Skip to main content

Bestenliste: Predators unter den ersten drei

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Die Leistungsdichte unter den Topteams ist in der NHL so hoch, dass des Öfteren nur Nuancen darüber entscheiden, wer als Sieger das Eis verlassen wird. Verletzungsmiseren tun ihr Übriges dazu, dass manchmal hoch gesteckte Erwartungen nicht erfüllt werden können. Keine Mannschaft ist in dieser Saison ein Überflieger. Um ganz oben mitspielen zu können gehört eine gewisse Konstanz hinzu.

Betrachtet man die Punktausbeute eines jeden Teams in Prozent getrennt nach Monaten, so stellt man fest, dass sich nur eine Mannschaft in jedem Monat seit Oktober unter die ersten Zehn platzieren konnte.

Hätten sie gedacht, dass die stärkste Mannschaft im Monat Dezember die Columbus Blue Jackets (10-1-1) waren, als sie 87,5 Prozent der ihnen möglichen Zähler einfuhren? Die Tampa Bay Lightning, als aktuell punktbestes Team der Eastern Conference, kamen bisher im Januar nur zu 8 von 14 Punkten und belegen mit einer Ausbeute von 57,14% den 15. Rang.

Die Los Angeles Kings lagen in keinem der vier einzeln ausgewerteten Monate von Oktober bis Januar unter den besten Zehn (11.,15.,19.;19.). Ihr Trend weist ebenso nach unten, wie jener der Vancouver Canucks (6.,9.,18.,22.). Den freigewordenen Platz in der Bestenliste nehmen nun die Washington Capitals ein.

1. Chicago Blackhawks (28-13-2; Platz 1)

Auch wenn für die Blackhawks das neue Jahr, mit drei Siegen und drei Niederlagen, eher mittelmäßig begonnen hat, sie zählten bisher zu den Mannschaften die am konstantesten ihre Leistungen abrufen konnten (10.,10.,2.,18.) und untermauerten damit auch ihren Spitzenplatz unter den Top 10. Die drei anstehenden Heimpartien gegen Winnipeg, Dallas und Arizona könnten richtungsweisend für den Saisonverlauf werden. Anschließend begeben sich die Blackhawks auf eine Tour mit sieben Spielen in der Fremde.

2. Pittsburgh Penguins (26-10-6; Platz 3)

Die Penguins haben nach einem für ihre Verhältnisse durchwachsenen Monat Dezember (7-4-3, 60,71%, 12.) durch Siege in Montreal (2-1,OT) und zuhause gegen Minnesota (7-2) wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden (Januar: 3-1-1, 70,0%, 7.). Spannend wird es sein zu verfolgen, wie sich Crosby & Co. in den nächsten vier Tagen gegen ihre Divisionskonkurrenten, den NY Islanders, NY Rangers und den Philadelphia Flyers schlagen werden.

3. Nashville Predators (29-9-4; Platz 5)

Mit den Predators ging es auch im Januar weiter bergauf. Sie sind das, wie oben erwähnt, einzige Team der Liga, das sich konstant seit Saisonbeginn in jedem Monat unter den zehn Besten platzieren konnte (5.,2.,10.,2.). Im Jahr 2015 sind sie sogar in der regulären Spielzeit noch ungeschlagen (5-0-1). Zuletzt konnten sie vier Siege in Folge gegen Carolina (3-2), Dallas (3-2, OT), Minnesota (3-1) und Vancouver (5-1) einfahren. Eine Hiobsbotschaft gab es für die Predators am Mittwoch: Auf ihren Stammtorwart Pekka Rinne werden sie die kommenden drei bis fünf Wochen verzichten müssen.

4. St. Louis Blues (27-13-4; Platz 4)

Auch wenn sie gestern gegen die Detroit Red Wings nach Verlängerung (2-3, OT) den Kürzeren gezogen haben, die Blues haben im Januar (5-1-1, 78,57%, 5.) wieder den Kampf um die Tabellenführung in der Central Division aufgenommen. Im Dezember hatten sie mit einer Bilanz von 6-6-1 nur den 20. Platz belegt. In ihren letzten sechs Spielen konnten die Blues jeweils punkten. Bis zum Monatsende warten auf sie noch vier Aufgaben, drei davon gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel (Toronto, Colorado, Carolina) und eine gegen den aktuellen Tabellenführer aus Nashville.

5. Anaheim Ducks (28-10-6; Platz 6)

Mit Ausnahme November (5-3-5, 57,69%, 14.) platzierten sich die Ducks in jedem Monat unter den besten Fünf (2.,14.,3.,4.). Umso beeindruckender ist ihre Januar-Ausbeute von 4-1-0 (80%,4.) wenn man bedenkt, dass sie dabei gegen vier Playoffkandidaten (St. Louis, Nashville, NY Rangers, Winnipeg) antreten mussten. Da war der 4-0 Heimsieg am Mittwoch gegen die Maple Leafs fast schon ein Selbstläufer. Mit drei Spielen bis zur All-Star Pause, gegen die Devils, die Kings und die Flames, haben die Kalifornier noch ein volles Programm, das sie nutzen können, um wieder die Tabelle nach Punkten alleine anzuführen.

6. Tampa Bay Lightning (28-14-4; Platz 2)

Die Lightning sind noch immer Spitzenreiter in der Atlantic Division, doch der erste Schein trügt. Sie haben bereits mehr Spiele als ihre direkten Konkurrenten absolviert. Die Trendkurve (7.,5.,14.,15.) zeigt auf den ersten Blick eindeutig nach unten. Im Januar stehen vier Siege drei Niederlagen gegenüber (4-3-0, 57,14%, 15.). Jahresübergreifend konnten sie jedoch sieben ihrer letzten zehn Partien gewinnen (7-3-1). In den kommenden Tagen erwartet sie Besuch aus dem Westen. Colorado und Vancouver werden sich die Ehre in Tampa geben.

7. New York Islanders (29-13-1; Platz 8)

Bei einem Blick auf die Tabelle der Metropolitan Division glaubt man immer noch nicht so richtig seinen Augen. Die Islanders führen die Rangordnung mit 59 Punkten an und haben damit, bei drei weniger absolvierten Spielen, nur einen Zähler Rückstand auf das punktbeste Team im Osten. Mit Ausnahme eines Aussetzers zwischen Mitte Oktober und Anfang November, als sie fünf von sieben Partien verloren, zählen die Islanders zu den konstantesten Teams der Liga (14.,1.,9.,10.). Zuletzt gelangen ihnen drei doppelte Punktgewinne gegen New Jersey (3-2,OT), gegen Columbus (5-2) und gegen den Lokalrivalen, die NY Rangers (3-0).

8. Montreal Canadiens (27-13-3; Platz 7)

Wohin geht die Richtung der Frankokanadier? Gerne hätten sie sich einen besseren Start ins Neue Jahr gewünscht. Mit einer Bilanz von 3-2-1 (58,33 %, 13.) im Januar stehen sie noch in der oberen Hälfte. In ihren letzten vier Partien gegen Tampa (2-4), Pittsburgh (1-2, OT), Columbus (3-2) sowie gegen Ottawa (1-4) reichte es jedoch nur zu einem Sieg. Über den Jahreswechsel hatten die Canadiens noch eine Erfolgsserie von sechs doppelten Punktgewinnen hingelegt (Dezember: 8-4-0, 66,6%, 7.). Ihre kommenden Gegner (NY Islanders, Nashville, Dallas, NY Rangers, Washington) bis zum Monatsende zählen auch nicht gerade zu den Leichtgewichten.

9. Washington Capitals (24-11-8; Verfolger)

Am Tag vor Heiligabend mussten die Capitals ihre letzte Niederlage in der regulären Spielzeit hinnehmen. Seitdem haben sie neun Spiele hintereinander gepunktet (7-0-2). In diesem Monat ist das Team aus der US-Hauptstadt das Erfolgreichste der Liga (6-0-1, 92,86%, 1.) Nur zweimal ließen sie mehr als zwei Gegentore zu. Auch über die Monate hinweg ist ihr Aufwärtstrend sichtbar: Belegten sie im Oktober noch den 20. Platz (4-3-2, 55,56%), steigerten sie sich über den 19. im November (6-6-2, 50,0%) auf den 5. im Dezember (8-2-3, 73,08%).

10. Detroit Red Wings (24-11-9; Platz 10)

Ein Beispiel dafür, dass statistische Zahlen, die sich auf festgelegte Zeiträume beziehen, ein falsches Bild abliefern können, sind jene der Red Wings. In den einzelnen Monaten belegten sie die Plätze 4, 8, 16 und 11. Daraus könnte man schließen, dass es mit den Red Wings bergab geht. Das ist aber keineswegs der Fall. Sieben ihrer letzten zehn Spiele konnten sie gewinnen. In dieser Woche nahmen sie aus Buffalo (3-1) und aus St. Louis (3-2, OT) jeweils zwei Punkte mit. Zwei weitere Auswärtssiege landeten sie im Januar in Edmonton (4-2) und Calgary (3-2).

Die Verfolger: Los Angeles Kings, New York Rangers, San Jose Sharks, Boston Bruins, Vancouver Canucks

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Dallas Stars

Mehr anzeigen