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Bestenliste: Anaheim wieder einmal vorne

von Stefan Herget / NHL.com

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Je näher es auf das Ende der regulären Saison und damit den Beginn der Playoffs zugeht, desto mehr nimmt der Kampf um jede Platzierung und Punkt zu. Die lange Zeit dominierenden Nashville Predators verloren zuletzt fünf Spiele in Folge. Diese Schwächephase wurde von den Anaheim Ducks gnadenlos ausgenutzt und die Kalifornier übernahmen durch vier Siege hintereinander die Führung in der Western Conference.

Nachdem ansonsten alle Spitzenteams derzeit weniger souverän agieren, marschierten die Ducks in unserer Bestenliste vom siebten auf den ersten Platz durch. Hervorzuheben sind ebenso die Minnesota Wild, die acht ihrer vergangenen zehn Partien für sich entscheiden konnten. Nach dem zehnten Platz in der Vorwoche kletterten sie auf den sechsten vor.

Hier ist unser aktuelles Ranking:

1. Anaheim Ducks (42-17-7; Platz 7)

Neuer Ligaprimus mit 91 Punkten sind die Ducks nach vier Siegen in dieser Woche. Dabei besiegten sie zu Hause die Los Angeles Kings (4-2) und die Montreal Canadiens (3-1), sowie auswärts bei den Dallas Stars (3-1) und den Arizona Coyotes (4-1).

Anaheim bestach dabei vor allem durch eine gute Defensivarbeit, eine Problemzone bislang, was auch das Management dazu bewog, gerade in der Verteidigung an der Trading Deadline am Montag nachzubessern.

2. St. Louis Blues (40-19-5; Vorwoche: Platz 1)

Die Blues sind auf einer Auswärtstour, überzeugen konnten sie dabei nicht gerade. Bei den Edmonton Oilers reichte es noch zu einem knappen 2-1 Erfolg, doch bei den Vancouver Canucks (5-6 SO) und den Philadelphia Flyers (1-3) zogen sie jeweils den Kürzeren.

Sie müssen einen Zahn zulegen, wollen sie im Kampf um die Presidents Trophy noch ein Wörtchen mitreden. Sechs Punkte beträgt der Rückstand momentan, allerdings haben sie noch zwei Spiele in der Hinterhand.

3. Tampa Bay Lightning (40-20-6; Platz 6)

Drei Heimsiege fuhren die Lightning in den vergangenen sieben Tagen ein. Die Chicago Blackhawks (4-0) und die Buffalo Sabres (3-0) wurden sogar zu Null nach Hause geschickt. Gegen die Toronto Maple Leafs gab es einen 4-2 Erfolg. Das Nachsehen hatten sie im Florida Derby gegen die Florida Panthers (3-4).

Mit Veränderungen zum Ende der Wechselfrist war Tampa Bay sehr zurückhaltend und verpflichtete lediglich Stürmer Braydon Coburn aus Philadelphia. Sie vertrauen auf ihre aktuelle Mannschaft um Jungstar Steven Stamkos. Die Ausgangsposition könnte gut werden.

4. Chicago Blackhawks (38-21-5; Platz 3)

Chicago gehört weiterhin zu den Favoriten, auch wenn diese Saison nicht alles optimal läuft. Hinzu kommt das Verletzungspech und Stürmerstar Patrick Kane ist derzeit ebenso außer Gefecht wie Verteidiger Johnny Oduya.

Nicht zuletzt wegen der Verpflichtung von Antoine Vermette vergangene Woche haben die Blackhawks genug Potenzial im Kader, um im Konzert der Titelanwärter mitzuspielen. Alleine die Beständigkeit fehlt noch etwas. Zwischen den Siegen gegen Florida (3-0) und den Carolina Hurricanes (5-2), unterlagen sie den Lightning mit 0-4. Konstanz sieht anders aus.

5. Montreal Canadiens (41-18-6; Platz 4)

Montreal ziert zwar die Tabellenspitze in der Eastern Conference, doch es gab zuletzt drei Niederlagen in Folge auf der kalifornischen Tour durch San Jose, Anaheim und Los Angeles. Immerhin sprang bei den Kings ein Punkt heraus, weil nur das Shootout verloren ging.

Die Canadiens gehörten mit zu den aktiven Teams an der Trading Deadline. Die Neuzugänge Torrey Mitchell, Brian Flynn und Verteidiger Jeff Petry müssen nun schnell integriert werden, um eine gute Ausgangsposition zu erreichen und in den Playoffs weit zu kommen.

6. New York Rangers (39-17-7; Platz 5)

Die Rangers haben mit der Verpflichtung von Verteidiger Keith Yandle für Aufmerksamkeit gesorgt. Sie haben damit ihrer ohnehin starken Defensive weiter Stabilität verliehen und dem Leitsatz von Trainerlegende Scotty Bowman, wonach man in den Playoffs nicht genug gute Defensivleute haben könne, neue Nahrung gegeben.

Die Blueshirts haben nur drei Punkte aus den vergangenen drei Partien geholt. Die Ausbeute muss zukünftig besser werden, wollen sie noch ein Wörtchen mitreden um die Krone in der Eastern Conference bzw. der Metropolitan Division.

7. Minnesota Wild (35-22-7; Platz 10)

Minnesota gehört ohne Zweifel zu den Mannschaften der Stunde. Mit weiteren vier Siegen klettern sie in der Tabelle Platz um Platz nach oben und werden nun dem gerecht, was von ihnen schon zu Beginn der Saison erwartet worden war: Sie sind ernsthafte Konkurrenz in der Central Division für die etablierten Blackhawks und Blues.

Sollten die Wild ihre Form konservieren können, dann ist ihnen ohne Zweifel ganz viel zuzutrauen. Doch Vorsicht, denn ein Rückfall kann auch ganz schnell die Qualifikation für die Playoffs wieder gefährden.

8. Nashville Predators (41-18-7; Platz 2)

In einer Krise und keine kleine mehr, befinden sich die Predators. Vor zwei Wochen sah es noch so aus, als ob sie niemand auf dem Weg zur Presidents Trophy stoppen könne, doch seitdem hagelt es Niederlagen. Fünf Stück in Folge zuletzt.

Woran liegt es, dass es plötzlich nicht mehr läuft? Darüber werden sich die Trainer auch ihre Gedanken machen, um die Kehrtwende einzuleiten. Nashville verfügt immer noch über eine weitaus bessere Ausgangslage, als von vielen vor der Saison gedacht. Ein fehlender Spielrhythmus zum Saisonende ist aber fatal.

9. Detroit Red Wings (36-15-11; Platz 9)

Marek Zidlicky war eine der Neuverpflichtungen der Red Wings zur Trading Deadline und der Verteidiger machte sich gleich in seinem ersten Spiel bezahlt, als er gegen die Rangers in der Verlängerung das Siegtor erzielte.

An der Playoff-Qualifikation von Detroit gibt es kaum noch Zweifel. Doch die Verantwortlichen wollen mehr, das haben sie mit ihrem Engagement am Transfermarkt deutlich gemacht. Der letzte Stanley Cup Gewinn der Roten liegt auch schon wieder 13 Jahre zurück. Der Hunger der erfolgsverwöhnten Franchise dürfte also groß sein.

10. New York Islanders (42-21-3; Verfolger)

Wieder in die Top 10 gekämpft haben sich die Islanders, die in der Eastern Conference hinter Montreal Platz 2 einnehmen und immer noch die Metropolitan Division anführen. So erfolgreich während einer regulären Saison waren sie Anfang der 80er Jahre, als sie vier Jahre in Folge den Stanley Cup holten.

Davon sind wir noch weit entfernt, aber diese Mannschaft hat wieder Potenzial ein großer Konkurrent zu sein, auch für den Stadtrivalen, den Rangers. Eine Playoffserie der beiden Mannschaften gegeneinander hätte schon einen besonderen Reiz.

Die Verfolger: Washington Capitals, Los Angeles Kings, Pittsburgh Penguins, Vancouver Canucks, Winnipeg Jets

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: --

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