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Blues freuen sich auf Chance auf das Finale

von Amalie Benjamin / NHL.com

DALLAS – Als David Backes in der Saison 2006-07 in St. Louis ankam, lag ungewöhnlicher Weise ein Jahr ohne Playoffteilnahme hinter den Blues. Vor der Saison 2005-06, waren die Blues 25 Mal in Folge in die Playoffs gekommen. 2001 standen sie sogar im Western Conference Finale.

Daher dachte er wohl kaum an Jahre der Frustration die vor ihm liegen würden, Jahre ohne Erfolg in den Playoffs, ja sogar ohne Teilnahme an den Playoffs. Als St. Louis am Mittwoch in Spiel sieben des Conference Halbfinales Dallas 6-1 schlug, bestätigte Backes: "Das war jedes Jahr eines unserer Ziele."

"Aber dieses Jahr schienen wir besser zusammenzuhalten, zu mehr Opfern bereit zu sein und wenn es hart auf hart kam noch enger zusammenzurücken, statt uns gegenseitig die Schuld zuzuschieben. Das wollten wir schon lange so aufbauen. Wir haben jetzt wohl die richtige Truppe."

Deshalb sprach Trainer Ken Hitchcock, als die Blues zum ersten Mal seit 15 Jahren das Conference Finale erreichten, wohl auch über Backes (10 Saisons in St. Louis), Alexander Steen (acht), Alex Pietrangelo (acht) und Patrik Berglund (acht), die Spieler die in St. Louis durchgehalten hatten, die endlich belohnt wurden.

"Am meisten freue ich mich für die Jungs, dies schon länger hier sind als ich", bestätigte Hitchcock, dessen Blues am Sonntag in Spiel eins auf die Sharks treffen. "Das sind diejenigen die gelitten haben um uns in unsere jetzige Situation zu bringen. Das sind die, die es getroffen hat, als das Team neu aufgebaut wurde. Diese Jungs, wie Backes und Berglund und Petro, die sind schon eine Weile hier und ich freue mich auf sie, weil sie jetzt mal die Chance haben stolz zu sein."

Das ist auch die Zeit für die neuen Spieler, wie Troy Brouwer und Paul Stastny. Es ist die Zeit der Rookies, Robby Fabbri und Colton Parayko.

Aber für den Rest? Die Veteranen der Blues? Für die ist es wirklich an der Zeit. Und sie waren bei diesem Anlauf sicher nicht nur Mitläufer. Backes machte bereits sechs Tore in den Playoffs, eins mehr als in seiner gesamten Playoffkarriere. Berglund traf in Spiel sieben, ein Genickbrecher 3,8 Sekunden vor Ende des ersten Drittels. Steen und Pietrangelo waren unter den konstantesten und zuverlässigsten Blues und machten all die kleinen Dinge und ein paar große.

"Es war an der Zeit für einen Durchbruch", sagte Backes. "Wir haben in der ersten Runde ein unglaubliches Team geschlagen (Chicago Blackhawks), das gibt uns Selbstvertrauen und verbessert unser Spiel. Dann standen wir wieder vor einem dicken Brocken, ein Team das sich nie geschlagen gibt und immer wieder und wieder anrennt."

Doch das machten die Blues auch.

Seit Backes, der Dienstälteste bei den Blues, ankam verpassten sie vier Mal die Playoffs. Sie kamen ein Mal ins Conference Halbfinale. Sie verloren vier Mal in der ersten Runde. Und jetzt sind sie zurück im Conference Finale, vier Siege vom Stanley Cup Finale entfernt.

"Wir haben die Chance um einen sehr wichtigen Pokal zu spielen, den man braucht um zu einer noch wichtigeren Trophäe zu kommen", sagte Hitchcock. "Aber Alex Steen und solche Spieler, das sind die Spieler für die ich mich besonders freue, weil sie soviel mitgemacht haben bevor ich hier ankam. Ich bin noch relativ neu. Fünf Jahre sind nicht besonders lang, aber die waren schon seit drei oder vier Jahren hier bevor ich ankam. Das ist lange."

Das ist es.

Und es gibt keine Garantie, das man diese Chance bald wieder kriegt. Das thematisierte Hitchcock in einer Ansprache vor Spiel sieben. Er sprach darüber, wie er an die Spitze kam und 1999 mit Dallas den Stanley Cup gewonnen hatte, das er dachte es wäre leicht gewesen. Das war es nicht. A

"Das ist die Chance des Lebens, die kann man nicht vergeben, Das geht einfach nicht", hatte er seinem Team eingebläut. "Im Conference Finale zu stehen, das habe ich als Trainer hier in Dallas als selbstverständlich angesehen und das war ein großer Fehler."

"Ich verließ Dallas und dachte das läuft immer so, Conference Finale, Cup Finale. Ich ging nach Philadelphia und wir hatten am Anfang Erfolg. Ich dachte das läuft immer so. Das war 2004. Seitdem war ich nicht mehr im Conference Finale. 12 Jahre. Man kann seine ganze Karriere ohne ein Conference Finale verbringen."

Für diese Truppe gab es nie ein Conference Finale, keine Chance auf den Cup.

"Tatsache ist, das ist nicht die Norm in der Liga", sagte Backes über Hitchcocks Erfahrung mit dem Stanley Cup Sieg in seiner vierten Saison als Cheftrainer. "Es ist ein hartes Stück Arbeit an diesen Punkt zu kommen. Man arbeitet und man wird belohnt, das ist es Wert."

Die Saison ist noch nicht vorbei. St. Louis ist noch dabei, mit Träumen von noch größerem Erfolg, Träumen die sie schon lange haben.

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