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Beim WCOH vierfaches Gold komplettieren

von Bernd Roesch / NHL.com

Für jeden Sportler ist es das höchste der Gefühle einen Titel zu gewinnen. In einer Mannschaftssportart ist es selbst den besten und talentiertesten Spielern nicht immer gegeben ein solches Erfolgserlebnis feiern zu können - zu sehr ist man auf das Leistungsvermögen seiner Mitspieler angewiesen. In einem guten, konkurrenzfähigen Team zu stehen ist halt eine Voraussetzung um dann am Ende ganz oben zu landen. Welcher Eishockeyprofi wünscht sich nicht, einmal eine Goldmedaille bei Eishockeyweltmeisterschaften oder bei Olympischen Spielen umgehängt zu bekommen? Wer träumt nicht davon einmal als Champion den Stanley Cup in die Höhe hieven zu dürfen?

Auch der Gewinn des World Cup of Hockey, der ab dem 17. September 2016 nach einer Pause von zwölf Jahren zum dritten Mal ausgetragen wird, ist ein hehres Ziel.

Anfang März wurden die vorläufigen 16-Mann Kader der acht teilnehmenden Mannschaften vorgestellt. Am 1. Juni werden die Teamchefs die Namen der restlichen sieben Spieler, die noch in ihrem 23-Mann Aufgebot für das Turnier fehlen, bekanntgeben. Unter den bisher Nominierten hat eine Vielzahl von Spielern schon Titel bei Großereignissen sammeln können, was darauf hindeutet, dass wir einen hochklassigen World Cup of Hockey 2016 erleben werden, bei dem es vermutlich in jeder Partie eng zugehen wird.

In der Geschichte des Eishockeys ist es bisher erst 26 Spielern und mit Mike Babcock einem Trainer gelungen in dem 'Triple Gold Club' aufgenommen zu werden. In den Triple Gold Club kommen Spieler und Trainer die mindestens einmal Weltmeister, Olympiasieger und Stanley Cup Champion geworden sind. Sidney Crosby ist der bis dato letzte Spieler, dem das geglückt war, nachdem er im vergangenen Jahr mit Team Canada am 17. Mai 2015 die IIHF-WM in Tschechien nach einem furiosen Finalsieg über Russland gewonnen hatte. Crosby (WM 2015, SC 2009, Olympia 2010, 2014) ist sogar der einzige Spieler im erlauchten Kreis, der jeweils als Kapitän sein Team zu den Titeln geführt hat.

Im September möchte Crosby mit einer Goldmedaille beim World Cup of Hockey 2016 die 'Vier' in doppelter Hinsicht voll machen.

Die Mannschaft aus dem Mutterland des Eishockeys gilt selbstverständlich als der ganz große Favorit. Da das Turnier sehr stark besetzt ist wird das aber keineswegs ein Selbstläufer. Mit einem Sieg der kanadischen Auswahl kämen auch noch Patrice Bergeron (WM 2004, SC 2011, Olympia 2010, 2014) von den Boston Bruins und Jonathan Toews (WM 2007, SC 2010, 2013, 2015, Olympia 2010, 2014) von den Chicago Blackhawks in den 'Quadruple Club', dem bisher erst drei Spieler angehören. Wie sollte es anders sein, auch diese drei sind kanadischer Nationalität. Verteidiger Rob Blake und Stürmer Joe Sakic gewannen 2001 mit den Colorado Avalanche den Stanley Cup und standen auch beim Weltmeistertitel 1994, dem Olympiasieg 2002 in Salt Lake City und dem Gewinn des World Cup of Hockey 2004 gemeinsam im kanadischen Nationalkader. Verteidiger Scott Niedermayer ist der dritte im Bunde: Viermal wurde er Stanley Cup Champion (1995, 2000, 2003 und 2007), zweimal Olympiasieger (2002, 2010) und im Jahre 2004 holte er Gold sowohl bei der Weltmeisterschaft wie auch beim World Cup of Hockey.

Es sind jedoch nicht nur kanadische Eishockeycracks, die beim kommenden WCoH die Chance haben in den 'Vierer Club' einzudringen. Mit der schwedischen Nationalmannschaft ist auf der internationalen Bühne immer zu rechnen und sie dürften nach ihrem enttäuschenden Viertelfinalaus beim WCOH 2004 auf Wiedergutmachung aus sein. Mit von der Partie werden bei den Skandinaviern auch Verteidiger Niklas Kronwall und Linksaußen Henrik Zetterberg sein. Die beiden 35-jährigen erfahrenen Spieler der Detroit Red Wings gewannen 2008 den Stanley Cup und zwei Jahre zuvor mit den Tre Kronor die IIHF-WM und olympisches Gold bei den Winterspielen in Turin.

Ein weiterer Kandidat wäre Jaromir Jagr. Sollte sich der 44-jährige Stürmer der Florida Panthers dazu entscheiden, für die tschechische Auswahl am WCOH teilzunehmen, bekäme er die Chance seinen sechsten großen Titel, nach den Stanley Cup Triumphen mit den Pittsburgh Penguins (1991, 1992), den Weltmeisterschaften (2005, 2010) und dem Olympiagold von Nagano 1998, zu feiern.

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