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Analyse des MacKinnon Vertrages bei Colorado

von Stefan Herget / NHL.com

Am 1. September wird Nathan MacKinnon erst 21 Jahre alt und hat bereits drei Jahre Erfahrung in der NHL vorzuweisen. Im ersten Jahr holte er mit seiner Mannschaft Colorado Avalanche überraschend die Meisterschaft in der Central Division, doch nach dem Aus in der ersten Runde der Playoffs, scheiterte das junge Team aus Denver in der regulären Saison zwei Mal in Folge an der Qualifikation.

In der abgelaufenen Spielzeit war es knapp, vor allem der schlechte Saisonstart konnte am Ende nicht mehr wett gemacht werden. Hinzu kam Verletzungspech, das auch MacKinnon traf, der mit einer am 18. März erlittenen Knieverletzung in der entscheidenden Phase zusehen musste.

In 72 Spielen in 2015-16 kam der Center auf 21 Tore und 52 Punkte und baute damit seine Bilanz über die drei Jahre auf 59 Tore und 94 Assists zu 153 Punkten in 218 Spielen aus. In seinem ersten Jahr gewann die Nummer 1 im NHL Draft 2013 durch erreichte 63 Punkte die Calder Trophy als der beste Rookie der Saison 2013-14.

Am 30. Juni lief sein dreijähriger Einstiegsvertrag bei der Avalanche aus und es schien bereits so, als ob es eine Hängepartie werden könnte, den Vertrag mit MacKinnon zu verlängern. Am Freitag erfolgte allerdings die erlösende Nachricht für alle Fans von Colorado. Der kanadische Jungstar unterzeichnete einen Kontrakt über sieben Jahre Laufzeit, der ihm insgesamt 44,1 Millionen einbringt.

"Es war etwas verwirrend ihn heute zu unterzeichnen", sagte MacKinnon am Freitag bei einer Telefonkonferenz aus seiner Heimatstadt Halifax in Nova Scotia. "Ich habe gezögert bevor ich ihn zurückgeschickt habe … Habe nur darüber nachgedacht, wo ich herkomme und dann so viel Geld. Es ist für mich einfach nur verrückt, aber ich bin sehr glücklich und ich weiß, dass ich damit sehr gesegnet bin."

Der Durchschnitt des Vertrages liegt bei 6,3 Millionen jährlich, ist aber gestaffelt. So erhält MacKinnon im ersten Jahr 5 Millionen, dann 5,75, jeweils 6,75 für zwei Spielzeiten, 6,15 und jeweils 6,85 in den letzten beiden Jahren seiner Anstellung bis zum Ende der Saison 2022-23.

Damit bleibt er zumindest im ersten Jahr hinter den Spitzenverdienern der Avs Stürmer Matt Duchene, Verteidiger Erik Johnson, Torhüter Semyon Varlamov (alle sechs Millionen) und Stürmer Gabriel Landeskog (5,5 Millionen) zurück. Folglich sprengt der Deal nicht die Gehaltsstruktur der Mannschaft.

"Es bedeutet mir nicht viel", sagte MacKinnon über die Tatsache, dass er bald der am höchsten bezahlteste Spieler des Teams sein könnte. "Am Ende des Tages müssen wir alle zusammen raus, da geht einem nicht das Geld durch den Kopf. Ich mache mir dazu sicher nicht zu viele Gedanken."

General Manager Joe Sakic und Trainer Patrick Roy sind trotz der Misserfolge in den beiden letzten Jahren mit dem Verpassen der Playoffs überzeugt, den richtigen Stamm an Spielern zu haben, um in Zukunft das ganz große Ziel angreifen zu können. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie sich mit Verpflichtungen von freien Spielern am 1. Juli und den folgenden Tagen zurückhielten.

Eine wesentliche Hausaufgabe der Verantwortlichen birgt jetzt noch die Verlängerung des Vertrages von restricted Free Agent Tyson Barrie, mit Johnson das Herz der Defensive in Denver, unter Dach und Fach zu bringen. Sicher kein leichtes Unterfangen, da er einen deutlichen Gehaltssprung von seinen zuletzt 2,6 Millionen und eine entsprechende Laufzeit erwarten wird.

MacKinnon weiß, dass der neue Vertrag die Anforderungen an ihn weiter steigen lässt. "Natürlich, der Druck nimmt mit der Unterschrift darunter zu", betonte er. "Sie haben einen Punkt gesetzt. Sie wollen, dass ich uns helfe den Cup zurückzuholen. Das ist das große Ziel dabei. Ich denke wirklich die ganzen Spieler, die wir haben, die jungen Spieler, die wir haben, die Erfahrenen, dass wir einen guten Mix haben. Es waren zwei sehr enttäuschende Spielzeiten, aber wie ich sagte, ich glaube ernsthaft, dass wir ein sehr starkes Team haben und in den kommenden Jahren ein Anwärter sein werden."

Die Nummer 29 der Avalanche, der vom 17. September ab für Team Nordamerika beim World Cup of Hockey antreten wird, ist bereit sich dabei weiter zu entwickeln und auf Dauer eine Führungsrolle einzunehmen. "Ich denke 82 Spiele, jeden Abend, wirklich professionell zu sein", erzählte er darüber. "Bisher hatte ich einige großartige Momente und einige schlechte und es geht darum konstant gut zu werden. Ich bin jung, aber ich gehe schon in meine vierte Saison. Ich denke es ist an der Zeit für mich etwas mehr von der Führungsrolle anzunehmen."

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