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Blues nach Erstrundensieg hungrig auf mehr

von Louie Korac / NHL.com

ST. LOUIS -- Als die St. Louis Blues die Prozedur des Händeschüttelns, welche das Ende einer äußerst strapaziösen Western Conference Erstrundenserie gegen die Chicago Blackhawks bedeutete, mitmachten, bekamen sie einen Geschmack davon, wie es sich anfühlt auf der anderen Seite zu stehen.

In den vergangenen vier Spielzeiten spürten die Blues jeweils die Qual einer Niederlage nach einer harten und wilden Stanley Cup Playoff Serie gegen die Los Angeles Kings (2012, 2013), die Blackhawks (2014) und die Minnesota Wild (2015). St. Louis gewann unter Coach Ken Hitchcock bis zur Saison 2015/16 eine einzige Playoffserie: Sie bezwangen 2012 die San Jose Sharks nach fünf Spielen in der ersten Runde.

Die Blues erreichten mindestens 100 Punkte in jeder der letzten vier vollen Saisons mit 82 Spielen, schafften es aber nicht sich in der Preseason durchzusetzen. Sie bekamen damit den Stempel, "Ein tolles Team in der regulären Saison zu sein, das in den Playoffs versagt", aufgedrückt.

Dieser sprichwörtliche Makel der Blues ist nun Vergangenheit. Ein 3-2 Sieg am Montag gegen die Blackhawks in Spiel 7 lässt sie vor Erleichterung tief Luft holen.

"Das ist großartig. Es ist schon einige Jahre her", sagte Verteidiger Alex Pietrangelo, der von den Blues beim NHL Draft 2008 an vierter Stelle gezogen wurde. "Was es bedeutet? Es ist vier Jahre her, dass wir das hatten. Wir haben eine Menge Energie investiert, viele Jungs strengten sich an, um diesen Punkt in diesem Jahr zu erreichen. Wir wussten wie wichtig der Heimvorteil für uns war und irgendwann wirst du dafür belohnt."

"Ein paar von uns sind schon länger hier. Wir haben über die letzten fünf, sechs Jahre viel erlebt. Wir fühlen uns wirklich gut. Wir sind in dieser Organisation zusammengewachsen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung."

Die Serie zwischen den Blues und Blackhawks wurde sehr intensiv geführt. In sechs der sieben Spiele fiel die Entscheidung durch ein Tor. Die Partien standen zu 91,3 Prozent der gesamten Spielzeit (412:48 von 452:11) Unentschieden oder ein Team führte mit nur einem Tor Unterschied. Es war ein weiterer Erstrundentest für die Blues, einer den sie bestanden.

"Ich weiß nicht ob es ein Meilenstein ist - es ist ein Riesenschritt", sagte Hitchcock, der mit den Blues in den Playoffs eine Bilanz von 14-20 ausweist. "Wir haben die Erfahrung und diesmal nutzten wir sie auch aus. Jeder in der Kabine wusste, dass es schwerer werden wird."

19.935 Zuschauer hat es am Montag in das Scottrade Center gezogen, die selben Fans die in den vergangenen vier Jahren Zeugen des schmerzlichen Ausscheidens gewesen waren.

Die Blues waren bereit, jene zu belohnen, die mit ihnen durch Dick und Dünn gegangen waren.

"Wir haben vor der Partie darüber gesprochen ein neues Kapitel zu schreiben", sagte Kapitän David Backes, der von den Blues beim NHL Draft 2003 in der zweiten Runde (Nr. 62) gezogen wurde. "... Wir haben die erste Hürde übersprungen, gegen eine ganz starke Mannschaft. Es gibt einen Grund, warum sie in den letzten sechs Jahren dreimal Champion wurden."

"Es wäre schöner, wenn wir im Juni dieses Gespräch führen könnten, aber wir konnten auf dem Weg dorthin einen großen Haken auf unserer To-do-Liste setzen."

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