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Bestenliste: Im Saisonendspurt

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Mit den New York Rangers in der Metropolitan und den Anaheim Ducks in der Pacific Division haben sich in der vergangenen Woche bereits zwei Mannschaften einen Divisionstitel gesichert. Wer als Tabellenführer der Atlantic und der Central Division die Saison abschließen kann, ist noch genauso ungewiss wie der Gewinner der Presidents' Trophy, auf die sich noch sieben Teams rein rechnerisch Hoffnungen machen können. Ihren Traum von einer Playoffteilnahme können in der Eastern Conference sechs, in der Western Conference zwei Mannschaften begraben. Darunter sind auch, die in den letzten Wochen für Aufsehen sorgenden, ohne Druck aufspielenden Columbus Blue Jackets. Sie konnten mittlerweile acht Siege in Folge einfahren. Interessant gestaltet sich auch die Konstellation um Platz 3 in der Atlantic Division: Seit Monaten belegen diesen die Detroit Red Wings, doch das Team aus Hockeytown verlor gegenüber seinen Verfolgern aus Boston, Ottawa und, mit Einschränkung, aus Florida kräftig an Boden, so dass die Red Wings sogar noch um ihre schon sicher geglaubte Playoffteilnahme bangen müssen.

1. St. Louis Blues (47-23-7; Platz 1)

Schaut man sich die letzten Auftritte der Blues an, könnte man fast den Eindruck gewinnen, als wäre es ihnen nicht so wichtig die Spielzeit 2014/15 als punktbestes Team abzuschließen. Sowohl in der Heimpartie gegen die Blue Jackets (2-4), wie auch gegen die Canucks (1-4) konnte von einer Dominanz nicht die Rede sein. Immerhin reichte es heute Nacht zu einem deutlichen Sieg gegen die noch um ihre Playoffteilnahme kämpfenden Flames (4-1). Ist Ken Hitchcock schon dabei sein Team auf die anstehenden Playoffs einzustellen und achtet weniger auf die Resultate? In der ersten Runde würden die Blues nach aktuellem Tabellenstand auf die Blackhawks treffen.

Restprogramm: in Dallas, in Chicago, Winnipeg, Chicago, Minnesota

2. Chicago Blackhawks (47-24-6; Platz 5)

Keine Mannschaft in der NHL kassierte bisher weniger Gegentore als die Blackhawks. Mit drei Siegen innerhalb von vier Tagen über die Jets (4-3), die Kings (4-1) und die Canucks (3-1) bewiesen sie, dass sie doch noch ein Wörtchen um den ersten Platz in der Central Division mitreden möchten. Mitentscheidend dürften hierbei die noch zwei ausstehenden Partien gegen den direkten Konkurrenten aus St. Louis sein, in denen sie sich, Siege vorausgesetzt, das Heimrecht in der ersten Playoffrunde sichern könnten.

Restprogramm: in Buffalo, St. Louis, Minnesota, in St. Louis, in Colorado

3. Anaheim Ducks (50-22-7; Platz 4)

Die Ducks fliegen wieder von Sieg zu Sieg. Seit mittlerweile vier Spielen sind die Südkalifornier ungeschlagen. Dabei mussten sie dreimal in der Fremde antreten und erledigten sich dieser Herausforderungen in Boston (3-2 OT), bei den Islanders (3-2) und in New Jersey (2-1) ebenso mit Bravour, wie ihrer Hausaufgabe gegen die Oilers (5-1). In ihren letzten zehn Partien kassierten die Ducks nur zweimal mehr als zwei Gegentore. Nach aktuellem Stand, und wer möge daran zweifeln, treffen die Ducks in der ersten Playoffrunde auf das zweite Wildcard-Team. Wer sich diese sichern wird, das steht noch in den Sternen. Eventuell kommt es gleich zum Auftakt der Playoffs zu einem Nachbarschaftsduell mit den Kings.

Restprogramm: Colorado, Dallas, in Arizona

4. New York Rangers (49-21-7; Platz 2)

Die Rangers haben die besten Chancen, die laufende Spielzeit als punktbestes Team abzuschließen. Zwei Zähler beträgt ihr Rückstand gegenüber den aktuell führenden Ducks, die jedoch schon zwei Partien mehr absolviert haben als die Blueshirts. Gegen die Bruins (2-4) und die Capitals (2-5) wirkte die Abwehr der Rangers nicht sattelfest, doch auf ihrer kurzen Auswärtstour im Westen, in Winnipeg (3-2) und Minnesota (3-2), hatten sie sich wieder gefangen. Fest steht jetzt schon, dass die Rangers zum Auftakt der Stanley Cup Playoffs auf eine Mannschaft mit einer Wildcard treffen werden. Ein Original-Six Vergleich mit den Bruins oder den Red Wings ist ebenso noch möglich wie ein innerstädtisches Aufeinandertreffen mit den Islanders.

Restprogramm: New Jersey, Columbus, in New Jersey, Ottawa, in Washington

5. Tampa Bay Lightning (47-24-8; Platz 3)

Aus dem Spitzentrio der Eastern Conference haben die Lightning die geringsten Chancen, die Saison als punktbestes Team abzuschließen. Verspielt haben sie diese auch durch zwei Niederlagen im Osten Kanadas gegen Toronto (1-3) und Ottawa (1-2 OT). Von seinen letzten fünf Auftritten konnte Tampa nur eine - 5-3 in Montreal - gewinnen und kassierte insgesamt 15 Gegentore. Immerhin haben die Lightning, mit einem Vorsprung von neun Punkten auf Detroit und Boston, das Heimrecht in der ersten Playoffrunde schon so gut wie sicher in der Tasche.

Restprogramm: in Florida, New Jersey, Boston

6. Montreal Canadiens (47-22-9; Platz 6)

Die Riesenchance sich schon vorzeitig den ersten Platz in der Atlantic Division zu sichern, verspielten die Canadiens durch zwei Heimniederlagen gegen Tampa (3-5) und gegen Washington (4-5 SO). In drei ihrer letzten fünf Auftritte fiel die Entscheidung erst nach der regulären Spielzeit, wobei die Frankokanadier bei nur einem - ein 3-2 Sieg nach Verlängerung gegen die Panthers - am Ende das Eis als Sieger verlassen konnten. Auch den Canadiens könnte als erster Playoffgegner ein Original Six Team winken.

Restprogramm: in New Jersey, in Florida, Detroit, in Toronto

7. Minnesota Wild (44-26-7; Platz 7)

Auch wenn die Wild heute Nacht gegen die Rangers (2-3) den Kürzeren gezogen haben und damit ihre Erfolgsserie von fünf Siegen abrupt endete, ein Playoffplatz dürfte ihnen nicht mehr zu nehmen sein. Seit Wochen spielen sie auf allerhöchstem Niveau und präsentieren sich in Playoffform. Im Februar verloren die Wild nur zwei, im gesamten März nur drei Partien. Ihr bestes Eishockey müssen sie auch in der ersten Playoffrunde zeigen, denn dort werden sie höchstwahrscheinlich auf den Tabellenersten aus ihrer Division treffen.

Restprogramm: Detroit, Winnipeg, in Chicago, in Nashville, in St. Louis

8. Washington Capitals (43-25-10; Platz 9)

Klammheimlich rückten die Capitals auf den zweiten Platz in der Metropolitan Division vor. Besonders beeindruckend waren ihre zwei Auswärtsauftritte im MSG von Manhattan (5-2) und in der frankokanadischen Metropole Montreal (5-4 SO). Die Caps verließen in sieben ihrer letzten neun Auftritte das Eis als Sieger und schossen hierbei 29 Tore. Für unterhaltsames Offensiveishockey ist also gesorgt, wenn Ovechkin&Co. auf dem Eis stehen. Nur einen Zähler trennen Washington, Pittsburgh und die New York Islanders in der Metropolitan. Es ist noch nicht abzusehen in welcher Reihenfolge sie in der Endabrechnung die Plätze 2 bis 4 belegen werden.

Restprogramm: in Ottawa, in Detroit, Boston, NY Rangers

9. Nashville Predators (47-22-9; Platz 8)

Drei spielfreie Tage haben die Predators bevor es für sie heißt: Auf zum Saisonendspurt. Eine Regenerationsphase dürfte den Predators nach den zwei Heimniederlagen gegen Calgary (2-5) und Vancouver (4-5 SO) ganz gut tun. Fünf Gegentore in einem Spiel hatte Nashville zuvor zum letzten Mal am 19. Februar gegen die Islanders kassiert. Angesichts ihrer Heim- und Auswärtsbilanz, auch gegen ihre direkten Divisionskonkurrenten, wäre es für die Predators mit Blick auf die Playoffs sehr wichtig, wenn sie am Saisonende einen der ersten zwei Plätze in der Central Division belegen würden.

Restprogramm: Dallas, in Colorado, Minnesota, in Dallas

10. Pittsburgh Penguins (42-24-11; Verfolger)

Anfang der Woche hatte man den Eindruck bekommen, dass sich die Penguins wieder gefangen haben. Mit zwei Heimsiegen über die Coyotes (3-2) und die Sharks (3-2 SO) bereiteten sie ihren Fans Freude, doch dann setzte es prompt für die Penguins im Derby gegen die Erzrivalen aus Philadelphia eine bittere 1-4 Schlappe. Auch das Verletzungspech bleibt den Penguins treu: Am Samstag werden sie nicht nur auf die Dienste ihrer langzeitverletzten Verteidiger Kris Letang und Christian Ehrhoff verzichten müssen, sondern auch auf die ihres Topstürmers Evgeni Malkin.

Restprogramm: in Columbus, in Philadelphia, in Ottawa, NY Islanders, in Buffalo

Die Verfolger: Los Angeles Kings, Boston Bruins, Vancouver Canucks, New York Islanders, Ottawa Senators

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Winnipeg Jets

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