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Bestenliste: Capitals, Blues und Stars auf dem Treppchen

von Bernd Roesch / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.


Die reguläre Saison 2015/16 neigt sich dem Ende zu. Für die 30 NHL-Teams stehen am kommenden Wochenende noch maximal zwei Auftritte auf dem Programm, ehe es dann für 16 von ihnen, in den anstehenden Stanley Cup Playoffs, darum geht die begehrte Eishockeytrophäe zu gewinnen.

In der Western Conference sind bereits alle acht Playoffplätze vergeben, in der Eastern Conference streiten sich mit den Detroit Red Wings, den Boston Bruins und den Philadelphia Flyers drei Mannschaften, um die noch freien zwei Plätze (3. Atlantic, 2. Wildcard). Welche Teams die Central und die Pacific Division als Tabellenerste abschließen werden steht ebenfalls noch nicht fest. Für ausreichend Spannung ist dementsprechend in den kommenden drei Tagen, bis zum letzten Mal der Puck gefallen ist, gesorgt.

1. Washington Capitals (55-17-8, Platz 1)

Das punktbeste Team der Liga hat nach erfolgter Playoffqualifikation einen Gang heruntergeschalten. Vier Zähler aus vier Partien sind für die Capitals weniger als man erwarten konnte. Man muss ihnen zu Gute halten, dass sie mit den Islanders und Penguins zuletzt auf zwei Gegner getroffen sind, für die es noch um eine gute Platzierung ging. Beide Partien verloren die Hauptstädter nach Verlängerung mit 3-4 Toren. Zuvor waren sie auf ihrer Auswärtstour den Coyotes mit 0-3 unterlegen gewesen. Gegen die Avalanche konnte Washington einen 4-2 Sieg feiern. Eine richtig gute Woche hatte Capitals Linksaußen Marcus Johansson. Der 25-jährige Schwede kam auf zwei Treffer und vier Assists. Bei noch zwei ausstehenden Saisonpartien belegen die Capitals, bei den durchschnittlich geschossenen Toren (3,04) und bei den durchschnittlichen Gegentreffern (2,35), ligaweit den zweiten Platz. Auch mit ihrer Powerplayerfolgsquote (22,4%, 4.) und beim Penalty Killing (84,8%, 4.) liegen sie unter den Top 5.

2. St. Louis Blues (49-23-9, Platz 2)

Die Blues liefern sich weiterhin einen spannenden Zweikampf mit Dallas um den ersten Platz in der Western Conference. Nach ihrer 5-6 Heimniederlage gegen Boston, konnten sie drei Siege in Folge gegen Colorado (5-1), Arizona (5-2) und Chicago (2-1 OT) feiern. St. Louis bester Scorer in diesen vier Partien war wieder einmal Vladimir Tarasenko mit drei Treffern und vier Assists. Aber auch Verteidiger Alex Pietrangelo zeigte mit zwei Toren und vier Vorlagen seine Offensivqualitäten. Ihre letzte Partie der regulären Saison bestreiten die Blues am Samstag zuhause gegen die Capitals. Mit 2,69 geschossenen Toren pro Spiel liegt St. Louis im Mittelfeld (Platz 15), ihr Gegentrefferschnitt beträgt 2,37 (4.). Auch im Powerplay (21,8%, 6.) und im Unterzahlspiel (85,0%, 3.) zählen sie zu den besten der Liga.

3. Dallas Stars (49-23-9, Platz 3)

Zwei Punkte mussten die Stars in den vergangenen sieben Tagen abgeben. Sie unterlagen auswärts bei den Ducks mit 1-3 Toren. Gegen die Kings (3-2) und die Avalanche (4-2) konnte Dallas zwei Siege einfahren und damit seinen ersten Tabellenplatz gegenüber den punktgleichen Blues verteidigen. Der einzige zweifache Torschütze der Stars in diesen Partien war mit Jordie Benn ein Verteidiger. Center Radek Faksa brachte es auf ein Tor und zwei Vorlagen. Ihre letzte Saisonpartie absolvieren die Texaner am Samstag vor heimischer Kulisse gegen die Predators. Die Stars erzielten die mit Abstand meisten Tore in der NHL (3,23), liegen aber mit 2,79 Gegentreffern pro Spiel (20.) im unteren Tabellendrittel. Ihre Powerplay- (22,1%, 5.) und Unterzahlquote (82,4%, 10.) reicht für einen Platz unter den besten Zehn.

4. Chicago Blackhawks (47-26-8, Platz 6)

Der amtierende Stanley Cup Champion hat sich nach Wochen mit durchwachsenem Erfolg wieder gefangen. Sieben Punkte in vier Partien sind eine exzellente Ausbeute, durch die sie sich einen Spieltag vor Schluss den dritten Platz in der Central Division sichern konnten. Nur gegen die Blues mussten sie sich nach Verlängerung mit 1-2 geschlagen geben. Zuvor kamen die Blackhawks zu doppelten Punktgewinnen gegen die Jets (5-4 OT), Bruins (6-4) und Coyotes (6-2). Am Offensivfeuerwerk, das Chicago in diesen Begegnungen zünden konnte, waren Artemi Panarin (3 Tore, 7 Assists) und Patrick Kane (5 Tore, 4 Assists) maßgeblich beteiligt. Über die gesamte Saison hinweg konnten die Blackhawks im Schnitt 2,84 Tore (6.) erzielen und kassierten 2,49 (9.). Ihr Überzahlspiel zählt mit 22,7% (2.) zu den Besten in der NHL. Im Penalty Killing liegen sie mit 80,5% auf dem 21. Rang.

5. Pittsburgh Penguins (48-25-8, Platz 8)

Der Siegeszug der Penguins durch die Liga hielt auch in der vergangenen Woche an. Mit vier Erfolgen über die Islanders (5-0), Flyers (6-2), Senators (5-3) sowie die Capitals (4-3 OT) bauten sie ihre Siegesserie auf neun Spiele aus und sicherten sich den zweiten Platz in der Metropolitan Division. Am letzten Spieltag führt sie die Reise noch einmal nach Philadelphia. Verteidiger Kris Letang (6 Assists) und Center Matt Cullen (3 T, 3 A) waren an jeweils sechs Treffern beteiligt. Erfreulicherweise konnte sich auch Tom Kuhnhackl mit einem Tor und drei Vorlagen ins Rampenlicht schießen. Pittsburgh belegt mit seiner Offensivausbeute von 2,96 Toren pro Spiel mittlerweile schon den 3. Platz, 2,42 Gegentreffer reichen für Rang 6. Ihr Powerplay ist noch verbesserungswürdig (18,5%, 16.), doch bei Unterzahl (84,3%, 5.) gibt es kaum noch Luft nach oben.

6. Anaheim Ducks (44-25-11, Platz 7)

Die Ducks verloren das gestrige Prestigeduell um die Tabellenführung der Pacific Division gegen ihre Nachbarn aus Los Angeles (1-2) und haben es bei zwei ausstehenden Spielen nicht mehr in der eigenen Hand diese zurückzuerobern. Federn lassen mussten die Ducks auch bei ihren Begegnungen mit den Canucks (1-3) und den Jets (1-2 OT). Dagegen reichte es für Anaheim zu einem Achtungserfolg gegen die Stars (3-1). Die beiden Center Ryan Kesler (3 Tore) und Nate Thompson (2 Tore) waren die erfolgreichsten Torschützen der Südkalifornier, die im Durchschnitt 2,60 (18.) Tore pro Spiel erzielen. Kein Team kassiert weniger Tore als die Ducks (2,31; 1.). Auch im Powerplay (23,0%, 1.) und im Penalty Killing (87,1%, 1.) sind die Ducks jeweils ligaspitze.

7. Los Angeles Kings (48-28-5, Platz 4)

Einen weiteren Sieg im letzten Heimspiel der Saison gegen die Jets vorausgesetzt, ist den Kings ihr erster Platz in der Pacific Division nicht mehr zu nehmen. Dabei hat die vergangene Woche mit zwei Niederlagen gegen Dallas (2-3) und Vancouver (2-3) gar nicht gut für die Kalifornier begonnen. Es folgten vier Punkte aus den Partien gegen Calgary (5-4 OT) und Anaheim (2-1). Linksaußen Milan Lucic schoss drei Treffer der Kings bei ihren zwei Siegen. Mit ihrem Offensivspiel von 2,72 Tore/Spiel (14.) liegen sie gerade noch in der oberen Tabellenhälfte, ihr Abwehrverhalten lässt dagegen kaum Wünsche offen (2,33; 2.). Im Powerplay (20,0%) belegen sie Platz 9 und beim Penalty Killing (81,2%) sind sie 16.

8. New York Rangers (45-27-9, Platz 5)

Im Nachbarschaftsduell mit den Islanders (1-4) mussten die Rangers heute Nacht den Kürzeren ziehen und wurden von ihrem dritten Tabellenplatz in der Metropolitan Division verdrängt. Zuvor gab es mit Siegen über die Blue Jackets (4-2) und Lightning (3-2) Grund zum Feiern für die Blueshirts. Ihre erste Partie in dieser Woche hatten sie am vergangenen Samstag gegen die Sabres (3-4) verloren. den Ansprüchen der Rangers gerecht wurde Derek Stepan mit vier Treffern und drei Assists. 2,84 geschossene Tore pro Spiel (7.) sind guter Ligadurchschnitt, doch mit 2,63 Gegentore pro Partie (16.) liegen sie ebenso in der unteren Tabellenhälfte wie mit ihrer Unterzahlquote von 78,2% (26.). Im Überzahlspiel belegen sie mit 18,8% Platz 13.

9. New York Islanders (45-26-9, Platz 9)

Nach ihrer 0-5 Schlappe gegen die Penguins gab es ein Donnerwetter in Brooklyn. Die Spieler der Islanders nahmen sich dieses zu Herzen und fuhren in den darauffolgenden Partien gegen die Lightning (5-2), die Capitals (4-3 OT) und die Rangers (4-1) drei Siege ein, durch die sie auf den dritten Platz in der Metropolitan rutschten. Nun stehen für die Islanders noch zwei Heimpartien gegen die Sabres und Flyers an. New Yorks überragender Akteur war Teamkapitän John Tavares (3 Tore, 5 Assists), der gleich an acht ihrer 13 Treffer beteiligt gewesen war. Bei den geschossenen Toren (2,78; 10.), den Gegentreffern (2,53; 11.) und im Powerplay (18,8%, 13.) liegen die Islanders unter den ersten 15. Überragende Vorstellungen lieferten in der laufenden Spielzeit ihre Unterzahlformationen ab (85,4%, 2.).

10. Tampa Bay Lightning (46-30-5, Platz 10)

Den Wunsch die Atlantic Division als Tabellenerster abzuschließen können die Lightning ad acta legen. Sechs Punkte aus vier Begegnungen waren zu wenig, um in der ausstehenden Partie in Montreal den erstplatzierten Panthers ihren Spitzenplatz noch streitig machen zu können. Siege landete Tampa zuhause gegen die Devils (3-1) und auswärts bei den Rangers (3-2) und Devils (4-2). Keinen Grund zum Feiern gab es für sie dagegen in der Begegnungen bei den Islanders (2-5). Der Stanley Cup Finalist von 2015 belegt bei den geschossenen Toren (2,74; 12.), im Penalty Killing (84,1%, 7.) und bei den Gegentreffern (2,38; 5.) einen Platz unter den Top 12. Tampas Überzahlerfolgsquote (15,9%, 27.) ist noch stark verbesserungswürdig.

Die Verfolger: Florida Panthers, San Jose Sharks, Nashville Predators, Detroit Red Wings, Philadelphia Flyers

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Minnesota Wild

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