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Bestenliste: Hull bester LW aller Zeiten

von Bernd Roesch / NHL.com

Wer sind die besten NHL-Spieler aller Zeiten? Wir von NHL.com/de versuchen uns an einer Antwort und präsentieren in fünf Folgen unsere Top 10 für die einzelnen Positionen.

Zweite Folge: Die Linksaußen


1. Bobby Hull

Hull stünde auch unabhängig von der Position unter den besten zehn Spielern aller Zeiten. In den 60er Jahren zählte der am 3. Januar in Pointe Anne, Ontario geborene Kanadier zu den torgefährlichsten Stürmern in der NHL. Hull begann seine NHL-Karriere in der Saison 1957/58 bei den Chicago Black Hawks. Für die Franchise aus der 'Windy City' ging Hull 15 Jahre lang auf Torjagd und erzielte in fünf Spielzeiten 50 oder mehr Tore. Siebenmal war er der erfolgreichste Torschütze der Liga und dreimal gewann er die Art Ross Trophy als bester Scorer (1960, 1962, 1966). Zwischen 1960 und 1972 wurde der nur 1,78m große Flügelstürmer zwölfmal ins All-Star Team berufen und in den Jahren 1965 und 1966 gewann er die Hart Trophy als wertvollster Spieler der NHL. 1961 gelang ihm mit den Black Hawks der Gewinn des Stanley Cups. Von 1972/73 bis 1978/79 stürmte Hull für die Winnipeg Jets in der WHA. Mit ihnen kehrte er in der Folgesaison in die NHL zurück. Seine Karriere beendete Hull 1979/80 bei den Hartford Whalers, für die er noch neunmal aufs Eis ging.

NHL-Karriere: 1063 Spiele, 610 Tore, 560 Assists

Vereine: Chicago Black Hawks, Winnipeg Jets, Hartford Whalers

2. Ted Lindsay

Vielen dürfte der Name Lindsay aufgrund des jährlich von der NHLPA vergebenen Ted Lindsay Awards bekannt sein. Wie Hull war auch der am 29. Juli 1925 geborene Lindsay mit seinen 1,73m kein großer Spieler, aber einer mit viel Kämpferherz, was ihm den Beinamen 'Terrible Ted' einbrachte. Von 1944/45 bis 1956/57 schnürte Lindsay seine Schlittschuhe für die Detroit Red Wings und bildete von 1947 bis 1952 zusammen mit Center Sid Abel und Rechtsaußen Gordie Howe die 'Production Line'. Lindsay wurde viermal mit den Red Wings Stanley Cup Champion (1950, 1952, 1954, 1955), davon zweimal als Teamkapitän. Die Saison 1949/50 schloss er mit 78 Scorerpunkten in 69 Partien als punktbester Spieler der NHL ab und wurde hierfür mit dem Gewinn der Art Ross Trophy ausgezeichnet. Lindsay hatte von 1952 bis 1956 das Kapitänsamt der Red Wings inne. Nach der Saison 1956/57 wechselte der elfmalige All-Star zu den Chicago Blackhawks, für die er bis zum Ende der Spielzeit 1959/60 aktiv war. Nach einer vierjährigen Pause kehrte Lindsay im Alter von 39 Jahren für die Saison 1964/65 noch einmal zu den Red Wings zurück. In seiner NHL-Karriere brachte es Lindsay auf 1808 Strafminuten.

NHL-Karriere: 1068 Spiele, 379 Tore, 472 Assists

Vereine: Detroit Red Wings, Chicago Black Hawks

3. Johnny Bucyk

Der am 12. Mai 1935 geborene Sohn einer ukrainischen Immigrantenfamilie wurde während seiner aktiven Karriere zu einer Bostoner Eishockeylegende. Seine NHL-Laufbahn startete Bucyk in der Saison 1955/56 bei den Detroit Red Wings. Nach zwei Jahren folgte der Wechsel zu den Bruins, denen er 21 Jahre lang bis zu seinem Karriereende nach der Spielzeit 1977/78 treu blieb. In Boston konnte Bucyk zweimal den Stanley Cup gewinnen (1970, 1972) und zweimal wurde ihm die Lady Byng Memorial Trophy (1971, 1974) überreicht. In der Ewigkeitsliste der NHL liegt Bucyk bei den bestrittenen Spielen, bei den geschossenen Toren, bei den Vorlagen und bei den Scorerpunkten unter den Top 30.

NHL-Karriere: 1540 Spiele, 556 Tore, 813 Assists

Vereine: Detroit Red Wings, Boston Bruins

4. Alex Ovechkin

Die Eishockeykarriere des 30-jährigen Russen ist noch lange nicht beendet, doch schon jetzt zählt er zu den besten Linksaußen, die jemals in der NHL aktiv waren. Der Kapitän der Washington Capitals konnte in seiner elfjährigen NHL-Karriere je dreimal die Hart Trophy (2008, 2009, 2013) und den Ted Lindsay Award (2008, 2009, 2010) gewinnen. In sieben Spielzeiten knackte Ovechkin die 50-Tore Marke, viermal brachte er es auf 100 oder mehr Scorerpunkte. Im Durchschnitt erzielte er pro Spiel 0,63 Tore und 1,15 Punkte. In seiner Rookie-Saison 2005/06 kam der extrovertierte Stürmer auf 106 Scorerpunkte und wurde mit dem Gewinn der Calder Trophy als bester NHL-Neuling ausgezeichnet. Was Ovechkin in seiner eindrucksvollen Eishockeykarriere jedoch noch fehlt ist der Gewinn des Stanley Cups.

NHL-Karriere: 839 Spiele, 525 Tore, 441 Assists

Verein: Washington Capitals

5. Frank Mahovlich

Kaum ein anderer Linksaußen war während seiner gesamten NHL-Karriere durchgehend so erfolgreich wie 'The Big M'. Mahovlich's Laufbahn begann bei den Toronto Maple Leafs und endete nach einem Zwischenaufenthalt bei den Detroit Red Wings 1973/74 bei den Montreal Canadiens. Er gewann in seiner Rookie-Saison 1957/58 die Calder Trophy, er wurde neunmal ins All-Star Team berufen und wurde sechsmal Stanley Cup Champion, je dreimal mit den Maple Leafs (1962, 1963, 1964) und den Canadiens (1967, 1971, 1973). Beim Titelgewinn 1971 war Mahovlich der Spieler mit den meisten Playoffpunkten (14 Tore, 13 Assists in 20 Spielen). 15 Mal wurde er ins All-Star Team berufen. Mahovlich stand auch bei der Summit Serie 1972 gegen Russland im Kader von Team Canada.

NHL-Karriere: 1181 Spiele, 533 Tore, 570 Assists

Vereine: Toronto Maple Leafs, Detroit Red Wings, Montreal Canadiens

6. Luc Robitaille

Die schwedische Band Mando Diao haben ihm mit 'Welcome Home, Luc Robitaille' ein Lied gewidmet, dem frankokanadischen Linksaußen, der am 17. Februar 1966 in Montreal geboren wurde und eine sagenhafte NHL-Karriere hinlegen konnte, nachdem ihn die Los Angeles Kings beim NHL Draft 1984 erst in der neunten Runde an 171. Position gezogen hatten. In seiner Rookie-Saison 1986/87 konnte er mit 45 Toren und 39 Assists beeindrucken und wurde mit der Calder Trophy ausgezeichnet. In den folgenden sieben Jahren bei den Kings knackte Robitaille viermal die 100-Punkte Marke. Seine persönliche Bestleistung stellte der 1,85m große Flügelstürmer in der Spielzeit 1992/93 auf, als ihm 63 Tore und 62 Assists in 84 Partien gelangen. Robitaille nahm zwischen 1988 und 2001 achtmal an einem All-Star Game teil und feierte seinen größten Erfolg, den Gewinn des Stanley Cups, 2001/02 bei den Detroit Red Wings. Keinem anderen Linksaußen gelangen in der Geschichte der NHL mehr Scorerpunkte als Robitaille (1.394).

NHL-Karriere: 1431 Spiele, 668 Tore, 726 Assists

Vereine: Los Angeles Kings, Pittsburgh Penguins, New York Rangers, Detroit Red Wings

7. Bob Gainey

Als General Manager der Montreal Canadiens von 2003 bis 2010 dürfte Gainey eingefleischten Eishockeyfans noch ein Begriff sein, doch der am 13. Dezember 1953 in Peterborough, Ontario geborene Kanadier war auch ein ausgezeichneter Flügelstürmer, der über enorme Defensivqualitäten verfügte. Zwischen 1977 und 1981 gewann Gainey viermal in Folge die Frank J. Selke Trophy als defensivstärkster Angreifer. Er ist damit Rekordhalter unter den Gewinnern dieser Trophäe. Den Stanley Cup konnte er von 1976 bis 1979 viermal hintereinander gewinnen und 1986 wurde er zum fünften Mal, diesmal als Kapitän der Canadiens, Stanley Cup Champion. 1979 wurde er aufgrund seiner 16 Scorerpunkte in 16 Spielen mit der Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler in den Playoffs geehrt.

NHL-Karriere: 1160 Spiele, 239 Tore, 262 Assists

Verein: Montreal Canadiens

8. Doug Bentley

Bentley wurde am 3. September 1916 geboren und erlag am 24. November 1972 seinem Krebsleiden. Seine erfolgreichste Zeit als Eishockeyspieler hatte der kanadische Außenstürmer in den 40er Jahren. In den Spielzeiten 1942/43 und 1943/44 wurde er zweimal in Folge Torschützenkönig der NHL. 1947/48 und 1948/49 schloss er die Spielzeiten mit den meisten Vorlagen ab und in der Saison 1942/43 konnte kein anderer Spieler mehr Scorerpunkte als Bentley (73) verbuchen. Er ging von 1939/40 bis 1951/52 für die Chicago Black Hawks auf Torjagd. Danach spielte er drei Jahre lang für die Saskatoon Quakers in der WHL bevor er für 20 Spiele bei den New York Rangers wieder in die NHL zurückkehrte. Bentley wurde während seiner Zeit in Chicago dreimal für die Hart Trophy nominiert und dreimal ins All-Star Team berufen.

NHL-Karriere: 565 Spiele, 219 Tore, 324 Assists

Vereine: Chicago Black Hawks, Detroit Red Wings

9. Dickie Moore

In Montreal am 6. Januar 1931 geboren, den Canadiens für immer verbunden. Bei den Montreal Canadiens erlebte der 1,78m große Außenstürmer mit Torinstinkt seine sportlich erfolgreichste Zeit. Von 1951/52 bis zur Saison 1962/63 ging Moore für die Frankokanadier auf Tore- und Titeljagd. Zweimal gewann er die Art Ross Trophy (57/58, 58/59) als punktbester Spieler der Liga. Mit 96 Scorerpunkten (41 Tore, 55 Assists) konnte er 1958/59 sogar die von Gordie Howe aufgestellte Bestmarke knacken. In den 50er Jahren waren die Canadiens das Aushängeschild des Eishockeysports, so ist es auch wenig verwunderlich, dass Moore sechsmal den Stanley Cup in Empfang nehmen konnte (52/53, 55/56, 56/57, 57/58, 58/59, 59/60). Zum Ende seiner aktiven Laufbahn schnürte Moore noch einmal seine Schlittschuhe für die Toronto Maple Leafs (1964/65) und die St. Louis Blues (1967/68).

NHL-Karriere: 719 Spiele, 261 Tore, 347 Assists

Vereine: Montreal Canadiens, Toronto Maple Leafs, St. Louis Blues

10. Brendan Shanahan

22 Jahre lang, von 1987/88 bis 2008/09 war Shanahan in der NHL als Sportler aktiv und noch immer ist der 47-Jährige dem Eishockeysport eng verbunden. Vor zwei Jahren übernahm er bei den Toronto Maple Leafs das Amt des Präsidenten. Shanahan konnte während seiner aktiven Zeit zahlreiche Trophäen in Empfang nehmen und wurde 2014 auch in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Gleich für sechs verschiedene NHL-Teams ging der 1,91m große Außenstürmer auf Punktejagd. Er gewann dreimal den Stanley Cup mit den Detroit Red Wings (1997, 1998, 2001), wurde viermal ins All-Star Team berufen und nahm 2006/07 am All-Star Game teil. 2003 wurde Shanahan, dessen Karriere bei den New Jersey Devils begann und dort auch endete, mit der King Clancy Trophy geehrt. Shanahan ist seit 2001 Mitglied des Triple Gold Clubs (Stanley Cup, Weltmeisterschaft, Olympia).

NHL-Karriere: 1524 Spiele, 656 Tore, 698 Assists

Vereine: New Jersey Devils, St. Louis Blues, Hartford Whalers, Detroit Red Wings, New York Rangers

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