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Bestenliste: Panthers und Ducks mit dabei

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.


Obwohl die meisten Teams nach dem All-Star Wochenende bisher nur zwei Partien bestreiten mussten, gab es doch einige signifikante Veränderungen gegenüber dem Powerranking der vergangenen Woche.

Die Tampa Bay Lightning machten einen großen Sprung von Platz 6 auf das Treppchen, nachdem sie von ihren letzten zehn Auftritten neun gewinnen konnten.

Auch zwei Mannschaften aus dem Verfolgerfeld konnten überzeugen und haben sich einen Platz unter den Top Ten verdient.

Im Osten bauten die Florida Panthers und im Westen die Anaheim Ducks ihre Siegesserien auf fünf Spiele aus und verdrängten die New York Islanders und Detroit Red Wings aus dem Ranking.

1. Washington Capitals (36-9-4, Platz 1)

Zwei Heimpartien hatten die Capitals nach der All-Star Game Pause zu bestreiten. Am Dienstag gaben die Panthers ihre Visitenkarte im Verizon Center ab und erteilten mit 5-2 Toren dem Ligaprimus, der ohne Alex Ovechkin und Marcus Johansson auskommen musste, eine Lehrstunde. Wie wichtig Ovechkin für das Spiel der Capitals ist, konnte man 48 Stunden später beim Gastauftritt der Islanders erkennen: 160 Sekunden standen beim Stande von 2-2 noch auf der Uhr, als sich Washingtons Superstar ein Herz nahm und das 3-2 Siegtor markieren konnte.

In den kommenden sieben Tagen müssen die Capitals gleich viermal antreten, einmal zuhause gegen die Flyers und auswärts bei den Devils, Predators und Wild.

2. Chicago Blackhawks (35-16-4, Platz 2)

Durch zwei knappe Auswärtssiege, in Denver gegen die Avalanche und in Glendale gegen die Coyotes, konnten die Blackhawks ihre Führung in der Tabelle der Central Division verteidigen. Gegen die Avs machte Chicago früh klar wer hier das Sagen hat. Nach bereits gut sieben Minuten lagen die Gäste dank der Treffer von Richard Panik und Artemi Panarin mit 2-0 in Front. Angesichts der Spielanteile und einem Torschussverhältnis von 42-23 hätte der Sieg der Blackhawks sogar noch höher als 2-1 ausfallen müssen. In Arizona lieferte sich Chicago einen offenen Schlagabtausch, bei dem in der Verlängerung Jonathan Toews das 5-4 Siegtor erzielen konnte.

In der nächsten Woche treffen die Blackhawks auf die Sharks und zweimal auf ihren direkten Verfolger aus Dallas.

3. Tampa Bay Lightning (28-18-4, Platz 6)

Die Lightning bleiben auch nach der All-Star Game Unterbrechung erfolgshungrig. Mit 3-1 Toren konnten sie am Mittwoch in der heimischen Amelie Arena die Red Wings bezwingen. In der ausgeglichenen Partie machten zwei Powerplaytreffer von Tyler Johnson und Nikita Kucherov den letztendlich spielentscheidenden Unterschied aus. Auch Tampas All-Star Schlussmann Ben Bishop lieferte mit 24 Paraden eine solide Vorstellung ab.

Die Lightning haben von ihren letzten zehn Auftritten nur einen verloren. Die Chance ihre gute Bilanz weiter zu verbessern haben die Bolts in den nächsten Tagen gegen Pittsburgh, Ottawa und Montreal.

4. St. Louis Blues (29-17-8, Platz 3)

Die Ausbeute der Blues aus ihren letzten zehn Spielen liest sich mit 6-3-1 noch ganz gut, doch betrachtet man ihre letzten vier Auftritte, dann sprang nur ein doppelter Punktgewinn, ein 1-0 Erfolg bei den Predators, für sie heraus. In dieser von den Defensivkräften bestimmten Partie gelang Troy Brouwer erst 65 Sekunden vor Schluss der Gamewinner für die Blues, die sich zwei Tage später zuhause den San Jose Sharks mit 1-3 geschlagen geben mussten.

Den Kampf um den ersten Tabellenplatz in der Central Division hat St. Louis sicherlich noch nicht aufgegeben, doch in der kommenden Woche muss gegen Minnesota und Winnipeg gepunktet werden.

5. Dallas Stars (33-14-5, Platz 5)

Die Stars erwischten einen glänzenden Start in den Februar nachdem sie im Monat zuvor nur drei von elf Partien gewinnen konnten (3-6-2). Am vergangenen Dienstag behielt Dallas bei den Jets mit 5-3 Toren die Oberhand und zwei Tage später konnten sie mit einem 4-3 Overtimeerfolg gegen Colorado aus Denver zwei Punkte mitnehmen. Dallas Matchwinner war in Winnipeg ihr zweifacher Torschütze Tyler Seguin und gegen die Avalanche Verteidiger John Klingberg, der nach 35 Sekunden in der Verlängerung traf.

Die Stars können in der nächsten Woche gegen Chicago und Minnesota versuchen ihre Erfolgsserie von drei Siegen hintereinander fortzusetzen.

6. Los Angeles Kings (31-17-3, Platz 4)

Es ist schon über 14 Tage her, dass die Kings zwei Partien in Folge gewinnen konnten. In ihren letzten sechs Partien folgte einem Sieg eine Niederlage. So auch in dieser Woche: Ihrem beeindruckenden 6-2 Triumph bei den Coyotes am Dienstag ließen die Kings am Donnerstag eine 2-4 Heimpleite gegen ihre Nachbarn aus Anaheim folgen. In Arizona schossen sich die Kalifornier mit vier Toren im Mittelabschnitt innerhalb einer Viertelstunde auf die Siegerstraße. Dustin Brown zeichnete sich dabei als zweifacher Torschütze aus.

Trotz der Niederlage liegen die Kings in der Tabelle der Pacific Division noch souverän vorne, viele Punktverluste sollten sie sich jedoch auf ihrer am Dienstag in Boston beginnenden Auswärtstour im Osten nicht leisten.

7. Florida Panthers (31-15-5, Verfolger)

So richtig kann man es noch immer nicht glauben. Die Panthers stehen unter den besten zehn Mannschaften der Liga - und das zu Recht. Sie untermauerten ihre Spitzenposition mit einem doppelten Punktgewinn (5-2) bei keinem geringeren als den Capitals, dem punktbesten Team der Liga, und einem 6-3 Heimtriumph über die Red Wings. Floridas erfolgreichste Torschützen waren in diesen Partien Vincent Trocheck mit drei Treffern sowie Aleksander Barkov und Jonathan Huberdeau mit jeweils zwei Toren.

Die Panthers sind mittlerweile wieder seit fünf Spielen ungeschlagen. Ihre Erfolgsserie fortsetzen möchten sie in der kommenden Woche gegen Pittsburgh, Detroit und Buffalo.

8. New York Rangers (28-18-5, Platz 7)

Den Rangers fehlt es seit Monaten an Konstanz. Sie schaffen es einfach nicht sich von ihren direkten Konkurrenten um den zweiten Platz in der Metropolitan Division abzusetzen. Seit dem 23. November haben die Blueshirts keine zwei Spiele mehr in Folge gewonnen. In die laufende Woche starteten sie mit einer 2-3 Niederlage bei ihrem Lokalrivalen aus New Jersey, zwei Tage später machten die Rangers diese Pleite mit einem 4-2 Heimsieg über die Wild wieder wett. Hoch anrechnen muss man den Rangers, dass sie sich gegen Minnesota nicht von einem frühen 0-2 Rückstand aus der Bahn werfen ließen und zurück ins Spiel fanden. Einen richtig guten Lauf hat New Yorks junger Center J.T. Miller mit drei Toren in dieser und sieben Treffern in den letzten zwei Wochen.

New Jersey, Philadelphia und Pittsburgh lauten die nächsten Aufgaben, die auf die Rangers warten.

9. Anaheim Ducks (24-18-7, Verfolger)

Mit den Ducks ist wieder zu rechnen. Der Stanley Cup Champion von 2007 fährt Sieg um Sieg ein und klettert unaufhaltsam in der Tabelle der Pacific Division nach oben. In den letzten drei Tagen gelang es den Ducks gegen ihre Divisionskonkurrenten aus San Jose und L.A. mit 3-2 und 4-2 Toren ihre Siege 4 und 5 in Folge einzufahren. Mit Ryan Garbutt und Hampus Lindholm zeichneten sich zwei Spieler als erfolgreichste Torschützen der Ducks aus, von denen das nicht zwingend zu erwarten war. Ihre punktbesten Akteure waren mit jeweils einem Tor sowie zwei Vorlagen David Perron und Ryan Getzlaf.

Als nächstes bekommen es die Ducks mit den Teams aus Arizona, Pittsburgh, Philadelphia und Columbus zu tun.

10. San Jose Sharks (27-19-4, Platz 9)

Zwei schwere Brocken warteten auf die Sharks nach dem All-Star Break. Am Dienstag mussten sie bei den wiedererstarkten Ducks im Honda Center von Anaheim antreten und feststellen, dass sich die Ducks nicht mehr so leicht die Flügel stutzen lassen wie es noch zum Saisonstart der Fall war. Die Sharks unterlagen zwar im Süden Kaliforniens mit 2-3, waren jedoch keineswegs das schlechtere Team gewesen. Dass sie durchaus mit den besten Teams in der Western Conference mithalten können, bewiesen die Sharks in St. Louis, wo sie den Blues mit 3-1 Toren das Nachsehen gaben. Die punktbesten Spieler der Nordkalifornier waren in dieser Woche Marc-Edouard Vlasic und Joe Pavelski mit jeweils zwei Vorlagen sowie Joonas Donskoi mit einem Tor und einem Assist.

Die Sharks treten noch zweimal auswärts, in Nashville und Chicago, an, bevor sie sich ihren Fans am kommenden Donnerstag zuhause gegen Calgary präsentieren.

Die Verfolger: New York Islanders, Boston Bruins, Pittsburgh Penguins, Detroit Red Wings, Colorado Avalanche

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Nashville Predators

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