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Bestenliste: Rangers mit von der Partie

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Schon seit Wochen stehen die Rangers im Verfolgerfeld dieser Bestenliste. Mit drei Siegen in Folge und konstant guten Vorstellungen in den Wochen zuvor - Ausrutscher, die sich jede Mannschaft geleistet hat, außen vor gelassen - hat sich das Traditionsteam aus Manhattan unter die Top 10 gespielt. Im Schnitt holten die Rangers pro Spiel 1,30 Punkte und lägen spielebereinigt in der Tabelle der Metropolitan Division sogar knapp vor den Pittsburgh Penguins (1,29). Zum ersten Mal in dieser Saison nicht mehr mit aufgeführt sind die amtierenden Stanley Cup Champions aus Los Angeles, die aktuell in der Western Conference nur noch Platz zwölf belegen.

Welche Spieler sind seit Jahresbeginn und in den letzten zehn Tagen besonders ins Auge gestochen?

1. St. Louis Blues (34-13-4; Platz 1)

Blues Flügelstürmer T.J. Oshie hat einen Lauf. Nach einem schwachen Saisonstart, nur in fünf der ersten 20 Saisonpartien konnte er punkten, ist er mittlerweile einer der vielen Leistungsträger der Blues. Seine Ausbeute seit Jahresbeginn ist acht Treffer und zehn Assists in 14 Partien. In keinem dieser Spiele kam der 28-Jährige auf einen negativen +/-Wert.

Topscorer letzten 10 Tage: Vladimir Tarasenko (5 Sp, 3T, 2A), Jaden Schwartz (5 Sp, 3T, 2A), T.J. Oshie (5 Sp, 1T, 4A)

2. Anaheim Ducks (34-12-6; Platz 3)

Die Ducks sind aktuell noch das punktbeste Team der Liga. Mit acht Siegen aus ihren letzten zehn Auftritten konnten sie mannschaftlich geschlossen ebenso überzeugen, wie individuell ihr junger schwedischer Stürmer Rickard Rakell. Im Oktober und November bekam der Center nur selten mehr als elf Minuten Eiszeit pro Partie. Seit Jahresbeginn liegt er im Schnitt schon über zwölf Minuten. Er dankte es seinem Trainer mit elf Scorerpunkten (4T, 11A) in den letzten zehn Begegnungen seit dem 11. Januar.

Topscorer letzten 10 Tage: Rickard Rakell (5 Sp, 2T, 4A), Corey Perry (5 Sp, 3T, 2A), Ryan Kesler (6 Sp, 1T, 4A)

3. Nashville Predators (33-12-6; Platz 4)

Für die Predators wird die Luft an der Tabellenspitze der Central Division immer dünner, die Blues liegen mittlerweile punktgleich auf Platz 2. Immer wertvoller wird ihr junger Schweizer Verteidiger Roman Josi. Der 24-jährige Berner konnte in acht der letzten zehn Partien der Predators punkten. Von seinen neun Saisontreffern und 26 Assists gelangen ihm 13 im neuen Jahr. Nur einmal blieb er in den letzten sechs Partien ohne Scorerpunkt.

Topscorer letzten 10 Tage: Mike Fisher (6 Sp, 4T, 3A), Roman Josi (6 Sp, 2T, 5A), Filip Forsberg (6 Sp, 2T, 4A)

4. Chicago Blackhawks (31-18-2; Platz 2)

Welches große Potenzial steckt in den Blackhawks, doch sie können es momentan nicht auf dem Eis zeigen. Nur vier Siege aus den letzten zehn Partien sind für ein Spitzenteam einfach zu wenig. Im vergangenen Monat drängte sich auch kein Spieler aus der zweiten Reihe in den Vordergrund. Erneut sind es die altbekannten Namen, welche die Kohlen aus dem Feuer holen müssen. Kein einziger Stürmer der Blackhawks kann in der Summe aus den vier Partien der vergangenen zehn Tage einen positiven +/-Wert vorweisen.

Topscorer letzten 10 Tage: Patrick Sharp (4 Sp, 1T, 5A), Patrick Kane (4 Sp, 3T, 2A), Duncan Keith (4 Sp, 1T, 1A)

5. Tampa Bay Lightning (33-15-5; Platz 5)

Ein 19-Jähriger Rookie, Jonathan Drouin, und ein 21-jähriger Stürmer, Cedric Paquette, sorgen bei den Lightning für Furore. Während Drouin schon seit Sasonbeginn relativ regelmäßig als Vorbereiter positiv auf sich aufmerksam machen konnte, hat Paquette seinen Torriecher erst im neuen Jahr unter Beweis gestellt. Vom 17. November bis zum 4. Januar gelangen dem Center zwei Assists in 21 Spielen. In seinen folgenden elf Auftritten war er für sechs Treffer und vier Vorlagen gut.

Topscorer letzten 10 Tage: Cedric Paquette (4 Sp, 6T, 0A), Jonathan Drouin (4 Sp, 0T, 5A), Alex Killorn (4 Sp, 0T, 4A)

6. Pittsburgh Penguins (29-14-8; Platz 7)

In der Metropolitan Division streiten sich gleich vier Teams um den Divisionstitel. Eines davon, vor Saisonbeginn als großer Favorit gehandelt, sind die Penguins. Ihrer Favoritenrolle konnten sie mit nur vier doppelten Punktgewinnen aus ihren letzten zehn Auftritten nicht mehr gerecht werden. Mit Sehnsucht dürften sie der Genesung ihres russischen Torjägers Evgeni Malkin entgegengesehen haben. Zumindest etwas in die Bresche springen konnte ihr Neuzugang aus Edmonton David Perron. Dem 26-jährigen Linksaußen gelangen seit Jahresbeginn sieben Treffer für seinen neuen Arbeitgeber.

Topscorer letzten 10 Tage: Kris Letang (5 Sp, 0T, 8A), David Perron (5 Sp, 2T, 1A), Sidney Crosby (4 Sp, 0T, 2A)

7. Detroit Red Wings (30-12-9; Platz 6)

Mit acht Siegen bei nur zwei Niederlagen sind die Red Wings, angeführt von ihren alten Recken Henrik Zetterberg und Pavel Datsyuk, das erfolgreichste Team der Eastern Conference, betrachtet man die Ausbeute aus den letzten zehn Partien. Ins Rampenlicht gespielt hat sich aber auch ein 25-jähriger Center, der 2013/14 ungedraftet den Sprung von der AHL (Grand Rapids Griffins) in die NHL geschafft hat. Luke Glendening gelangen fünf seiner zehn Saison-Scorerpunkte in 2015. In den vergangenen vier Partien der Red Wings erzielte er vier Tore und sein +/-Wert von +4 ist der beste aus Detroits Auftritten der letzten zehn Tage.

Topscorer der letzten 10 Tage: Stephen Weiss (3 Sp, 1T, 2A), Jonathan Ericsson (3 Sp, 1T, 2A), Riley Sheahan (3 Sp, 0T, 3A)

8. New York Islanders (33-17-1; Platz 9)

Die Islanders spielen auch weiterhin absolut solide, wenngleich sie von ihrem Vorsprung gegenüber den direkten Verfolgern eingebüßt haben. Schmerzlich vermissen werden sie in den nächsten Wochen ihren zweitbesten Scorer und besten Vorbereiter Kyle Okposo, der verletzungsbedingt bis mindestens Ende Februar pausieren muss. Umso mehr wird das gute Auge von Verteidiger Johnny Boychuk gefragt sein. Der erfahrene Kanadier konnte im Jahr 2015 schon neun Treffer vorbereiten und weist mit +15 den besten +/-Wert des Kaders aus.

Topscorer der letzten 10 Tage: John Tavares (5 Sp, 2T, 2A), Cal Clutterbuck (5 Sp, 1T, 2A), Johnny Boychuk, Travis Hamonic (5 Sp, 0T, 3A)

9. Montreal Canadiens (32-15-3; Platz 8)

Dass für das frankokanadische Traditionsteam ein Playoffplatz nicht mehr in Gefahr ist, davon kann man ausgehen, doch so richtig überzeugen konnten sie bei ihren Heimniederlagen gegen Arizona und Buffalo nicht mehr. Richtig viel Spaß bereitet haben, dürfte den Canadiens die Leistungsexplosion ihres Centers David Desharnais, dem seit Mitte Januar in sieben Partien zwei Tore und vier Assists gelungen waren. Zum Vergleich: In den acht Spielen zuvor hatte er es auf einen Treffer gebracht.

Topscorer letzten 10 Tage: Alex Galchenyuk (5 Sp, 3T, 0A), Max Pacioretty (5 Sp, 2T, 1A), David Desharnais (5 Sp, 1T, 2A)

10. New York Rangers (30-15-4; Verfolger)

Nash, Nash, Nash! Die Erfolge der Rangers darf man sicherlich nicht nur auf diesen einen Namen reduzieren, doch er hat zweifelsfrei einen Riesenanteil daran. Welchen Zeitraum man auch betrachtet, die Saison insgesamt, den letzten Monat oder die vergangenen zehn Tage, der Name Rick Nash steht immer ganz oben. Auch bei Unterzahl hat kein anderer Ranger häufiger getroffen als der 30-jährige mit der Nummer 61 auf dem Rücken.

Topscorer letzten 10 Tage: Rick Nash (5 Sp, 4T, 1A), Mats Zuccarello (5 Sp, 1T, 3A), Chris Kreider, Carl Hagelin (5 Sp, 1T, 2A)

Die Verfolger: Boston Bruins, Washington Capitals, San Jose Sharks, Minnesota Wild, Vancouver Canucks

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