Jedes Mal, wenn bei den Detroit Red Wings die Tür zur Strafbank aufgeht, herrscht Alarmstimmung auf dem Eis. Der Grund: Das Penalty Killing ist derzeit die Achillesferse der Mannschaft. Vier der fünf Gegentore in den ersten zwei Heimspielen resultierten aus Unterzahlsituationen. Hinzu kam ein Empty-Netter. Durch die 2:3-Heimniederlage gegen die Winnipeg Jets am Sonntag in der Little Caesars Arena ist der Fehlstart der Red Wings perfekt. Am Freitag hatten sie an gleicher Stelle mit 0:2 gegen die New York Rangers verloren.
„Das Unterzahlspiel hat uns das Genick gebrochen“, konstatierte Detroits Trainer Todd McLellan nach der Partie gegen die Jets. „Wir müssen zusehen, die Schwächen in diesem Bereich schnell abzustellen.“
Achtmal verhängten die Referees in den zwei Begegnungen eine Zeitstrafe gegen einen Akteur der Red Wings. Und in exakt 50 Prozent dieser Fälle klingelte es im Kasten von John Gibson, der in beiden Begegnungen zwischen den Pfosten stand. Mit dieser Quote belegt Detroit ligaweit den vorletzten Platz in der Penalty-Killing-Statistik. Dieses Ranking ist zwar in der frühen Saisonphase noch nicht besonders aussagekräftig, die Negativtendenz des Teams lässt sich darin trotzdem erkennen.
Im Duell mit den Jets waren die Red Wings über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Die Probleme im Penalty Killing brachten sie jedoch schon im ersten Drittel vorentscheidend ins Hintertreffen. Cole Perfetti (14.) und Kyle Connor (15.) stellten den Zwischenstand mit ihren Powerplaytoren auf 2:0 für die Gäste. In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts bauten sie den Vorsprung auf drei Tore aus. Torschütze zum 3:0 bei numerischer Überlegenheit war wiederum Connor (26.).
Kampflos wollten sich die Red Wings allerdings nicht geschlagen geben. Das eigene Powerplay half den Hausherren, zurück ins Spiel zu finden. Viktor Arvidsson verkürzte noch vor der zweiten Drittelpause auf 1:3 (37.). Den Secondary Assist bekam Moritz Seider gutgeschrieben. Nach dem schnellen Anschlusstreffer im letzten Durchgang durch Emmitt Finnie zum 2:3 (45.) kam Spannung auf. Doch die Jets hielten dem Ansturm ihres Kontrahenten stand. Das galt auch bei einem Powerplay von Detroit zwischen der 56. und 58. Minute.




















