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Bestenliste: Rangers kommen der Spitze näher

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Der Kampf um die Presidents‘ Trophy wird immer spannender: Aktuell liegen sechs Mannschaften mit 91 Zählern punktgleich an der Tabellenspitze. Die besten zehn Teams trennen gerade einmal sechs Zähler. Auch die Rennen um die beiden Wildcards einer jeden Conference sind an Spannung kaum zu überbieten. Im Westen braucht, mit Ausnahme der Oilers und Coyotes, zu diesem Zeitpunkt kein weiterer Club seine Playoffhoffnungen begraben. Selbst die Colorado Avalanche und die Dallas Stars sind wieder im Rennen. In der Eastern Conference konnten sich die aktuell achtplatzierten Boston Bruins etwas Luft auf ihre Verfolger verschaffen, doch die Florida Panthers und vor allem die Ottawa Senators liegen mit sechs bzw. sieben Punkten Rückstand noch in Lauerstellung.

1. St. Louis Blues (43-19-5; Platz 2)

Auch wenn sich die Blues zwischendurch immer wieder mal, wie vor 14 Tagen geschehen, einen oder zwei Ausrutscher leisten, sie finden schnell zurück in die Erfolgsspur. Drei Siege fuhren sie in den vergangenen sieben Tagen ein und bleiben damit ein ganz heißer Kandidat auf die Presidents' Trophy. Besonders gut gefallen hat mir in den letzten Partien Jori Lehtera. Der finnische Center ist ein klasse 2-Wege Spieler. Er spielte sich vor allem in den Partien gegen die Maple Leafs und Jets mit einem Tor und vier Assists ins Rampenlicht.

2. Tampa Bay Lightning (42-20-7; Platz 3)

Die Lightning gehörten lange Zeit zum Spitzentrio in dieser Bestenliste, ließen es aber im Februar an Konstanz vermissen. Im März meldete sich das offensivstärkste Team der Eastern Conference wieder zurück. Auch wenn sie zuletzt in Boston nach Penaltyschießen unterlagen, ihr Trend zeigt eindeutig nach oben. In 2-3 Wochen, also rechtzeitig zum Saisonendspurt, dürfte auch ihr verletzter Linksaußen Ondrej Palat wieder mit dabei sein. Der 23-Jährige hatte mit insgesamt fünf Assists bei Tampas Siegen gegen Dallas, Toronto und Buffalo erneut bewiesen wie wichtig er als Vorbereiter ist.

3. Chicago Blackhawks (40-21-6; Platz 4)

Gegen starke Teams aus der Eastern Conference tun sich die Blackhawks noch etwas schwer mit dem Tore schießen. Ende Februar gelang ihnen gegen Tampa kein Treffer und in dieser Woche unterlagen sie vor heimischer Kulisse den New York Rangers mit 0-1 in der Verlängerung. Der erfahrene Slowake Marian Hossa konnte als einziger Spieler der Blackhawks, sowohl beim Sieg am Samstag gegen Edmonton, wie auch am Donnerstag gegen Arizona, punkten.

4. New York Rangers (42-17-7; Platz 6)

Auch auswärts sind die Rangers nicht zu packen: Die Blackhawks, die Islanders und die Capitals bissen sich am New Yorker Abwehrbollwerk die Zähne aus. Das Team von Alain Vigneault ließ in diesen drei Partien nur zwei Gegentreffer zu. Schlussmann Cam Talbot wehrte 97,7 Prozent aller Schüsse die auf seinen Kasten kamen ab. Auch die Ausbeute der Rangers von 17 Punkten aus den letzten zehn Spielen kann sich mehr als sehen lassen. Keine andere Mannschaft der Liga war in diesem Zeitraum besser.

5. Anaheim Ducks (42-20-7; Platz 1)

Vor einer Woche, die Ducks hatten gerade sieben Siege aus acht Partien eingefahren, standen die Kalifornier nicht nur in diesem Ranking sondern auch in der ligaweiten Tabelle ganz oben. Was folgte waren drei bittere Niederlagen gegen die Penguins, die Canucks und die Flames. Hierbei kassierten die Ducks insgesamt 13 Gegentore. Dass die Anaheim Ducks die Qualität haben die laufende Saison als punktbestes Team abzuschließen, das steht außer Frage, doch erst müssen sie wieder Stabilität in ihre Defensive bringen.

6. Pittsburgh Penguins (39-18-10; Verfolger)

Die Penguins holten in den letzten sieben Tagen sieben von acht möglichen Zählern. Darunter waren Auswärtssiege in Anaheim und in Los Angeles sowie ein 6-4 Erfolg über die Oilers. Einen Punktverlust gab es für Pittsburgh im Spiel gegen die Sharks. Ihnen mussten sie sich nach Penaltyschießen mit 1-2 geschlagen geben. Pittsburghs Teamkapitän und Superstar Sidney Crosby punktete wieder in schöner Regelmäßigkeit. Drei Tore und drei Assists betrug seine Ausbeute in diesen vier Partien.

7. Minnesota Wild (37-23-7; Platz 7)

Die Wild spielen schon seit über fünf Wochen auf einem so hohen Niveau, dass man sich verwundert die Augen reiben muss. In ihren 19 Partien seit Anfang Februar verließen sie nur viermal das Eis als Verlierer. Eine denkbar knappe Niederlage kassierten sie am vergangenen Sonntag vor heimischer Kulisse gegen die Avalanche mir 2-3 Toren. Daraufhin folgte prompt ein 6-2 Kantersieg gegen die Devils. In ihren fünf Partien der letzten zehn Tage waren 17 Spieler an mindestens einem Treffer der Wild beteiligt. Ihr punktbester Akteur war Linksaußen Zach Parise mit einem Tor und fünf Assists.

8. Nashville Predators (42-20-7; Platz 8)

Bei den Predators läuft es gar nicht mehr rund. Von ihren letzten acht Partien konnten sie nur eine gewinnen - am vergangenen Montag 2-1 nach Verlängerung gegen Arizona. Für ein Spitzenteam ist das einfach zu wenig. Die kommende Woche könnte Aufschluss darüber geben wohin die Reise der Predators geht: Es stehen drei schwere Spiele gegen Los Angeles, Anaheim und Minnesota an. Nashvilles Jungstar Filip Forsberg kam in den letzten fünf Partien nur zu einem Assist.

9. Montreal Canadiens (42-19-7; Platz 5)

Die Canadiens verlieren weiter an Boden. Noch führen sie die Tabelle der Atlantic Division mit 91 Punkten an. Von ihren sechs Auftritten in diesem Monat konnten sie aber nur einen (2-0 in Arizona) mit einem doppelten Punktgewinn erfolgreich gestalten. Zuletzt setzte es für die Frankokanadier zwei Heimniederlagen gegen die Lightning und die Senators. An der Leistung von Flügelstürmer Max Pacioretty sollte es nicht gelegen haben: Ihr Topscorer war in der letzten Woche an drei von vier Treffern beteiligt.

10. New York Islanders (43-22-4; Platz 10)

Die knappe 1-2 Heimniederlage gegen ihren Lokalrivalen aus Manhattan dürfte die Islanders ganz schön gewurmt haben, doch mit dem Saisonverlauf und ihrem Tabellenstand können sie mehr als zufrieden sein. Im Monat März verloren sie nur einmal in der regulären Spielzeit und das ausgerechnet gegen die Rangers. Zuvor hatten die Islanders aus Dallas (2-3,OT), Nashville (4-3), Florida (3-4,SO) und Toronto (4-3,OT) Punkte entführen können. Die beiden Center John Tavares und Anders Lee waren mit jeweils drei Toren ihre erfolgreichsten Torschützen.

Die Verfolger: Los Angeles Kings, Detroit Red Wings, Boston Bruins, Washington Capitals, Vancouver Canucks

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Winnipeg Jets

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