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Blues zum zweiten Mal in Folge in Spiel 7

von Stefan Herget / NHL.com

Spiel 7 in den Playoffs, der ultimative Kick für jeden Spieler, Trainer, Betreuer und Fan. Das punktbeste Team der Western Conference Dallas Stars mussten nach ihrer Heimniederlage in Spiel 5 gegen die St. Louis Blues, auswärts gewinnen, um in den Genuss des besonderen Erlebnisses zu kommen.

Durch drei Treffern im ersten Drittel legten sie den Grundstein zu einem 3-2 Erfolg, den schließlich ihr Torhüter Kari Lehtonen mit etlichen großartigen Saves bis zum Ertönen der Schlusssirene festhielt. Am Mittwoch um 8 p.m. ET (NBCSN, SN, TVA Sports; Do. 2:00 Uhr MESZ) geht der große Showdown in der Western Conference Zweitrundenserie im American Airlines Center von Dallas über die Bühne.

Es wird das zwölfte Spiel 7 in der Geschichte der Stars/Minnesota North Stars Franchise und das 16-te für die Blues. Der Gastgeber hat dabei eine knappe negative Bilanz von 5-6 insgesamt, aber eine knappe positive Bilanz von 3-2 zu Hause. Die Gäste kommen auf 7-8 in allen Spielen und 3-6 auswärts.

Beide Franchises trafen nur in der Zeit der North Stars in siebten Spielen aufeinander. Die Blues gewannen 1968 in der zweiten Overtime mit 2-1 und ebenso 2-1 in der Verlängerung im Jahr 1972. Erst 1984 gelang die Revanche mit einem 4-3 nach Verlängerung für Minnesota, was den Einzug in das Campbell Conference Finale bedeutete. Gut möglich, dass auch das vierte Kräftemessen der beiden in die Overtime geht.

Zwei Mal ging es in dieser Serie schon in die Verlängerung. Im Spiel 2 gewann St. Louis in Dallas mit 4-3 und glich die Serie auf 1-1 aus. David Backes erzielte nach 10:58 Minuten auf Vorarbeit von Alexander Steen und Kevin Shattenkirk im Powerplay den Siegtreffer.

Im Spiel 4 das umgekehrte Bild. Cody Eakin sorgte mit seinem ersten Treffer in den Playoffs nach 2:58 Minuten für den 3-2 Sieg der Stars und den 2-2 Ausgleich in der Serie.

Interessanter Fakt ist, dass St. Louis vor den Playoffs 2016 13 Jahre lang ohne ein Spiel 7 ausgekommen sind. Zuletzt war dies am 22. April 2003 der Fall, als sie mit 4-1 den Vancouver Canucks in der ersten Runde unterlagen.

Jetzt gehen sie bereits in der zweiten Runde in Folge über die volle Distanz, nachdem sie in der ersten Runde am 25. April die Chicago Blackhawks als Titelverteidiger mit 3-2 im siebten Spiel zu Hause bezwangen und aus dem Wettbewerb warfen.

Für Dallas ist es das erste Spiel 7 seit dem 23. April 2007, als sie – Treppenwitz der Geschichte – ebenfalls mit 4-1 den Canucks in der ersten Runde unterlagen. Allerdings waren die Stars im Gegensatz zu den Blues einige Jahre nicht in den Playoffs vertreten.

Sicher werden wieder wie zuletzt die Torhüter im Fokus stehen. Während Blues Torhüter Brian Elliott in Spiel 5 glänzte und den Auswärtssieg mit starken Saves festhielt, musste er in Spiel 6 drei Gegentore bei nur sieben Torschüssen hinnehmen und wurde in der 17. Minute durch Jake Allen ersetzt, der sich bei ebenfalls sieben Schüssen schadlos halten konnte.

St. Louis Cheftrainer Ken Hitchcock ließ offen, wem er am Mittwoch das Vertrauen schenken wird. "Ich möchte darüber schlafen, was ich tun werde", sagte er bei der Presskonferenz darauf angesprochen. "Ich werde es sie am Spieltag wissen lassen."

Die Chancen, dass er erneut auf Elliott setzen wird, dürften wesentlich größer sein, denn dessen Auftritt in Spiel 5 in Dallas und die Werte mit einem Gegentorschnitt von 2,2 pro Spiel und 93,2 Prozent Fangquote in 12 Playoff Spielen in dieser Saison sprechen einfach für sich.

Allen zu bringen, der erstmals seit dem 3. April wieder auflief und in der restlichen Zeit wenig Arbeit hatte, weil die Blues offensiv dominierten, wäre sehr schon vermessen und eine mutige Entscheidung. "Ich weiß nicht, wie [Hitchcocks] Entscheidung aussehen wird, aber ich bin sicher Brian wird am Mittwochabend bereit sein", betonte auch Verteidiger Shattenkirk. "Ich wüsste nicht, warum er nicht im Tor stehen sollte."

Weniger Gedanken über so etwas muss sich Stars Trainer Lindy Ruff machen, denn Lehtonen war der Fels in der Brandung und hofft es auch in Spiel 7 zu sein. Der Finne sah sich 37 Schüssen ausgesetzt, von denen er 35 abwehrte, 14 davon im zweiten und 14 im dritten Drittel.

"Unsere Torhüter waren gut in den Playoffs", sagte Ruff über Lehtonen und Backup Antti Niemi, ehe er die Nummer 1 lobte. "Und heute war er voll auf der Höhe für uns und das passiert in den Playoffs einfach. Torhüter müssen dir manchmal ein Spiel gewinnen."

Abwarten, wer am Mittwoch das entscheidende Spiel gewinnen und in das Conference Finale einziehen wird. Ausgang komplett offen.

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