Skip to main content

Bestenliste: Montreal rückt an Rangers heran

von Stefan Herget / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.


In der Thanksgiving Woche mit einer ungewöhnlichen Spielpause am eigentlichen Feiertag, dem Donnerstag, setzten die Montreal Canadiens, Washington Capitals, Ottawa Senators, Boston Bruins und Tampa Bay Lightning ihre Siegesserien fort. Dies führte dazu, dass diese Mannschaften ihre Platzierungen verbessern konnten. Während die Bruins in die Top 10 vorstießen, müssen sich die Senators gedulden. Der langfristig erwartete Trend dieser Rangliste gibt noch den Ausschlag gegen sie.

1. New York Rangers (16-4-2, Vorwoche Platz 1)

Die New York Rangers bleiben auf dem Platz an der Sonne, auch wenn das Spitzenspiel am Mittwoch gegen ihren ersten Verfolger, die Canadiens, mit 1-5 verloren ging. Zuvor fuhren sie aber zwei weitere Siege bei den Florida Panthers mit 5-4 in der Verlängerung und mit 3-0 gegen die Nashville Predators ein.

Die Rangers stellen trotz der gegen Montreal fünf kassierten mit nur 43 Gegentoren die beste Abwehr, was nicht nur ihrem überragenden Torhüterduo Henrik Lundqvist und Antti Raanta geschuldet sein dürfte.

2. Montreal Canadiens (17-4-2, Platz 4)

Nach einer Woche mit kleinen Durchhängern sind die Canadiens nach Rückkehr ihres Torhüters Carey Price von einer Verletzung zurück in der Erfolgsspur. Zwei Siege gegen die New York Islanders im Back to Back mit 5-3 und 4-2 folgte ein überzeugendes 5-1 beim Spitzenreiter New York Rangers.

Sorgenfalten bereitet der erneute Ausfall von Price, der das dritte Drittel im Madison Square Garden wegen Aufbruch der alten Verletzung nicht mehr bestreiten konnte. Sein Vertreter Mike Cordon überzeugte in dessen Vertretung Anfang November zwar zunächst, zeigte aber am Ende auch Schwächen.

3. Dallas Stars (17-5-0, Platz 3)

Nach vier Siegen in Folge und einen weiteren fünften in der vergangenen Woche gegen die Buffalo Sabres mit 3-0, verloren die Stars in ihrer zweiten Partie der letzten sieben Tage zu Hause deutlich gegen die Senators mit 7-4.

Trotzdem hat das Überraschungsteam aus Texas nach 22 Saisonspielen eine überragende Bilanz von 17 Siegen vorzuweisen und führt die schwere Central Division weiterhin an. Mit bereits 78 Treffern, fast vier pro Spiel, stellt Dallas nach Montreal den zweitbesten Sturm der Liga und zudem liegen mit Jamie Benn und Tyler Seguin zwei Stars unter den besten vier Torschützen der gesamten LIga.

4. Washington Capitals (15-5-1, Platz 5)

Nach einer weniger erfolgreichen 47. Kalenderwoche kehrten die Capitals mit drei Siegen in die Erfolgsspur zurück, wenn gleich es im heimischen Verizon Center gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel der Western Conference ging.

Einem 7-3 Erfolg gegen die Colorado Avalanche, folgte ein 1-0 gegen die Edmonton Oilers und ein 5-3 gegen die Winnipeg Jets. Mit insgesamt 31 Punkten ist Washington der erste Verfolger von den Rangers in der Metropolitan Division.

Mit dieser Zählerausbeute (15-5-1) in 21 Spielen können die Capitals ihren zweitbesten Start in ihrer 41-jährigen Franchise-Geschichte nach der Saison 1991-92 (32 Punkte; 16-5-0) vorweisen.

5. St. Louis Blues (14-6-3, Platz 2)

Die Blues haben von den Spitzenteams die schlechteste Bilanz der vergangenen zehn Partien mit nur fünf geholten Siegen. Auch in dieser Woche blieben nur einmal beide Punkte bei St. Louis durch ein mühsames 2-1 gegen die Buffalo Sabres. Immerhin je einen Punkt konnten sie gegen die Detroit Red Wings und die Pittsburgh Penguins, denen sie jeweils in der Verlängerung unterlagen, ergattern.

Mit bereits 57 Gegentreffern zeigt sich die Abwehr von St. Louis sehr anfällig. Doch eher ungewöhnlich für eine von Trainer Ken Hitchcock trainierte Mannschaft. Demgegenüber stehen auch nur 62 erzielte Tore, was eine Differenz von nur Plus 5 ergibt. Dafür sind 31 geholte Punkte und der zweite Platz in der Central Division eine gute Ausbeute.

6. Pittsburgh Penguins (13-8-0, Platz 6)

Die Penguins haben ihre Konstanz noch nicht gefunden. Auch in dieser Woche gab es einen Sieg gegen die Blues mit 4-3 nach Verlängerung und ebenso eine 1-3 Niederlage gegen die San Jose Sharks.

Auffallend ist, dass die hoch gepriesene Offensive mit nur 49 Toren die fünfschlechteste der Liga ist. Diese sollte mit dem Neuzugang von Phil Kessel von den Toronto Maple Leafs eigentlich noch stärker geworden sein. In der Realität funktionieren er und Evgeni Malkin ganz gut, doch Sidney Crosby sucht noch nach seiner Form. Seine zwei Tore gegen St. Louis, Nummer 4 und 5 der laufenden Saison und sein erster Doppelpack seit dem 12. Februar, könnten die Wende für ihn einläuten.

7. Tampa Bay Lightning (11-9-3, Platz 10)

Der Stanley Cup Finalist dieses Jahres sucht weiter nach Anschluss an die Spitzengruppe, wo er vor der Saison erwartet worden war. Tampa konnte mit zwei weiteren Siegen seine Serie auf drei ausbauen. Den Ducks (5-0) und den Kings (2-1 SO) gaben sie zu Hause das Nachsehen. Das führt dazu, dass Tabellenplätze gut gemacht werden konnten, aber es ist nur ein kleiner Anfang, den schlechten Saisonstart wett zu machen.

Hoffnung macht die Performance von Torhüter Ben Bishop, der gegen die Kings 37 Saves feierte und zwei Penalties zum Sieg abwehrte. In seinen letzten fünf Einsätzen konnte er vier Siege und neun Punkte, sowie hervorragende Werte (1,36 GAA, 95,1 % Fangquote, 1 Shutout) erreichen.

8. Chicago Blackhawks (12-8-2, Platz 9)

Chicago als Titelverteidiger tut sich weiterhin schwer richtig in Fahrt zu kommen. Drei Punkte aus drei Spielen gegen die Calgary Flames (1-2 OT), Vancouver Canucks (3-6) und San Jose Sharks (5-2) sind eine eher durchschnittliche Ausbeute.

Heiß gelaufen ist derzeit Patrick Kane, der seine Punkteserie auf 17 Spiele ausweiten konnte. In dieser Spanne verbuchte der US-Amerikaner zehn Tore und 18 Assists. Das letzte Mal, dass jemand eine derartige lange Spanne vorweisen konnte, war Pascal Dupuis von Pittsburgh mit insgesamt 22 Punkten vom 7. März bis 7. April 2012. Der Franchiserekord der Hawks liegt bei 21 Spielen von Bobby Hull in der Saison 1971-72.

Seine Führung bei den Rookies in Punkten und Assists hat der Russe Artem Panarin mit seinem fünften Mehr-Punkte-Spiel der Saison ausgebaut. Nach 22 Spielen steht er bei sieben Treffern und 16 Vorlagen, somit 23 Punkten.

9. Boston Bruins (12-8-1; Verfolger)

Mit drei Siegen haben sich die Bruins zurück in die Top10 gekämpft. Erst zogen die Maple Leafs mit 0-2 und 3-4 SO zwei Mal den Kürzeren, dann wurde Detroit mit 3-2 in der Verlängerung bezwungen. Boston rutschte damit auf Platz 3 der Atlantic Division vor.

Der Titelträger von 2011 musste wegen der Gehaltsobergrenze einige Abgänge wie Milan Lucic oder Dougie Hamilton verschmerzen, da ist es notwendig, dass neue junge Spieler in die Bresche springen. Rookie Verteidiger Colin Miller erzwang mit seinem Treffer kurz vor dem Ende die Overtime gegen die Red Wings und Neuling Frank Vatrano machte dann mit seinem ersten Doppelpack den Sieg perfekt.

Boston ist nach Dallas mit acht Siegen aus zehn Spielen die beste Auswärtsmannschaft.

10. Los Angeles Kings (13-8-1, Platz 8)

Die Kings wollen vorweg marschieren, um ein ähnliches Desaster wie im Fühjahr 2015, als die Playoffs am Ende verpasst wurden, zu vermeiden. Die 48. Kalenderwoche war für dieses Unterfangen wenig erfolgreich. Auf ihrer Auswärtsreise blieben nur drei Punkte in vier Spielen hängen. Genug, um die Tabellenführung in der Pacific Division zu verteidigen, aber auf Dauer zu wenig, um vorne zu bleiben.

Drei Mal unterlagen sie mit einem Tor Unterschied. 2-3 gegen Detroit, 3-4 gegen die Carolina Hurricanes und 1-2 SO gegen Tampa Bay. Die ernüchternde Bilanz wird nur durch einen 3-1 Sieg gegen die Florida Panthers aufgehellt.

Positiv ist, dass sie mit nur 48 Gegentoren die drittbeste Defensive der Liga stellen. Darauf lässt sich aufbauen.

Die Verfolger: Nashville Predators, Minnesota Wild, New York Islanders, San Jose Sharks, Ottawa Senators

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Anaheim Ducks

Mehr anzeigen