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Bestenliste: Eine neue Nummer 1

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Mit den Toronto Maple Leafs, den San Jose Sharks und den New York Rangers sind gleich drei Teams, dank hervorragender Vorstellungen, die ihnen Siegesserien bescherten, auf dem Sprung unter die Top 10 in diesem Ranking. Die Maple Leafs verloren zwar ihren letzten Auftritt, am Mittwoch in Raleigh gegen die Hurricanes, konnten jedoch zuvor sechs Partien in Folge gewinnen.

Punktverlustfrei blieben die Rangers auf ihrer Auswärtstour im Westen Kanadas, wobei sie in den drei Spielen gegen Vancouver, Calgary und Edmonton nur drei Gegentreffer kassierten. Rangers Schlussmann Henrik Lundqvist bewies, mit seinen 74 Paraden und einem Shutout gegen die Oilers, wieder einmal, wie wichtig er für das Traditionsteam ist.

Torwartlegende Gene Ubriaco hatte einmal gesagt: "Im Eishockey macht der Torwart 75 Prozent des Spiels aus. Es sei denn es ist ein schlechter Torhüter dann sind es 100 %."

1. Chicago Blackhawks (22-9-1; Platz 2)

Die Blackhawks sind die neue Nummer 1 in diesem Power Ranking. Mit 13 Siegen aus ihren letzten 15 Partien verdrängten sie den ‚Dauerersten‘, die Pittsburgh Penguins. Dabei tat es den Blackhawks auch keinen Abbruch, dass sie seit Ende November ohne ihren Stammtorwart Corey Crawford auskommen müssen. Sowohl der Finne Antti Raanta (Rettungsquote 93,8%), wie auch Scott Darling (93,7%) erwiesen sich als würdiger Ersatz für den an einer Fußverletzung laborierenden Crawford, der immer noch mit einem Gegentrefferschnitt von 1,87 den vierten Platz unter allen Torhütern der NHL belegt.

2. Pittsburgh Penguins (21-6-4; Platz 1)

Keine Mannschaft hat weniger Spiele in der regulären Spielzeit verloren, als die Penguins, die nur sechsmal in der laufenden Saison ohne Punktgewinn geblieben waren. Mit 46 Zählern sind sie das beste Team in der Eastern Conference. Bei 18 ihrer Siege stand Marc-Andre Fleury im Kasten. Der 30-jährige Schlussmann konnte gestern Nacht gegen die Avalanche seinen bereits sechsten Shutout feiern und zählt mit einem Gegentrefferschnitt von 2,01 und einer Fangquote von 93,0% zu den besten Fünf der Liga. Pittsburghs Backup-Goalie Thomas Greiss (3-2-2) kam bisher siebenmal zum Einsatz.

3. St. Louis Blues (21-9-2; Platz 4)

Fünf Siege hintereinander konnten die Blues feiern, ehe sie in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den Los Angeles Kings mit 4-6 unterlagen. Sie verpassten es damit Chicago in der Tabelle der Central Division zu überholen. Die Blues sorgten durch die Verpflichtung des 42-jährigen Schlussmanns Martin Brodeur (GAA 3,59) für Aufsehen. Er soll zusammen mit dem 24 Jahre jungen Jake Allen (GAA 2,47) den verletzungsbedingten Ausfall von Brian Elliot (GAA 1,82) kompensieren. Beiden Torhütern ist das nur bedingt gelungen. In den Partien ohne Elliot kassierten die Blues durchschnittlich 0,874 Treffer mehr pro Spiel.

4. Anaheim Ducks (22-7-5; Platz 5)

Im Dezember haben die Ducks nur eine ihrer neun Begegnungen verloren. Diese Bilanz ist umso beeindruckender wenn man bedenkt, dass sie sechsmal in der Fremde hatten antreten müssen. Keine andere Mannschaft hat aktuell mehr Punkte auf dem Konto (49) als die Kalifornier. In die Fußstapfen von Anaheims langjähriger Nummer 1 Jonas Hiller trat der Däne Fredrik Andersen (91,3%, 2,41). Der 25-Jährige bestritt bisher 28 von 34 Saisonpartien und konnte 18 Mal das Eis als Sieger verlassen. Unterstützung bekam er von John Gibson (4Sp; 92,7%; 2,28) und Jason LaBarbera (5; 90,9%; 2,61). Vor 14 Tagen unterschrieb der erfahrene russische Schlussmann Ilya Bryzgalov einen Einjahresvertrag bei den Ducks. Zu seinem ersten Kurzeinsatz kam er diese Woche in Toronto, als er beim Stande von 1-4 für die letzte Viertelstunde ins Spiel kam. Die Partie endete 2-6.

5. Tampa Bay Lightning (20-10-3; Platz 3)

Die Tampa Bay Lightning führen zwar noch die Tabelle der Atlantic Division an, konnten aber in den vergangenen 14 Tagen nicht mehr so überzeugen wie im Vormonat. Auch letzte Woche setzte es für den Tabellenführer zwei Niederlagen - in Washington und in Pittsburgh. Ben Bishop ist zwar die unumstrittene Nummer 1 im Tor der Lightning, jedoch konnten sie mit ihm im Kasten ihren letzten Sieg am 4. Dezember gegen Buffalo feiern. In den folgenden vier Partien kassierte Bishop elf Gegentore bei einer Rettungsquote von nur 87,2 Prozent. Eine klasse Leistung lieferte dagegen Andrei Vasilevskiy bei seinem NHL-Debut am Dienstag gegen die Flyers ab. Das 20-jährige russische Torwarttalent wehrte 95,8 Prozent aller Schüsse ab und musste nur einmal hinter sich greifen, um die Scheibe aus dem Netz zu holen.

6. Nashville Predators (20-8-2; Platz 7)

Mit nur zwei Auftritten in den vergangenen sieben Tagen, gegen die Sharks (0-2) und die Bruins (3-2 OT), hatten die Predators eine relativ geruhsame Woche. Über mangelnde Arbeit konnte sich aber ihr Stammtorwart Pekka Rinne keinesfalls beklagen. 68 Torschüsse kamen auf seinen Kasten - drei davon landeten im Netz. Trotz seiner Fangquote von 95,6 Prozent reichte es für die Predators nur zu zwei Zählern. Bei allen 20 Saisonsiegen, des aktuell Tabellendritten in der Central Division, stand der 32-jährige Finne im Tor. Er führt mit einer Save Percentage von 93,7% und mit 1,76 Gegentreffern pro Spiel in beiden Kategorien die Liga an.

7. New York Islanders (21-10-0; Platz 6)

Durch zwei doppelte Punktgewinne in den Aufeinandertreffen mit den Devils und den Blackhawks fanden die Islanders, nach zuvor drei Niederlagen in Folge, wieder zurück in die Erfolgsspur. Als Torwart bei den offensivausgerichteten Islanders hinten drin zu stehen ist wahrlich keine beneidenswerte Aufgabe. 22 Mal übernahm diese der 29-jährige Slowake Jaroslav Halak, zehn Mal der um ein Jahr jüngere Chad Johnson. Halak belegt mit einem Gegentrefferschnitt von 2,35 bei einer Fangquote von 91,7 Prozent gerade einmal Platz 14 und 18. Von Nervenstärke zeugt dagegen, dass die Islanders noch keine einzige Partie in der Verlängerung oder im Penaltyschießen verloren haben.

8. Los Angeles Kings (16-11-6; Platz 9)

Obwohl sie in den letzten vier Spielen 18 Gegentore kassiert haben lassen sich die amtierenden Stanley Cup Champions nicht aus der Ruhe bringen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag konnten die Kings zuhause für die vorangegangene 2-5 Niederlage in St. Louis Revanche nehmen. Jonathan Quick hat schon oft gezeigt, dass er zu den besten Torhütern der NHL zählt. Zuletzt blieb er diesen Beweis schuldig. Mit einer Fangquote von 92,4 Prozent und durchschnittlich 2,3 Gegentore pro Spiel liegt er immer noch unter den Top 10. Los Angeles junger Backup Martin Jones konnte, bei seinen seltenen Einsätzen von Beginn an, zwei Shutouts, am 26.11. und 4.12., hintereinander feiern. Am vergangenen Freitag schenkten ihm die Canadiens sechs Tore ein.

9. Montreal Canadiens (20-11-2; Platz 8)

Die Canadiens spüren schon den Atem ihres Erzrivalen aus Toronto im Nacken. Die Frankokanadier haben bei einem bisher mehr absolvierten Spiel nur noch einen Punkt Vorsprung gegenüber den Leafs. An ihrem Torwart Carey Price (91,4%; 2,44) lag es nicht, dass sie ihre letzte Heimpartie gegen die Ducks mit 1-2 verloren haben. Der 27-jährige Kanadier zählt mit insgesamt 805 Schüssen, die es in 27 Saisonpartien für ihn zu halten gab, zu den vielbeschäftigsten NHL-Torhütern. 17 Siege der Canadiens gingen auch auf sein Konto. Zu sieben Einsätzen kam Montreals Ersatztorwart Dustin Tokarski (3-2-1).

10. Detroit Red Wings (17-7-8; Platz 10)

Die Red Wings würden sich gerne in der Spitzengruppe etablieren. In den letzten vier Spielen sind sie diesem Ziel nicht unbedingt näher gekommen. Viermal mussten sie am Ende das Eis als Verlierer verlassen. Dreimal wurden die Partien erst im Penaltyschießen zu ihren Ungunsten entschieden, so dass sie sich immerhin mit einem gewonnen Zähler trösten konnten. Sie verteidigten dadurch ihren zweiten Rang in der Atlantic Division. Detroits Stammtorwart Jimmy Howard (92,2%; 2,05) konnte sich gegen die Blue Jackets nur bedingt über seinen zweiten Saison-Shutout freuen: Die Gäste aus Ohio sicherten sich nach einem torlosen Unentschieden den Zusatzpunkt im Shootout. Seit Ende November kam der erst 22-jährige Tscheche Petr Mrazek (91,6%; 2,70) zu vier Einsätzen. Nach drei Siegen bei seinen ersten Saisonauftritten musste er am Samstag in Toronto seine erste Saisonniederlage hinnehmen.

Die Verfolger: Minnesota Wild, San Jose Sharks, New York Rangers, Toronto Maple Leafs, Washington Capitals

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Vancouver Canucks, Calgary Flames

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