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Bestenliste: Minnesota Wild wieder dabei

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Die Boston Bruins fielen aus dem Verfolgerfeld der Bestenliste dieser Woche.

Fast die gesamte Saison hindurch ist das Team von Coach Claude Julien unter den in ihn gesetzten Erwartungen geblieben. Durch ein Zwischenhoch im Januar - acht Siege in zehn Spielen - konnten sich die Bruins immerhin auf einen Wildcard-Platz in der Eastern Conference verbessern. Bostons Playoffteilnahme ist mittlerweile akut gefährdet.

Dass sie, nach nur zwei doppelten Punktgewinnen aus ihren bisherigen zehn Partien im Februar, überhaupt noch einen Playoffplatz inne haben, ist nur dem Umstand geschuldet, dass auch ihre direkten Konkurrenten um die zweite Wildcard, Florida und Philadelphia, hin und wieder patzen.

Zum ersten Mal ins Verfolgerfeld mit aufgenommen wurden die Winnipeg Jets, die schon wochenlang die zweite Wildcard in der Western Conference mit Erfolg, trotz Höhen und Tiefen, verteidigen.

1. St. Louis Blues (39-18-4; Platz 1)

Die Blues haben im Kampf um den ersten Platz in der Central Division an Boden verloren. Schuld daran sind zwei bittere Heimniederlagen gegen zwei Spitzenteams aus dem Osten. Gegen Pittsburgh (2-4) und Montreal (2-5) standen sie hinten drin einen keineswegs sicheren Eindruck. Neun Gegentreffer in zwei Partien sind für eine Mannschaft, die zu den defensivstärksten des Westens zählt einfach zuviel. Die Blues werden aber ihre Lehren daraus ziehen. Sie haben auch die Qualität, dass sie zum Saisonendspurt hin, die Predators in der Tabelle noch überholen können.

2. Nashville Predators (41-14-7; Platz 2)

Schwächephase ist für die Predators fast ein Fremdwort. Zu keinem Zeitpunkt in dieser Saison leisteten sie sich mehr als zwei Niederlagen hintereinander. Folgerichtig sind die Predators immer noch das punktbeste Team der Liga. Auch wenn sie zuletzt eine Auswärtsniederlage, in einem Spiel auf Augenhöhe, bei den zurzeit bärenstarken Minnesota Wild (2-4) kassierten, diese Truppe ist prädestiniert für Höheres.

3. Chicago Blackhawks (37-20-5; Platz 3)

Die Blackhawks werden ihren verletzten Topscorer Patrick Kane in den kommenden Wochen schmerzlich vermissen. Es steht außer Frage, dass der Ausfall von Kane kaum zu kompensieren sein wird. Gestern Nacht zeigten sie mit einem 3-0 Sieg in Sunrise gegen die Florida Panthers die richtige Reaktion darauf. Ein 20-jähriger Stürmer, Teuvo Teravainen, der wieder ins Team berufen wurde, nutzte umgehend seine Chance. Er brachte die Gäste aus Chicago bereits nach 188 Sekunden in Front.

4. Montreal Canadiens (40-16-5; Platz 9)

167 Tore in 61 Partien sind für ein Spitzenteam im Osten ziemlich wenig. Es macht aber wenig aus, wenn man auch nur 135 Gegentore kassiert hat. Die Canadiens haben von ihren letzten elf Partien nur eine in der regulären Spielzeit verloren. Bei ihren acht Siegen in diesem Zeitraum bekamen sie kein einziges Mal mehr als zwei Gegentore eingeschenkt. Zuletzt zeigten sich die Frankokanadier auch in der Fremde recht treffsicher. In St. Louis und in Columbus waren sie jeweils für fünf Tore gut - beide Partien endeten 5-2.

5. New York Rangers (38-16-6; Platz 7)

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Rangers in dieser Liste nicht einmal aufgeführt. Nun sind sie nicht nur Tabellenführer der Metropolitan Division sondern klettern auch in diesem Ranking auf Platz 5. 17 von 20 möglichen Zählern haben die Blueshirts aus ihren vergangenen zehn Partien eingefahren. Ihre bisher letzte Niederlage in der regulären Spielzeit kassierten sie am 7. Februar, mit 2-3 Toren bei den heimstarken Predators. Bereits am kommenden Montag haben sie auf heimischen Eis Gelegenheit für diese Niederlage Revanche zu nehmen.

6. Tampa Bay Lightning (37-19-6; Platz 4)

Die Lightning verloren im Kampf um die Tabellenführung in der Atlantic Division etwas an Boden. Auf ihrer schweren Auswärtstour im Westen mussten sie Niederlagen gegen die Kings und die Avalanche wegstecken. Durch die Siege über San Jose, Anaheim und Arizona können sie dennoch auf eine positive Bilanz schauen. In sechs ihrer letzten zehn Partien schossen die Lightning mehr als vier Tore, ließen aber auch sechsmal mehr als drei Gegentore zu.

7. Anaheim Ducks (38-17-7; Platz 5)

Die Ducks sind die unangefochtene Nummer 1 in der Pacific Division. Beruhigende zehn Punkte beträgt ihr Vorsprung auf die zweitplatzierten Vancouver Canucks. So ist für die Kalifornier auch die 0-3 Heimpleite gegen die Senators leichter zu verschmerzen. Es fällt auf, dass sich die Ducks vor allem gegen Teams aus der Eastern Conference sehr schwer tun. Im Februar traten sie neunmal gegen eine Mannschaft aus dem Osten an und verließen nur dreimal, gegen Carolina (5-4OT, 2-1) und Detroit (4-3SO), das Eis als Sieger.

8. Pittsburgh Penguins (35-17-9; Platz 8)

Pittsburgh hat wieder den Weg zurück auf die Erfolgsspur gefunden. Die Penguins fuhren zuletzt drei wichtige Siege gegen St. Louis, Florida und Washington ein. Sie bleiben damit ein heißer Kandidat auf den Divisionstitel in der Metropolitan. Der Abstand auf die vor ihnen platzierten beiden New Yorker Teams beträgt gerade einmal drei Zähler. Das Saison-Restprogramm spricht für die Penguins: In den für sie noch ausstehenden 21 Begegnungen geht es nur fünfmal gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte.

9. Detroit Red Wings (34-15-11; Platz 6)

In Partien unter Beteiligung der Red Wings geht es meistens sehr knapp zu. Von ihren elf Auftritten im Februar endeten sechs mit nur einem Tor Unterschied. Viermal fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung oder im Penaltyschießen. Nach zwei Niederlagen in Anaheim (3-4 SO) und Los Angeles (0-1) beendeten die Red Wings ihren Trip durch Kalifornien gestern Nacht mit einem 3-2 Erfolg in San Jose.

10. Minnesota Wild (32-22-7; Verfolger)

Gegen die Wild anzutreten, das bereitet zurzeit keiner Mannschaft Spaß. In den vergangenen vier Wochen waren sie das stärkste Team der Liga. Seit Ende Januar hat die Mannschaft von Mike Yeo zwölf von 15 Partien gewonnen. Auch ihre drei Niederlagen in Winnipeg, in Vancouver und gegen Edmonton waren sehr knapp und endeten mit nur einem Tor Unterschied zu ihren Ungunsten.

Die Verfolger: Washington Capitals, Los Angeles Kings, New York Islanders, Vancouver Canucks, Winnipeg Jets

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Boston Bruins

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