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Ovechkin und die Capitals auf der Suche nach ihrer Form

Während der Kapitän auf Karrieretreffer 700 in der NHL wartet, hat die Mannschaft ihren Rhythmus verloren

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Ovechkin erzielt Nr. 699

MTL@WSH: Ovechkin trifft nach Bully zum 699. Tor

Alex Ovechkin erhält den Puck nach dem Bully, zieht aus dem Handgelenk ab und rutscht bis auf ein Tor an die 700-Tor-Marke heran

  • 00:37 •

Das große Warten bei Alex Ovechkin geht weiter. Zwar hat sich der Kapitän der Washington Capitals am Donnerstag durch seinen Treffer beim 3:4 n. V. gegen die Montreal Canadiens bis auf ein Tor an die 700er-Marke angenähert, zu mehr reichte es aber nicht. Immerhin behob er seine seit 4. Februar andauernde Ladehemmung. Es war sein erster Torerfolg nach fünf vergeblichen Anläufen. Wie Ovechkin befinden sich auch die Capitals seit geraumer Zeit auf der Suche nach ihrer Top-Form. 3-6-1 lautet die Matchbilanz des Teams aus den vergangenen zehn Spielen.

Am 23. Dezember führte Washington die NHL-Tabelle noch mit einer Bilanz von 26-7-5 an. Nach einer Ausbeute von lediglich 11-10-1 seither, konnten die Pittsburgh Penguins in der Metropolitan Division zu den Capitals aufschließen. Beide Teams haben derzeit 80 Punkte eingefahren, die Penguins aber ein Spiel weniger ausgetragen. Deswegen steht Pittsburgh auf Platz 1 in der Division.

Vor dem mit Spannung erwarteten NHL Europa-Spiel der Woche für die Schweiz am Samstag gegen die New Jersey Devils (Sa. 19 Uhr MEZ; Teleclub, NHL.tv), stellt sich in Washington inzwischen jeder die Frage, wie es schnellstmöglich zurück zur Form der ersten Saisonmonate geht. Das betrifft sowohl den Top-Torjäger, als auch das gesamte Team.

Montreals Ben Chiarot besiegelte beim Duell in der Capital One Arena die Niederlage der Capitals mit seinem Treffer nach 58 Sekunden in der Overtime. Dass es Washington überhaupt in die Verlängerung geschafft hatte, war einem späten Tor von Tom Wilson zu verdanken. Er traf zwei Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in die Maschen der Canadiens.

Torhüter Braden Holtby konnte 28 Torschüsse der Kanadier entschärfen, die dritte Niederlage hintereinander für die US-Hauptstädter dadurch aber nicht verhindern. Lars Eller zählte neben Ovechkin und Wilson zu den Torschützen von Washington.

"Einiges machen wir sehr ordentlich, anderes hingegen weniger gut", bilanzierte Trainer Todd Reirden. "Es ist ja kein Geheimnis, dass wir durch eine schwierige Phase gehen. Für zwei Punkte hat es heute am Ende erneut nicht gereicht. So wird es gegen jede Mannschaft in der Liga schwer. Wir müssen uns steigern."

Da half es wenig, dass Ovechkin seine Torflaute in der achten Minute des Eröffnungsdrittels beendete. Er traf mit einem Schuss aus dem Handgelenk und verbuchte damit seinen 41. Saisontreffer. 

Ein zweiter Streich sollte ihm, obwohl die Verantwortlichen ihn im dritten Spielabschnitt vermehrt einsetzten, nicht mehr gelingen. Trotz 8:03 Minuten Eiszeit allein in den letzten 20 Minuten der regulären Spielzeit, wollte Karrieretreffer Nummer 700 in der NHL einfach nicht mehr fallen.

 

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"Wenn du Probleme hast und die Dinge nicht so laufen, wie du das gerne möchtest, dann musst du etwas an deinem Spiel verändern", beklagte der Coach. "Du hoffst dann auf ein weiteres Erfolgserlebnis, und darauf, dass du diese Sache endlich hinter dir lassen kannst."
Neben den augenfälligen Problemen im eigenen Spiel, erkannten Beteiligte aber auch Positives beim Gegner. So lobte Torschütze Wilson ausdrücklich die Qualitäten der Canadiens: "Sie sind schwer zu bespielen. Sie verfügen über viel Talent und Tempo in ihren Reihen. Unser Start in die Begegnung war in Ordnung. Die Gegentore fielen dann leider zu unglücklichen Zeitpunkten und haben uns das Momentum gestohlen."

Die Zuversicht haben die Capitals trotz ihrer zuletzt weniger gelungenen Auftritte nicht verloren. Im Gegenteil! So ließ Stürmer Carl Hagelin mit Blick auf die kommenden Tage eine indirekte Kampfansage an die Konkurrenz verlauten: "Wir haben einfach viel zu viele Scheibenverluste aktuell. Wenn wir die Scheibe tief in das Angriffsdrittel des Gegners spielen, dann werden wir gefährlich. Wir wollen wieder dafür sorgen, dass unsere Gegner die Fehler machen. Heute war es deutlich zu einfach gegen uns zum Erfolg zu kommen."
In Washington hoffen sie darauf, es bald wieder besser hinzubekommen. Wenn das gelingt, sollte sich auch das Warten auf das 700. NHL-Tor von Ovechkin in Kürze erledigt haben.

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