. Wir werden uns auf jeden Fall intensiv um seine Entwicklung bemühen. Es hat bei uns Tradition, dass sich vor allem die erfahrenen Spieler dieser Aufgabe widmen", erklärte Trotz.

Bei zwei weiteren Heimspielen in den nächsten Tagen haben die Capitals die Chance, ihre eindrucksvolle Erfolgsserie weiter auszubauen und sich der 100-Punkte-Marke bis auf drei Zähler anzunähern. Am Samstag kommen zunächst die Philadelphia Flyers in die US-Hauptstadt, am Montag die Dallas Stars.

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