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ESDW Predators gegen Blues: 5 Gründe einzuschalten

Duell der Central Division mit Schweizer Beteiligung im Fokus beim NHL Europa-Spiel der Woche am Samstag

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

NHL.com/de geht jeden Freitag in der Saison 2019/20 auf das am Samstag oder Sonntag zur Primetime in Europa stattfindende NHL Europa-Spiel der Woche besonders ein, indem fünf Gründe für das Anschauen der Partie, vorgestellt werden. In dieser Ausgabe geht es um das Spiel der Nashville Predators gegen die St. Louis Blues.

Am Samstag um 21.00 Uhr MEZ (live bei Sport1+, DAZN, Teleclub Sport, NHL.tv) treten im Enterprise Center von St. Louis die gastgebenden St. Louis Blues gegen die Nashville Predators an. Es ist das erste an diesem Wochenende ausgestrahlte NHL Europa-Spiel der Woche. Am Sonntag um 18.30 Uhr MEZ folgt noch die Partie der Detroit Red Wings gegen die Pittsburgh Penguins (live bei Sport1+, DAZN, Teleclub Sport, NHL.tv).

Bei Blues gegen Predators geht es um wichtige Punkte in einem internen Duell der Central Division. Zwar sind beide Teams aufgrund der Tabellenkonstellation keine direkten Konkurrenten - St. Louis liegt als Führender der Division 13 Punkte vor Nashville - doch sowohl die Blues als auch insbesondere die Predators müssen um ihre Position kämpfen bzw. diese dringend verbessern. Es wird das dritte von vier Aufeinandertreffen der Kontrahenten in der regulären Saison sein. Die ersten beiden gewann, aufgrund des derzeitigen Tabellenbildes überraschend, Nashville am 24. November mit 4:2 in St. Louis und am 26. November mit 3:2 SO in Nashville. Zwei Tage nach dem Spiel am Samstag treffen sich beide Protagonisten erneut in der Bridgestone Arena von Nashville zu ihrem Showdown.

Fünf Gründe, warum es sich lohnen wird, das Spiel live anzuschauen:

Trotz Tabellenkonstellation ein Spitzenspiel zweier Top-Mannschaften

Auch wenn es der Stand in der Tabelle derzeit nicht ausdrückt, weil die Predators deutlich unter ihren Möglichkeiten spielen und als einer der Favoriten weiterhin außerhalb der Plätze rangieren, die zur Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs berechtigen, ist die Partie ein Spitzenspiel. Wenn der Titelverteidiger gegen einen Favoriten antritt, dann ist es legitim davon zu sprechen. Zumal das Potenzial an Spielern in beiden Teams eben ein gewisses Maß an Qualität verspricht. So gibt es auf Seiten der Blues Stürmer Ryan O'Reilly (10 Tore, 41 Assists) oder David Perron (23 Tore, 32 Assists) zu sehen bzw. auf Seiten der Predators Stürmer Filip Forsberg (18 Tore, 20 Assists) oder Verteidiger Roman Josi (14 Tore, 42 Assists). Diese beiden Paare stellen die besten Akteure der Mannschaften in puncto Punkte, Tore und Assists. 

Video: STL@CGY: Perron haut den Rebound rein

Nashville benötigt weiter Punkte für Jagd auf Playoff-Platz

Die Predators sind auf Punkte angewiesen. Obwohl sie als Mitfavorit in die Saison gestartet sind, fehlen ihnen weiterhin Zähler, um einen Platz unter den begehrten acht Teams der Western Conference zu ergattern, die zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen. Am Donnerstag landete Nashville einen deutlichen 5:0-Erfolg zu Hause gegen die New York Islanders, so dass ihr Rückstand auf den zweiten Wildcard-Platz, den die Arizona Coyotes innehaben, auf drei Punkte geschrumpft ist. Allerdings können die dazwischen platzierten Winnipeg Jets mit einem Sieg in ihrem Heimspiel am Freitag gegen die San Jose Sharks auf diesen vorrücken und den Abstand auf vier vergrößern. Ein Pluspunkt der Predators ist, dass sie gegenüber der Konkurrenz bis zu vier Spiele in der Hinterhand haben. Trotzdem je schneller die Lücke geschlossen werden kann, desto besser wäre es für die Mannschaft von Trainer John Hynes und Kapitän Josi. Bezeichnenderweise für ihre verrückte Saison ist die Tatsache, dass die früher so heimstarken Predators eine bessere Bilanz auswärts (15-11-3) als daheim (12-11-4) besitzen.

Video: Roman Josi spricht über seine Führung

St. Louis muss um den Spitzenplatz in der Central kämpfen

Zum Glück für die Blues verspielten die Colorado Avalanche am Donnerstag gegen die Washington Capitals noch eine 2:0-Führung, denn bei einem Sieg hätten die Jungs aus Denver die Blues an der Tabellenspitze der Central Division erstmals seit November wieder verdrängt. St. Louis unterlag am Donnerstag trotz einer 4:2- und 5:4-Führung den Vegas Golden Knights mit 5:6 OT. Lange sah es nicht so aus, als würde es im Kampf um diese Position in dieser Saison spannend werden. Zu groß war der Vorsprung von St. Louis, doch nach nur zwei Siegen in zehn Partien (2-5-3) haben die Blues der Konkurrenz wieder Morgenluft schnuppern lassen. Zumal Colorado mit derzeit zwei Punkten Rückstand im gleichen Zeitraum 8-2-0 und die Dallas Stars mit drei Zählern dahinter 6-3-1 einfahren konnten. Sollte also St. Louis am Samstag erneut gegen Nashville den Kürzeren ziehen, dann könnte die Tabellenführung dahin sein, denn Colorado tritt ein paar Stunden später im Rahmen der Stadium Series gegen den Letzten der Western Conference, die Los Angeles Kings, an.

Video: STL@VGK: Sanford schießt vier Tore gg. Golden Knights

Roman Josi jagt weiter die Rekorde seines Freundes Mark Streit

Der Schweizer Josi kommt in dieser Saison bisher auf 56 Punkte durch 14 Tore und 42 Assists. Auch wenn er seit dem 23. Dezember (3:2-Sieg gegen Arizona) nicht mehr getroffen hat, sind es beeindruckende Zahlen, die dadurch unterstrichen werden, dass Josi sowohl die meisten Punkte, als auch die meisten Assists der Predators in dieser Saison vorweisen kann. Und das als Verteidiger! Es fehlt ihm immer noch ein Treffer, um seine Saisonbestmarke von 15 Toren aus den Spielzeiten 2014/15 und 2018/19 einzustellen. Bei den Assists fehlen ihm fünf, um seine Bestleistung aus 2015/16 mit 47 einzustellen und bei den Punkten sechs, um sowohl eine neue Karriere-Bestmarke aufzustellen, als auch seinen Freund Mark Streit einzuholen, der in der Saison 2007/08 mit den Montreal Canadiens 62 Punkte (13 Tore, 49 Assists) einspielte und damit die Saison-Bestmarke eines Schweizer Verteidigers in der NHL hält. Im Bereich der Tore liegt diese bei 16 durch Streit in 2008/09. Ebenfalls ein in Reichweite befindlicher Wert. Außerdem nähert sich der Berner der Gesamtmarke von Streit mit 434 Punkten (96 Tore, 338 Assists) in großen Schritten. 404 (107 Tore, 297 Assists) stehen für Josi derzeit zu Buche und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch diese Marke fällt.

Video: Roman Josi über neues System in Nashville

Wie verkraften Blues den Ausfall von Jay Bouwmeester?

Blues-Verteidiger Jay Bouwmeester hatte im ersten Drittel des Spiels gegen die Anaheim Ducks am Dienstag einen Herzinfarkt erlitten. Es war für das Team natürlich ein Schock. "Natürlich ist es hart, wir haben einiges durchgemacht", sagte St. Louis Center O'Reilly nach der ersten Partie ohne ihn am Donnerstag gegen Vegas. "Sie müssen verstehen, dass er uns fehlt. Für mich persönlich war er jedes Spiel da, das ich hier im vergangenen Jahr gespielt habe. Es ist verrückt, ihn nicht in der Kabine zu haben." Die Blues müssen vermutlich mindestens bis zum Saisonende ohne Bouwmeester auskommen. Eventuell bedeutet der Vorfall sogar sein Karriereende. Das müssen weitere Untersuchungen ergeben. "Einfach nur seine Präsenz wirkt beruhigend auf die Mannschaft und das haben wir heute vermisst", erläuterte O'Reilly weiter. "Besonders wenn wir in Führung liegen, so wie heute, dann ist er ein Kerl, auf den wir bauen. Die Anpassung ist schwierig. Emotionen waren da, aber wir müssen uns steigern und damit klarkommen."

 

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Wie St. Louis weiterhin mit seinem Fehlen zurechtkommt, wird sich am Samstag zeigen, wenn sie erstmals wieder zu Hause spielen und Bouwmeester sicher auch im Spiel vor den eigenen Fans ein großes Thema sein wird.

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