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Bishops Verletzung lediglich weitere Hürde

von Brian Compton / NHL.com

PITTSBURGH -- Die Besorgnis muss auf der Tampa Bay Lightning Auswechselbank wohl gigantisch gewesen sein, als Starttorhüter Ben Bishop in Spiel 1 des Eastern Conference Finales gegen die Pittsburgh Penguins im Consol Energy Center am Freitag mit einer Trage vom Eis geschoben wurde.

Als im Eröffnungsdrittel noch 7:35 Minuten zu spielen waren, krümmte sich Bishop vor unerträglichen Schmerzen auf dem Eis. Beim Versuch, wieder zurück in sein Gehäuse zu kommen, griff er sich schmerzverzerrt ans linke Knie. Es war der jüngste Name, der der langen Verletztenliste eines Teams, das dennoch weiter nach vorne schaut, hinzugefügt wurde.

So war der Vorfall am Freitag, als die Strapazierfähigkeit der Lightning, die bereits auf ihren Nummer 1 Center Steven Stamkos und Top-Verteidiger Anton Stralman verzichten müssen, beim 3-1 Eröffnungssieg der Best-of 7 Serie erneut auf den Prüfstand gestellt wurde.

Zwar waren die Röntgenaufnahmen von Bishop laut Lightning Coach Jon Cooper negativ, doch scheint ein Einsatz in Spiel 2 am Montag unwahrscheinlich. (02:00 a.m. MEZ)

"Du sorgst dich um deinen Jungen", sagte Cooper. " Verdammt, sowas habe ich nicht mehr gesehen, seit Stamkos vor einigen Jahren mit einem gebrochenen Bein zu Boden ging. Es bringt Erinnerungen wie diese hoch, Erinnerungen an Situationen, die vorher passiert sind. Wir waren sehr erleichtert, als wir die Testergebnisse zurück bekamen und herausgefunden haben, dass er zwar ohne Zweifel verletzt ist, aber nichts Schlimmeres Kaputt ist."

"Aber die Jungs, es ist eine sehr fokussierte Truppe. Jeder sorgt sich um Bens Gesundheit, aber es gab keine Sorgen nach dem Motto: 'Meine Güte, das Spiel ist verloren.' So war die Stimmung auf der Bank auf keinen Fall."

Es zeigte sich auf dem Eis. Alex Killorn traf spät im ersten Drittel, Ondrej Palat erzielte früh im Mittelabschnitt ein Powerplaytor und Jonathan Drouin scorte später im selben Abschnitt.

Backup Andrei Vasilevskiy, ein hochgehandelter 21 jähriger mit 114 Minuten Stanley Cup Playoff Erfahrung, ersetzte Bishop und steuerte 25 Saves zum Sieg bei.

  1. "Wir mussten schon so etliches durchmachen, und ehrlich gesagt glaube ich, dass wir uns schon ein bisschen daran gewöhnt haben", erläuterte Lightning Abwehrspieler Victor Hedman. "Wir waren schon in solchen Situationen. Wir wussten, dass es ein sehr wichtiges Spiel für uns war. Wir stellten sicher, dass wir bereit dafür sind. Als Bishop zu Boden ging, wollten wir für ihn ein gutes Spiel absolvieren. Offensichtlich legten wir richtig los und spielten ein großartiges Spiel. Im dritten Drittel standen wir defensiv gut und gaben ihnen wenig Chancen."

Auf diese Leistung kann Bishop stolz sein. Eine Leistung, die weder für Cooper noch sonst für wen aus der Kabine überraschend war. Aber es war bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie groß der Schrecken der Lightning Spieler gewesen sein muss, als sie zusehen mussten, wie ihre Nummer 1 auf einer Trage vom Eis abtransportiert wurde.

"Er sprach nichts", sagte Killorn über Bishop. "Man kann sagen, dass er voller Schmerz war. Es ist einer dieser Momente, in denen er so groß für uns ist. Du weißt nicht, was passiert. Niemand von uns wusste, was an ihm kaputt ist. Für ihn, der so abtransportiert wurde, war es sehr ernst."

"Ich kam zu ihm hoch und sagte: 'Wir haben es. Kopf hoch, Kumpel.' Er sah mich nur an. Er sagte nichts, aber es baut ein Team auf, wenn du zusammenkommst und am Ende eines Drittels ein Tor erzielst."

Es ist diese Flexibilität, die den Lightning ein Jahr zuvor half, das Stanley Cup Finale zu erreichen und sie sind nur drei Siege davon entfernt, es wieder zu tun. Aber ohne Stamkos und Stralman während den ganzen Playoffs und nun womöglich ohne ihren Nummer 1 Goalie an dieser Stelle zu stehen, ist schon verblüffend.

"Viel davon kommt von letztem Jahr, diesen Lauf und dieses Selbstvertrauen, das wir hatten, kommt jetzt wieder zurück", analysierte Rechtsaußen Ryan Callahan. "Natürlich waren die ganzen Verletzungen ein Rückschlag für die Postseason, aber wir haben diese Einstellung, dass wenn einer ausfällt, der nächste in seine Fußstapfen tritt und den Job erledigt. Es war die ganze Truppe im letzten Jahr und es ist die ganze Truppe in diesem."

"Wir haben einen sehr tiefen Kader. Ich denke, dass ist ein großes Plus für uns. Offensichtlich haben wir etliche Verletzte und Jungs die ausfallen, aber wir haben auch die Stärke, dass die Jungs dahinter bereit sind zu spielen."

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