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Rennen um Calder Trophy so eng wie nie

Anders als in den Vorjahren gibt es in dieser Saison keinen eindeutigen Favoriten auf den Award für den besten Jungprofi

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Nachdem Auston Matthews am 12. Oktober 2016 zum ersten Mal NHL-Eis betrat und einen regelrechten Sahneauftritt hinlegte, schien die Marschroute für das Calder Trophy Rennen 2016-17 vorgegeben.

Schon vor seiner NHL-Premiere waren die Erwartungen an den jungen US-Amerikaner, der beim NHL Draft 2016 an der ersten Position von den Toronto Maple Leafs ausgewählt wurde, riesig. Mit gerademal 18 Lebensjahren versetzte Matthews die Schweizer Nationalliga A in Aufruhr, als er in Diensten der ZSC Lions in 36 Spielen 24 Tore und 22 Assists (46 Punkte) erzielte und als NLA-Youngster des Jahres gekürt wurde.

Seine Leistungen blieben selbstverständlich auch in Übersee nicht unbemerkt und so galt er bereits bevor er das Trikot der Maple Leafs zum ersten Mal übergestreift hatte, als heißester Kandidat für die Calder Trophy für den besten Neuprofi in der NHL. Als er dann in seinem ersten NHL-Spiel vier Tore gegen die Ottawa Senators schoss und damit ein Rekorddebüt hinlegte, war allen klar, dass das Rennen um die begehrte Trophäe nur über ihn gehen wird.

Zwar hatte er lange Zeit mit Patrik Laine ernsthafte Konkurrenz, doch gegen Ende der Spielzeit enteilte Matthews seinem Kontrahenten, der mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte. Bei der Award-Vergabe am 22. Juni in Las Vegas ging Matthews als eindeutiger Sieger hervor.

Vor der bevorstehenden Saison 2017-18 scheinen die Karten so gut gemischt, wie schon lange nicht mehr. In der Vorsaison durften sich maximal zwei oder drei Youngster berechtigte Hoffnungen machen. In diesem Jahr ist die Liste der möglichen Calder Trophy Kandidaten lang und einen Sensationsspieler, der seinen Alterskollegen meilenweit voraus ist, gibt es diesmal nicht.

Ganz oben auf der Liste steht womöglich Clayton Keller von den Arizona Coyotes. Der Center erzielte in der vergangenen Saison 21 Tore und 24 Assists (45 Punkte) in 31 Spielen für die Boston University. Etliche Experten sehen in ihm bereits jetzt einen neuen Patrick Kane, der mit exzellenten Spielmacherqualitäten ausgestattet ist.

Hinter Keller nicht verstecken braucht sich auch Nico Hischier. Der Schweizer setzte sich im NHL Draft 2017 gegen den höher gehandelten und größeren Nolan Patrick durch und wurde an der ersten Stelle ausgewählt. Er hat einen ausgeprägten Torriecher und hat realistische Chancen auf einen Platz in der Top-Sturmreihe der New Jersey Devils als Center neben Taylor Hall.

Video: NJD@WSH: Hischier zieht ab und bezwingt Holtby

Der dritte im Bunde des Favoritenkreises ist Charlie McAvoy von den Boston Bruins. Mit 19 Jahren debütierte er in den Stanley Cup Playoffs 2017 und wirkte alles andere als überfordert. In einer Formation mit Zdeno Chara konnte McAvoy auch Offensiv Akzente setzen.

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