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Bestenliste: Handlungsbedarf zur Wechselfrist

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Es sind nur noch zehn Tage bis zur NHL Trading Deadline am 2. März 2015. Auch in diesem Jahr werden sich wieder die General Manager auf die Suche nach Verstärkungen machen, sei es um in naher Zukunft ein gehöriges Wörtchen um die Titelvergabe mitreden zu können oder um ihre Chancen auf eine Playoffteilnahme zu erhöhen. Mannschaften, die ihre Hoffnungen auf das Erreichen eines Playoffplatzes bereits begraben haben, werden hauptsächlich als Anbieter auf dem Spielermarkt auftreten.

An welchen Positionen haben die Topteams dieser Bestenliste, auch aufgrund verletzungsbedingter langfristiger Ausfälle von Leistungsträgern, eventuell Nachbesserungsbedarf.

1. St. Louis Blues (37-16-4; Platz 1)

Ausgerechnet auf ihren offensivstärksten Verteidiger Kevin Shattenkirk (49Sp, 8T, 32A), der sich einer Bauchoperation unterziehen musste, müssen die Blues in der heißesten Phase der Saison verzichten. Man kann dementsprechend annehmen, dass sie für diese Position einen Ersatz suchen werden. Die Blues sind in der Tiefe so gut bestückt, dass sie durchaus den einen oder anderen Stürmer aus der dritten oder vierten Reihe als Tauschobjekt anbieten können.

Langzeitverletzte: F Chris Porter, D Kevin Shattenkirk

2. Nashville Predators (39-13-6; Platz 2)

Die Predators spielen seit Saisonbeginn auf allerhöchstem Niveau und führen als punktbestes Team die Liga an. Für General Manager David Poile gibt es auf den ersten Blick keinen Grund bis zur Wechselfrist auf dem Transfermarkt besonders aktiv zu werden. Eventuell wird er sich noch auf die Suche nach einem torgefährlichen, erfahrenen Flügelstürmer machen.

Langzeitverletzte: D Ryan Ellis, D Anton Volchenkov

3. Chicago Blackhawks (35-18-5; Platz 3)

Für die Blackhawks zählt nur eines - der Titelgewinn. Sie haben einen eingespielten Kader, der nur schwer zu verstärken sein dürfte. Für einen Topspieler, der sie qualitativ weiterbrächte, lässt ihnen der Salary Cap, den sie fast vollständig ausgereizt haben, kaum noch finanziellen Spielraum.

Langzeitverletzte: D Trevor van Riemsdyk

4. Tampa Bay Lightning (36-18-6; Platz 5)

Eine etwas bessere Defensive stünde den Lightning gut zu Gesicht. 160 Gegentore in 60 Partien sind für ein Spitzenteam, das auch in den Playoffs noch was reißen möchte, einfach zu viel. Doch wen oder was können die Lightning zur Kompensation anbieten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie gewillt sind hierfür einen ihrer jungen Topstürmer abzugeben. Somit bleiben nur noch zukünftige Draft Picks als Gegenleistung bei einem Trade.

Langzeitverletzte: D Matthew Carle, D Radko Gudas

5. Anaheim Ducks (35-16-7; Platz 4)

Bei den Kaliforniern lief es in den vergangenen drei Wochen nicht mehr so rund. Mittlerweile belegen sie in der Western Conference nach Punkten nur noch den dritten Platz und ligaweit sind sie auf den sechsten Rang abgerutscht. Es ist also durchaus anzunehmen, dass ihr GM Bob Murray Bedarf sieht nachzurüsten. Nachdem die Ducks 21 Gegentore in den letzten fünf Partien kassiert haben, könnte bei Murray ein defensivstarker Verteidiger auf der Wunschliste ganz oben stehen.

Langzeitverletzte: D Sheldon Souray, G Frederik Andersen

6. Detroit Red Wings (32-14-10; Platz 7)

Unter ihren zehn besten Scorern stehen mit Niklas Kronwall und Danny DeKeyser gerade einmal zwei Verteidiger. Nur 22 von Detroits 163 Saisontreffern wurden von einem ihrer Blueliner erzielt. Damit das Überzahlspiel der Red Wings noch mehr an Durchschlagkraft gewinnt, dürfte ihnen ein erfahrener Defensivmann, der über einen präzisen, harten Schuss verfügt, willkommen sein.

Langzeitverletzte: F Johan Franzen, D Jakub Kindl

7. New York Rangers (34-16-6; Platz 9)

Sieht man sich nur die letzten zehn Spiele an sind die Rangers das zurzeit erfolgreichste Team im Osten. Mit ihnen dürfte auch in den Playoffs 2015 wieder zu rechnen sein. Sollten es die Rangers nicht nur auf einen kurzfristigen Erfolg abgesehen haben, könnte es durchaus sein, dass sie zur Trading Deadline einen ihrer vier Spieler, die im Sommer zu Unrestricted Free Agents werden, abgeben. Diese wären Martin St. Louis, Mats Zuccarello, Lee Stempniak und Matt Hunwick.

Langzeitverletzte: G Henrik Lundqvist

8. gPittsburgh Penguins (32-17-9; Platz 5)

Bei den Penguins ist der Wurm drin: Momentan belegen sie nur noch den vierten Tabellenplatz in der Metropolitan Division. General Manager Jim Rutherford erwartet jedoch mehr von der Mannschaft als einen Platz im Mittelfeld. Da die Penguins den Salary Cap fast vollständig ausgereizt haben, wird es ihnen schwer fallen adäquate Verstärkungen zu finden. Vor allem auf den Außenbahnen in der Offensive hätten sie Handlungsbedarf.

Langzeitverletzte: F Pascal Dupuis, D Christian Ehrhoff, D Olli Maatta

9. Montreal Canadiens (37-16-5; Platz 8)

An jungen Talenten mangelt es den Canadiens nicht, doch in den Playoffs ist auch Erfahrung gefragt. Obwohl keine andere Mannschaft in der Liga weniger Gegentore kassiert hat als die Frankokanadier, könnte ich mir vorstellen, dass sie noch einen guten Verteidiger suchen, um auch P.K. Subban und Andrei Markov, die pro Spiel eine Menge Eiszeit bekommen, zu entlasten.

Langzeitverletzte: D Sergei Gonchar, F P.A. Parenteau

10. New York Islanders (39-19-1; Platz 10)

Mit Rechtsaußen Kyle Okpose fällt bei den Islanders verletzungsbedingt ihr zweitbester Scorer für längere Zeit aus. Wird sich GM Garth Snow in den nächsten zehn Tagen auf die Suche nach einem Ersatz für den Außenstürmer machen? Zum Tausch könnten die Islanders einige vielversprechende Nachwuchsspieler anbieten.

Langzeitverletzte: F Eric Boulton, F Casey Cizikas, Kyle Okposo

Die Verfolger: Washington Capitals, Minnesota Wild, Los Angeles Kings, Vancouver Canucks, Boston Bruins

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: San Jose Sharks

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