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Bestenliste: Fast alles beim Alten geblieben

von Stefan Herget / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.


Nur eine Veränderungen gab es in unseren Top 10 im Vergleich zur Vorwoche aufgrund der verringerten Spielanzahl wegen des bevorstehenden All-Star Games und der drei Spielausfälle wegen des Schneesturms an der Ostküste am vergangenen Wochenende.

Auffällig ist, dass sich die vier Führenden allesamt nicht mit Ruhm bekleckerten und auch deswegen nicht befürchten mussten, von ihrem Rang verdrängt zu werden. Denn die Verfolger hatten ebenfalls keine makellose Bilanz, um in die Phalanx einzubrechen.

Einzig die San Jose Shaks setzten ihren Aufwärtstrend durch fünf Punkte in drei Spielen fort und schoben sich vor die New York Islanders auf den neunten Platz.

1. Washington Capitals (35-8-4, Platz 1)

Washington zieht einsam seine Kreise an der Spitze der NHL, doch im einzigen Spiel der vergangenen Woche verloren sie mit 4-3 nach Verlängerung gegen die Philadelphia Flyers. Ansonsten waren die Capitals vom Schneesturm betroffen und zwei Partien fielen aus.

Von daher haben sie im Kampf um die Presidents‘ Trophy nur noch vier Punkte Vorsprung auf die Chicago Blackhawks, aber sechs Spiele weniger absolviert. Abzuwarten bleibt, wie lange Superstar Alex Ovechkin nach seiner All-Star Game Absage ausfällt, um sich zu kurieren und wie die Capitals den Ausfall wegstecken.

2. Chicago Blackhawks (33-16-4, Platz 2)

Keine Seltenheit ist es, dass eine Mannschaft nach gestoppter längerer Siegesserie einen Durchhänger hat, so auch die Blackhawks. Nur ein Sieg und zwei Punkte bei drei Spielen lautet die ungewöhnlich maue Bilanz des Titelverteidigers.

0-4 gegen Florida und 0-5 gegen die Carolina Hurricanes waren empfindliche Niederlagen, dafür konnte den St. Louis Blues mit 2-0 ebenfalls zu Null das Nachsehen gegeben werden. Colorado, Arizona und Dallas heißen die Stationen nach der All-Star Pause. Mal schauen, wie es mit den Hawks weitergeht.

3. St. Louis Blues (28-16-8, Platz 3)

Die Blues konnten aus den Schwächephasen der Konkurrenten nicht profitieren und patzten ebenso. Neben dem 0-2 im direkten Duell gegen Chicago, sprang nur ein Punkt gegen die Colorado Avalanche heraus, als sie 1-2 im Shootout verloren.

So wird es nicht reichen im Kampf um den Divisionstitel in der Central noch einmal einzugreifen. Wichtig wäre der zweiten Platz, um sich das Heimrecht in der ersten Playoffrunde zu sichern. Aber der Blick nach hinten sollte nicht vergessen werden.

4. Los Angeles Kings (30-16-3, Platz 4)

Die immer noch deutlich führende Mannschaft in der Pacific Division kann ebenfalls nur einen Sieg aus drei Möglichkeiten in den abgelaufenen sieben Tagen vorweisen. Immerhin gelang ein 3-2 nach Verlängerung beim Erzrivalen San Jose, doch gegen die Arizona Coyotes mit 2-3 und die Avalanche mit 3-4 zogen die Kings zwei Mal etwas überraschend den Kürzeren.

Die All-Star Pause bis Dienstag könnte also genau richtig kommen, um Kraft zu tanken für den Endspurt, der nach zwei Spielen bei Arizona und im Stadtduell zu Hause gegen die Anaheim Ducks mit einer längeren Reise an die Ostküste beginnt.

5. Dallas Stars (31-14-5, Platz 5)

Dallas kämpft, um seinen zu Beginn der Saison erarbeiteten Platz in der Central Division zu behalten. Chicago hat sie schon eingeholt und St. Louis scharrt dahinter mit den Hufen, doch ein ständiges Auf und Ab sorgt eben (noch) für die nötigen Punkte, die Angriffe abzuwehren.

So waren es durch einen Sieg gegen die Calgary Flames wieder zwei Punkte, bei einer Niederlage gegen Colorado. Ein Schnitt, der bis zum Saisonende für die Playoffs reichen könnte, weil in den verbleibenden 32 Spielen die gleiche Punkteanzahl zu holen, würde am Ende 99 Punkte bedeuten. Das hat noch immer gereicht.

6. Tampa Bay Lightning (27-18-4, Platz 6) 1-1-0

Der letztjährige Stanley Cup Finalist ist weiter auf dem Weg nach oben, allerdings waren die Rivalen aus dem Bundesstaat Florida ein kleiner Spielverderber, indem sie im Duell mit 5-2 siegreich blieben und damit die Siegesserie der Lightning seit dem 5. Januar über sieben Spiele beendeten.

Tampa kehrte danach in den Gewinnmodus zurück, wenn gleich das 1-0 gegen die Toronto Maple Leafs sehr mühsam erkämpft werden musste. In den kommenden Aufgaben gegen Detroit und Pittsburgh wird sich zeigen, ob der positive Trend anhält.

7. New York Rangers (27-17-5, Platz 7)

Bei drei Spielen in vier Tagen schnitten die Rangers mit zwei Siegen positiv ab. Nur gegen die Ottawa Senators zogen sie mit 0-3 den Kürzeren. Es könnte ein kleines positives Zeichen sein, dass es mit den Blueshirts wieder rechtzeitig bergauf geht.

Es ist auch nötig langsam wieder zu punkten, denn die Konkurrenz schläft nicht und die Divisionskonkurrenten Penguins scheinen ebenso auf dem Weg der Besserung, so dass die Playoff-Qualifikation gefährdet sein könnte. Bis zum ersten Platz außerhalb sind es schließlich nur vier Punkte Vorsprung.

8. Detroit Red Wings (25-16-8, Platz 8)

Auch Detroit hatte drei Partien in vier Tagen und verbuchte die gleiche Bilanz wie die Rangers. Sie unterlagen zu Hause den Ducks mit 3-4, konnten allerdings die Buffalo Sabres mit 3-0 und die Islanders mit 4-2 besiegen.

Für die Red Wings gilt ähnliches, denn die Plätze in der Atlantic Division sind hart umkämpft. Gerade einmal sechs Punkte oder drei Siege trennen den Zweiten Tampa Bay vom Sechsten Ottawa.

9. San Jose Sharks (26-18-4, Platz 10)

Die Sharks konnten ihre gute Verfassung der vergangenen Woche bestätigen und verbuchten mit fünf Punkten aus drei Spielen das beste Ergebnis dieser Top 10. Ausgerechnet dem Rivalen aus Los Angeles unterlag San Jose mit 2-3 nach Verlängerung. Dafür wurde den Avalanche mit 6-1 deutlich die Grenzen aufgezeigt, während die Minnesota Wild knapp mit 4-3 besiegt wurden.

Die Nordkalifornier haben sich so auf den zweiten Platz der Pacific Division mit einem kleinen Punktepolster von drei Zählern vorgearbeitet. Doch Anaheim, das fünf Punkte zurück ist, hat nach wie vor das Potenzial von hinten durchzustarten, von daher ist Vorsicht geboten.

10. New York Islanders (25-16-6, Platz 9)

Anders als die Lokalrivalen Rangers blieben die Islanders bei den Senators mit 5-2 siegreich. Nach der Spielabsage wegen des Schneesturms vom Samstag verloren sie am Montag zu Hause gegen die Red Wings mit 2-4.

Für die jetzt in Brooklyn ansässigen New Yorker lohnt ein ständiger Blick auf die Tabelle, weil Ausruhen wäre ein schlechter Berater. Bis auf die Columbus Blue Jackets sind alle Mannschaften der Metropolitan Division in Reichweite, um den Vorderen das Leben schwer zu machen.

Die Verfolger: Boston Bruins, Florida Panthers, Colorado Avalanche, Nashville Predators, Pittsburgh Penguins

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Montreal Canadiens, Minnesota Wild

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