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Bestenliste: Red Wings und Blackhawks marschieren

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Manch einer mag sich vielleicht wundern, warum die Vancouver Canucks nicht mehr unter den Top 10 in dieser Bestenliste zu finden sind. Immerhin konnten sie auf ihrer kräftezehrenden Auswärtstour sieben Punkte aus sieben Partien einfahren und sie belegen noch immer den zweiten Platz in der Pacific Division. Gerade in der vergangenen Woche, als sie in drei innerkanadischen Duellen den Maple Leafs, den Senators und den Canadiens unterlagen, hat sich der Eindruck verstärkt, dass der Kader in der Tiefe doch noch nicht so stark ist, um auf Dauer ganz oben mitzuspielen. Die Detroit Red Wings erkämpften sich mit eindrucksvollen Vorstellungen, nicht nur in der letzten Woche, den frei gewordenen Platz.

1. Pittsburgh Penguins (18-6-3; Vorwoche: Platz 1)

Für die Penguins wird die Luft an der Spitze dieses Rankings langsam dünn. Seit gut 14 Tagen konnten sie keine zwei Spiele hintereinander mehr gewinnen. Hinzukommt, dass sie in ihren letzten drei Partien neun Gegentreffer hinnehmen mussten. Die Mannschaft scheint mir aber so gefestigt, ihr Kader individuell so stark, dass sie sich früher oder später auch wieder über Siegesserien freuen kann. Auffällig ist, dass die Penguins in nur drei ihrer letzten zehn Partien mehr Torschüsse abgaben als ihre Gegner.

2. Chicago Blackhawks (20-8-1; Platz 5)

Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart behielten die Blackhawks die Ruhe und fahren nun den Lohn ihrer Arbeit ein. Geklagt wurde über ihre Abschlussschwäche, doch davon kann nun keine Rede mehr sein. Sie zählen zu den offensivstärksten Teams der Western Conference. Keine andere Mannschaft schießt häufiger auf den gegnerischen Kasten als die Blackhawks (35,4 Mal pro Spiel) und keine hat ein besseres Torverhältnis (+34).

3. Tampa Bay Lightning (19-8-3; Platz 2)

Stellen sich ihre Gegner langsam auf sie ein? Es hat fast den Anschein. Die Lightning sind mit 103 geschossenen Toren noch immer das offensivstärkste Team der NHL. In den vergangenen zwei Wochen gaben sie aber selbst gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen Punkte ab. Erinnert sei hierbei an die Niederlagen gegen Buffalo und Columbus in dieser Woche. Auch gegen die Hurricanes reichte es nur zu einem 2-1. Sollten es die Lightning schaffen, ihr Spiel wieder variabler aufzuziehen, dann dürften sie auch erneut in die Erfolgsspur zurückfinden.

4. St. Louis Blues (19-8-2; Platz 4)

Die Blues zählen immer noch zu den stärksten Teams der Liga. Dass sie Rückschläge gut wegstecken können, haben sie Anfang der Woche gegen die New York Islanders gezeigt. Zu Besuch auf Long Island konnten sie einen 3-Tore Rückstand nach dem ersten Drittel noch in einen 6-4 Sieg verwandeln. Exemplarisch für die Blues war in den letzten 40 Minuten dieser Partie, dass sie nur noch 15 Torschüsse zuließen. Im Schnitt sind es pro Spiel nur 27,1 - der drittbeste Wert in der Liga.

5. Anaheim Ducks (19-6-5; Platz 8)

Spiele aufzuholen, das ist schon ein Manko der Kalifornier: Nur 41,7 Prozent aller Begegnungen, in denen sie zuerst in Rückstand geraten waren, konnten sie auch gewinnen. Mit diesem Wert liegen sie gerade einmal auf dem zehnten Platz. Die Ducks lassen auch im Vergleich zu den Topteams relativ viele Torschüsse pro Spiel zu (29,2). Was am Ende jedoch zählt, das ist die Punktausbeute und die stimmt bei ihnen. Ihr Sieg am ersten Advent gegen die Boston Bruins war der Auftakt zu einer Erfolgsserie von fünf doppelten Punktgewinnen, durch die sie ihren ersten Tabellenplatz in der Pacific Division zurückerobern konnten. Aktuell sind die Ducks sogar das punktbeste Team der Liga.

6. New York Islanders (19-10-0; Platz 3)

Auch nach den beiden Niederlagen gegen die Blues und in St. Paul gegen die Wild mit zusammen 17 Gegentoren kann man bei den Islanders keinesfalls von einer Krise reden. Es ist ihrem sehr offensiv ausgelegten Spielstil geschuldet, dass, wenn sie verlieren, es Tor reich der Fall ist. Die Islanders sind das Team mit den viertmeisten Torschüssen pro Spiel (31,7). Keine andere Mannschaft in der NHL konnte, weder prozentual noch absolut, so viele Spiele für sich entscheiden, in denen sie zunächst in Rückstand geraten war, wie die Islanders (8 von 11; 72,7%).

7. Nashville Predators (19-7-2; Platz 6)

Knappe Spielausgänge sind in Partien mit den Predators fast garantiert. 20 ihrer 28 Saisonpartien endeten mit nur einem Tor Unterschied. Gelegen kamen ihnen da in dieser Woche die Colorado Avalanche und die Arizona Coyotes, die sie klar mit 3-0 und 5-1 bezwingen konnten. Keine Mannschaft hat weniger Tore kassiert als die Predators (55). Auch wenn ihre hohen Siege von dieser Woche etwas anderes vermuten lassen, dem Team fehlt es mit durchschnittlich 2,78 Toren pro Spiel bei 31,5 Schüssen noch an Effizienz im Abschluss.

8. Montreal Canadiens (18-10-2; Platz 7)

Auf eines kann man sich verlassen, wenn die Canadiens mit 1-0 in Führung gehen, zehn Mal war das bisher der Fall, dann gewinnen sie auch. So wie diese Woche beim 3-1 Triumph über die Canucks durch den sie eine Negativserie von drei Niederlagen hintereinander beenden konnten. Genau 30 Torschüsse ließen die Frankokanadier durchschnittlich pro Spiel zu und belegen damit nur Rang 19. Ligaspitze sind sie jedoch am Bullypunkt mit 55,1 Prozent gewonnener Bullys.

9. Los Angeles Kings (15-9-5; Platz 9)

Die Kings belegen nur Platz 5 in der Tabelle der Pacific Division, liegen aktuell sogar außerhalb der Playoffränge in der Western Conference. Dennoch sind sie in dieser Auflistung zu finden. Die Kalifornier haben eine gewachsene, erfahrene Mannschaft, die genau weiß, bis wann man seine Topform gefunden haben muss. Los Angeles profitiert von seiner starken Defensivabteilung mit einem herausragenden Torwart. Im Schnitt ließen sie nur 2,07 Tore pro Spiel zu, was der drittbeste Wert in der NHL ist.

10. Detroit Red Wings (17-6-6; Verfolger)

Ende Oktober standen die Detroit Red Wings zum letzten Mal unter den besten Zehn, doch das Team von Mike Babcock kann man nun nicht mehr übergehen. Nach neun Siegen in zwölf Partien waren sie am Donnerstag mit 40 Zählern sogar das punktbeste Team der Eastern Conference. Mit nur 72 Gegentoren verfügen sie über eine der stärksten Defensivabteilungen unter den Mannschaften im Osten. Es ist ein Erfolgsrezept der Red Wings nur wenige Torchancen und Torschüsse des Gegners zuzulassen. Im Schnitt waren es 26,9 pro Spiel und damit die zweitwenigsten unter allen 30 Teams.

Die Verfolger: Vancouver Canucks, Minnesota Wild, Calgary Flames, San Jose Sharks, New York Rangers

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: ---

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