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Bestenliste: Chicago und Detroit die Gewinner

von Stefan Herget / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.


Die zweite volle Woche des Jahres 2016 bestätigte den Trend der ersten sieben Tage.

Unangefochten Spitzenreiter bleiben die Washington Capitals, die sich auch in der realen Tabelle bereits sieben Punkte nach vorne abgesetzt haben.

Dahinter kommen die Chicago Blackhawks mit großen Schritten, so dass sie folgerichtig auf den zweiten Platz vorrücken und so ihren Marsch nach vorne fortsetzen.

Den größten Sprung machten die Detroit Red Wings, die zwei Plätze nach vorne rutschten, während der einstige Primus Montreal Canadiens droht aus der Platzierung zu rutschen.

Einige Mannschaften hatten etwas Zeit zum Verschnaufen, weil sie nur ein oder zwei Spiele zu absolvieren hatten.

Hier ist unsere aktuelle Rangliste:

1. Washington Capitals (33-7-3, Platz 1)

Erneut eine makellose Woche mit drei Siegen legte der Tabellenführer hin und festigte so seine Stellung in der NHL als derzeit bestes Team. In der Eastern Conference zeichnet sich kein Konkurrent ab, einzig die Blackhawks aus der Western Conference scheinen gewillt, den Capitals die Presidents‘ Trophy für die punktbeste Mannschaft der regulären Saison streitig zu machen.

Momentan sieht es so aus, als wenn alles stimmt in der us-amerikanischen Hauptstadt, inklusive des deutschen Backup Torhüters Philipp Grubauer, der gute Arbeit verrichtet, wenn er zum Einsatz kommt.

2. Chicago Blackhawks (29-13-4, Platz 3)

Chicago hatte zu Beginn etwas Anlaufschwierigkeiten, für einen Titelverteidiger nichts ungewöhnliches. Schließlich ziehen sich die Feierlichkeiten des Stanley Cup Gewinns bis tief in den Sommer hinein.

Jetzt sind sie zurück. Mit 19 Siegen und 39 Punkten sind sie derzeit die beste Heimmannschaft der NHL. Folglich gibt es in der Fremde noch etwas Nachholbedarf. Grund zum Feiern gab es, dass Trainer Joel Quenneville diese Woche Al Arbour auf dem zweiten Platz der ewigen Bestenliste bei den gewonnenen Spielen ablöste.

3. Los Angeles Kings (27-12-3, Platz 2)

Die Kalifornier holten drei Punkte aus nur zwei Spielen in der vergangenen Woche. Das Verpassen der Playoffs wie in 2015 sollte wohl kein Thema werden. Ein deutlicher Unterschied ist bei den vergebenen Zusatzpunkten festzustellen. War die Bilanz von L.A. in den Verlängerungen und Shootouts 2014-15 bei 3-15, liegt sie nun bei 8-3.

Sehr stark spielt derzeit die Reihe Anze Kopitar, Milan Lucic und Tyler Toffoli. Die Verteilung der Verantwortung auf mehr Schultern wird nötig sein, um weiter erfolgreich zu spielen. Den starken Auftritten von Chicago ist es geschuldet, dass es für die Kings einen Platz nach hinten ging.

4. St. Louis Blues (25-15-7, Platz 5)

Eine bittere Niederlage am Donnerstag zu Hause gegen die Carolina Hurricanes mit 1-4 trübte das Abschneiden der Blues. Ansonsten konnten zuletzt zwei Siege gegen die Kings (2-1 SO) und die New Jersey Devils (5-2), sowie ein Punkt bei den Anaheim Ducks (3-4 SO) eingefahren werden.

Es folgen zwei Heimspiele gegen die Canadiens und Pittsburgh Penguins, ehe es auswärts bei den Red Wings und Colorado Avalanche weitergeht. Ein Programm, das nicht gerade ohne ist.

5. Dallas Stars (29-11-4, Platz 4)

Die Stars hatten eine ruhige Woche. Die hatten sie nach neun Spielen in 15 Tagen nach Weihnachten auch nötig. Ihre einzige Partie verloren sie am vergangenen Samstag zu Hause gegen die Minnesota Wild mit 1-2. Erst in den kommenden Nächten geht es mit einem Doppelpack in Anaheim und San Jose weiter.

Es wird sich zeigen, ob dort der Abwärtsttrend, der sich zeigte, gestoppt werden kann. Die Torjäger Jamie Benn und Tyler Seguin trafen zusammen in den letzten fünf Begegnungen nur zwei Mal und haben eine Minus 11 vorzuweisen. Konsequenz waren nur drei von zehn möglichen Punkten.

6. New York Rangers (23-15-5, Platz 6)

Den Capitals lieferten die Rangers am Samstag einen tollen Kampf, ehe sie 3-4 in der Verlängerung unterlagen. Dann konnten die Boston Bruins 2-1 besiegt werden. Doch am Donnerstag wieder eine bittere Niederlage mit 1-3 im Derby bei den Islanders.

Die Blueshirts wissen derzeit nicht, was es heißt konstant zu spielen und aus diesem Grund befinden sie sich auch nur mit Mittelfeld. Am Wochenende geht es mit Philadelphia und Washington zu zwei Teams, die Siegesserien laufen haben. Ob Linksaußen Rick Nash seine Flaute von nur vier Toren in 19 Spielen langsam vergessen machen kann?

7. Florida Panthers (26-13-5; Platz 8)

Nach dem zwölften Sieg in Folge am Sonntag gegen die Edmonton Oilers (2-1) stoppten die Vancouver Canucks am Montag die Rekordserie von Florida mit dem 3-2 Siegteffer in der Verlängerung. Am Mittwoch zeigten dann die Calgary Flames den Panthers mit einem deutlichen 6-0 gleich noch einmal, was es heißt zu verlieren.

Durch das vorherige Punkte sammeln hat sich der Außenseiter allerdings ein gutes Polster erarbeitet. So grüßen sie mit vier Zählern Vorsprung von der Spitze der Atlantic Division und haben zehn gut auf die ersten Plätze außerhalb der Playoffränge.

8. Detroit Red Wings (23-14-7; Platz 10)

Auf der absolvierten Auswärtstour besiegten die Red Wings die Ducks (2-1) und die Arizona Coyotes (3-2 OT), während sie gegen die Kings den Kürzeren zogen (2-4). Trotzdem konnten sie ihre zweite Position in der Atlantic Division ausbauen und wieder näher an Florida auf Eins heranrücken.

Torhüter Petr Mrazek ist in Topform und konnte seine vergangenen fünf Auftritte allesamt gewinnen. Der 23-jährige Tscheche musste dabei nur sieben Gegentreffer hinnehmen. Von den 153 Torschüssen aus diesen Begegnungen hat er 95,4 Prozent abgewehrt.

9. Minnesota Wild (22-13-8, Platz 9)

Für die Wild läuft es wahrlich nicht rund. Einem Sieg in Dallas (2-1) stehen zwei Niederlagen in der Heimat gegen ausgerechnet zwei Teams, die im hinteren Bereich rangieren, gegenüber: 1-2 gegen die Devils und 1-3 gegen die Buffalo Sabres.

So stehen nur zwei Siege in sieben Partien in diesem neuen Jahr zu Buche. Interessant, dass sie in dieser Spanne nur 2,29 Tore pro Spiel zuließen und damit besser als mit ihrem Saisonschnitt von 2,35 liegen. Aber sie konnten auch nur 2,14 Mal treffen und sind deutlich unter den gesamten 2,63. Deutet auf ein offensives Problem hin.

10. Montreal Canadiens (23-18-3, Platz 7)

Wieder ohne Punkte blieben in zwei Begegnungen die Canadiens. Ein bisschen Hoffnung macht das knappe 1-2 gegen Chicago am Donnerstag. Ansonsten bleibt Montreal derzeit vieles schuldig. Nur 18. Platz im Powerplay mit 17,9 Prozent Erfolgsquote. Stürmer wie Lars Eller treffen nicht mehr. Er holte nur zwei Assists in 16 Spielen seit er das letzte Mal traf.

Ein Hoffnungsschimmer ist, dass der einige Wochen verletzte Torhüter Carey Price wieder auf dem Eis trainiert und ein Comeback bevorsteht. An Vertreter Mike Condon liegt es sicher nicht, aber mit Price zwischen den Pfosten waren die Habs eindeutig erfolgreicher.

Die Verfolger: Boston Bruins, New York Islanders, Tampa Bay Lightning, Arizona Coyotes, Colorado Avalanche

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Nashville Predators

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